Für Sie gelesen - hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die Arbeit von Hebammen, Geburt sowie Familien- und Gesundheitspolitik - ältere Nachrichten finden Sie im Archiv.
Übersicht:
Bei Geburten ist Deutschland Schlusslicht
Begrenzung beruhigt neugeborene Babys
Umstrittene Studie empfiehlt Stillbabys Fleisch
Gesetzlicher Schutz vor Vernachlässigung
Versicherer fordern mehr Geld für Hebammen
BGH-Urteil spaltet Regierungskoalition
Bessere Bezahlung für Hebammen
Gelungener Auftakt der Mahnwachen
Erhöhtes Sterberisiko nach Hausgeburt?
Ministerin Schröder setzt Hoffnung auf Schiedsverfahren
Wie geht es weiter? Der Ausschuss berät über Petition der Hebammen.
Nach Kaiserschnitt höheres Infektionsrisiko
Sand im Mund schadet Kindern nicht
Hebammen präsent in Funk und Fernsehen
Hebammen finden in Berlin Gehör
Eine Herausforderung für Kinder: Mund auf, Löffel rein
Statistiker rechnen mit Rekordtief bei Geburten
Selbstständige in ver.di solidarisch mit Hebammen
Bereits am 17. Mai sind mehr als 85.000 Unterschriften für die E-Petition gesammelt!
„Wir lassen die Hebammen nicht im Stich“
Proteste und die Petition: Die Presse berichtet
Das sagt die Presse zu den Protesten
Betreute Kinder entwickeln sich besser
Berufshaftpflicht - Kartell der Versicherer?
Gesundheitsministerium in Schleswig-Holstein reagiert auf Protest
Bayerns Justizministerin für Recht auf geheime Geburt
Presseecho zum Internationalen Hebammentag 2010
Familien-Hebammen immer gefragter
Nationales Präventionsgesetz ist endgültig vom Tisch
Fast die Hälfte aller Schwangeren in China entbindet durch Kaiserschnitt
Erste Professorin für Hebammenwissenschaft berufen
Quelle:
Welt online vom 28.07.2010
Nürnberger Nachrichten online vom 28.07.2010
Rheinische Post online vom 28.07.2010
Beim Kinderkriegen liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten. Insgesamt wurden 2009 rund 5,4 Millionen Kinder in der EU geboren. Die höchsten Geburtenzahlen gibt es in Irland, Großbritannien und Frankreich – Deutschland liegt als Schlusslicht mit klarem Abstand noch hinter Österreich und Portugal.
Quelle: morgenweb.de vom 27.07.2010
Neugeborene sind an die Enge des Uterus gewöhnt. Deshalb kommen viele von ihnen mit der plötzlichen Freiheit beim Schlafen nicht zurecht. 'Pucken' kann hier helfen, erklärt Hebamme Eva Maria Chrzonsz.
Lesen Sie hier
Quelle: Die Welt online vom 26. 07.2010
„Stillkindern droht gefährlicher Eisenmangel“, das war das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie, die bei frischgebackenen Eltern für Unsicherheit und Angst sorgte. Die Universität Bonn und das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung raten in einer gemeinsamen Mitteilung, nach dem vierten Monat mit dem Zufüttern zu beginnen. Das widerspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, wonach Kinder ein halbes Jahr lang ausschließlich gestillt werden sollten. Doch die Ergebnisse der Studie sind umstritten, zumal ausgerechnet eine Marketing-Agentur der Nahrungsmittelindustrie deren Auftraggeber ist.
Detaillierte Informationen finden Sie hier
Quelle: sueddeutsche.de vom 14.07.2010
Bundesfamilienminsterin Schröder fordert Gesetzesänderungen zum Schutz von Kindern. Die Hilfsangebote sollten so früh wie möglich gemacht werden, sagte sie der Tageszeitung „Die Welt“. So sollten sich Hebammen künftig nach der Geburt länger als bisher um Familien kümmern. Je früher der Staat Familien unter die Arme greife, desto größer die Erfolgschancen und desto niedriger die Kosten, so der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers.
