Deutscher Hebammenverband kritisiert gravierende Fehlentscheidung der Politik!
Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes vom 17. Februar 2012
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat sich Ende Januar 2012 mit der Kultusministerkonferenz über die Struktur eines Deutschen Qualifikationsrahmens geeinigt. Das Ergebnis ist niederschmetternd.Der Hebammenberuf wird gemeinsam mit allen anderen Berufsausbildungen im Pflegebereich auf Niveau 4 eingestuft, während Meister- und Technikerabschlüsse auf Niveau 6 des DQR eingestuft und damit einem Bachelorabschluss gleichgestellt werden.
Der Deutsche Hebammenverband kritisiert die realitätsferne und frauenfeindliche Entscheidung seitens der Politik. Dadurch würde der Personalmangel in den nichtärztlichen Gesundheitsberufen weiter verschärft werden.
„Diese Entscheidung offenbart einmal mehr die mangelnde Wertschätzung typischer Frauenberufe“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „80% aller Hebammenschülerinnen bringen heute schon das Abitur als Zugangsvoraussetzung mit und übernehmen nach der Ausbildung Leitungsfunktionen. Setzt sich der Vorschlag durch, Berufsausbildungen im Gesundheitsbereich derart abzuwerten, bedeutet dieses langfristig einen massiven Attraktivitätsverlust der dualen Ausbildungsberufe und führt zu einer Verschlechterung der gesundheitlichen Versorgung“, so die Verbandsvorsitzende.
Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber(at)hebammenverband.de
