Wahlprüfstein 9: Vergütung von Externaten im Rahmen der Hebammenausbildung

Die bisherige Ausbildungsstruktur sieht eine Finanzierung der Ausbildung im klinischen Bereich vor. Allerdings sollen per Gesetz bis zu 480 Stunden im außerklinischen Bereich absolviert werden; die Qualitätsvereinbarungen der Hebammenverbände mit den Krankenkassen sehen sogar mindestens(!) 480 Stunden Ausbildung im außerklinischen Bereich vor, damit eine Hebamme dem Versorgungsvertrag mit dem Angebot außerklinischer Geburtshilfe beitreten kann. Es gibt bislang kein Finanzierungskonzept für die Ausbildung im außerklinischen Bereich. Lesen Sie hier unseren Wahlprüfstein 9:

Das sagen die Parteien in NRW

CDU NRW, Dr. Guido Hitze: "Wir werden uns die Ausbildung der Hebammen im Hinblick auf den Abschlussbericht des Runden Tisches Geburtshilfe NRW genau ansehen und die aus unserer Sicht notwendigen Änderungen der Ausbildung auch im Hinblick auf die Finanzierungsstrukturen veranlassen. Dabei werden aktuellen Anforderungen an das Berufsprofil und die Qualität im Vordergrund stehen."

FDP, Heinsberg, Jorge Klapproth: Für die außerklinische Ausbildung sind zwar bis zu 480 Stunden gesetzlich vorgegeben, es gibt aber bisher keine Vergütung des Ausbildungsaufwandes für freiberufliche Hebammen sowie keine einheitlichen Kriterien für die Erteilung einer Ermächtigung zur Ausbildung. Bei einer Neufassung des Berufsgesetzes sollten deshalb entsprechende Regelungen zur außerklinischen Ausbildung erwogen werden.

Die Grünen, NRW: "Wir sind, ebenso wie Sie, der Meinung, dass die Finanzierung der außerklinischen Hebammenausbildung gesichert werden muss. Deshalb unterstützen wir ein Finanzierungskonzept, das einerseits die qualitativ hochwertige Ausbildung im außerklinischen Bereich sichert und andererseits die Hebammen finanziell nicht belastet. Wir werden uns für ein einheitliches Verfahren in den Regierungsbezirken einsetzen. Außerde wind wir für regierungsbezirksübergreifende Angebote in der praktischen Ausbildung für Hebammen."

Die Grünen, Krefeld, Monika Brinner: „Die außerklinische Hebammenausbildung muss gesichert sein! Dazu fordere ich ein Finanzierungskonzept, dass angehende Geburtshelfer*innen nicht belastet und gleichzeitig die Qualität sichert. Dieses Verfahren muss in allen Regierungsbezirken einheitlich sein.“

Die Linke NRW, Gabi Lenkenhoff: „DIE LINKE unterstützt die genannten Forderungen ausdrücklich.“