Quelle: Versicherungsjournal.de vom 16.7.2010, Ärztezeitung.de vom 14.7.2010
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fordert eine bessere Vergütung für Hebammen. Mit Hochdruck werde derzeit an einer Lösung gearbeitet. Gegenüber der Politik hat der Verband deutlich gemacht, dass die Schadensentwicklung im Geburtshilfebereich ursächlich für die Beitragsentwicklung sei. Der GDV hofft auf eine Verhandlungslösung.
Hier geht es zu den Artikeln: Ärztezeitung.de; Versicherungsjournal.de
Quelle: Spiegel online vom 12. Juli 2010
Der Bundesgerichtshof (BGH) hält in seiner Entscheidung vom 06.07.2010 den Einsatz der Präimplantationsdiagnostik (PID) bei betroffenen Risikogruppen für zulässig. So könne die Zahl der Abtreibungen schwerst behinderter Kinder vermindert werden. Ein darüber hinaus gehender Einsatz der PID bleibt strafbar: Die Auswahl von Embryonen für die Geburt eines „Wunschkindes“ ist nicht erlaubt.
Die BGH-Entscheidung sorgt in der Koalition für heftigen Streit. Politiker der CDU und CSU sind für ein sofortiges Verbot, Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger wendet sich dagegen. Familienministerin Schröder wies darauf hin, es sei ein Widerspruch, Spätabtreibungen bis zum 9. Monat unter bestimmten Umständen zuzulassen, während die PID verboten sei. Laut Spiegel will sich die Unionsfraktion Anfang September mit einem Verbot befassen.
Quelle:
Spiegel online vom 06.07.2010
taz online vom 07.07.2010
Welt online vom 09.07.2010
Focus online vom 09.07.2010
Die umstrittenen Gentests sind nicht ohne weiteres strafbar: Der BGH hat in seiner aktuellen Entscheidung keine rechtlichen Hindernisse gegen eine Präimplantationsdiagnostik gesehen und einen Berliner Arzt, der sie durchgeführt hatte, freigesprochen. Der Hebammenverband sieht die Gefahr einer vorgeburtlichen Selektion. Das Presseecho ist vielfältig und beleuchtet Pro und Contra der höchstrichterlichen Rechtsprechung. Hier eine Auswahl der wichtigsten Medien:
Hier gibt es den Beitrag des ZDF zum Urteil des BGH:
Quelle: Taz vom 09.07.2010
Das ist die bittere Konsequenz für viele freiberufliche Hebammen: Sie stehen vor dem Aus. Mahnwachen sollen die Politik zum Handeln bewegen. In Bremen fand gestern die zweite der sechzehn geplanten Mahnwachen quer durch die Bundesrepublik statt.
Das berichtet die Taz
Quelle: Bild online vom 07.07.10
Acht Euro mehr für eine Geburt im Krankenhaus, 100 Euro für eine Hausgeburt. Diese Zahlen nennt der Spitzenverband der Krankenkassen der Presse. Allerdings beziehen sie sich auf den Vergütungsstand vom 31.12.2009. Genaue Beträge müssen erst weiter ermittelt werden. Die lancierten Zahlen sind nicht akzeptabel, kritisiert der Deutsche Hebammenverband. Das Ergebnis ist in keinster Weise existenzsichernd.
Quelle:
Rheinische Post online vom 07.07.2010
Zeit online vom 06.07.2010
Stern.de vom 06.07.2010
Einigung im Schiedsverfahren mit den Kassen: mehr Geld für Geburten. So titeln die Medien nach ersten Pressemitteilungen der Krankenkassenverbände. Tatsächlich ist mit dem erzielten Ergebnis die Wahlfreiheit des Geburtsortes nicht mehr aufrecht zu erhalten. Die Hebammen sind nach wie vor in ihrer Existenz bedroht.
Jetzt ist die Politik gefragt: Hebammen fordern die Aufnahme von Gesprächen mit allen Beteiligten unter Federführung der Gesundheitsminister in Bund und Ländern.
Das schreibt die Presse:
Quelle: Taz vom 5.Juli 2010
Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder wollen verhindern, dass Hebammen durch die Steigerung der Berufshaftpflichtprämien ihre Arbeit nicht mehr kostendeckend ausüben können. Deshalb fordern sie die Bundesregierung auf, die Hebammen zu unterstützen.
Erfahren Sie mehr in der Taz.
Quelle: Focus online vom 5.7.2010
Eine US-Studie hat verglichen, wie riskant verschiedene Geburtsarten sind. Das Ergebnis: Eine Klinikgeburt verringert das Risiko für das Baby, eine Niederkunft zu Hause schont die Mutter. Nach Hausgeburten ist die Sterberate der Kinder mit 0,2 Prozent doppelt so hoch wie nach Klinikgeburten, hat die Analyse der Daten von 342.056 Hausgeburten und 207.551 Klinikgeburten aus Europa und Nordamerika ergeben.
Kanadische Forscher kamen im Jahr 2009 zu einem anderen Ergebnis. Bei Haus- wie bei Klinikgeburten stellten sie weniger als einem Todesfall auf 1000 Neugeborene fest – das entspricht einer Sterblichkeitsrate von unter einem Promille.
Mehr zu den Studien auf Focus online.
Quelle: Welt online vom 5.7.2010
Um Kinder aus bildungsfernen Familien zu fördern, will Familienministerin Kristina Schröder Eltern früh Hilfe anbieten, das berichtet die Welt online.
Schon vor der Geburt sollten sich Hebammen um die jungen Familien kümmern und sie auch danach länger betreuen als bisher.
Lesen Sie den Artikel auf Welt online.
Quelle: Faz.net vom 29. 06.2010
Gebären helfen lohnt nicht mehr, so titelt die FAZ in ihrer Online-Ausgabe. Am Beispiel der Hofgeismarer Hebamme Reinhild Bohlmann zeigt der Artikel auf, wie qualifiziert Hebammen sind, wie sie sich einsetzen und wie viel sie leisten. Die Beispiele aus der täglichen Praxis führen deutlich und einprägsam vor Augen, wie wichtig die freiberuflich tätigen Hebammen für unsere Gesellschaft sind.
Quelle: Focus online vom 28.06.2010, Deutsches Ärzteblatt vom 28.06.2010
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) unterstützt die Forderung der Hebammen nach besserer Bezahlung. Hebammen seien eine unverzichtbare Hilfe für Eltern und ihre Neugeborenen. Auch sie verwies auf das laufende Schiedsverfahren: Sie erhoffe sich ein Ergebnis, mit dem den Hebammen und damit auch allen jungen Familien geholfen sei.
Hier erfahren Sie mehr im Ärzteblatt und auf Focus online.
Auch die Medien haben die Sitzung des Petitionsausschusses mit Interesse verfolgt.
Quelle: Frankfurter Rundschau online, 29.06.2010
So nimmt die Frankfurter Rundschau die Beratung im Bundestag zum Anlass, um die Dringlichkeit der Situation nochmals deutlich herauszustellen: Der Berufsstand der Hebammen droht zu verschwinden, wenn es bei den erhöhten Haftpflichtprämien bleibt.
Lesen Sie hier mehr in der Frankfurter Rundschau.
Quelle: ARD-Mediathek, 28.06.2010
Die ARD befasst sich in ihrem Sendebeitrag mit der Ausschuss-Sitzung und baten Martina Klenk für eine Stellungnahme vor die Kamera.
Hier geht es zum Video in der ARD-Mediathek.
Quelle: taz online vom 25.06.2010
Der Kommentar der taz online unterstützt die Anliegen der Hebammen und schließt mit der Anregung: „...ein Ministerium, das sich eindeutig für die Hebammen zuständig fühlt, wäre bei der Gelegenheit auch nicht verkehrt.“
Lesen Sie den Kommentar in der taz.
Focus online vom 18.06.2010
Eine Schwangerschaft kann sich positiv auf chronische Erkrankungen auswirken. Bei Schwangeren mit bestimmten entzündlichen Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose oder Rheuma klangen die Symptome ab. Forscher haben im Stoffwechsel einen Hinweis gefunden, warum das so ist.
Lesen Sie mehr
Quelle: Bild.de, Märkische Allgemeine vom 09.06.2010
Eltern können locker bleiben: Ein wenig Sand im Mund schadet nicht, erklärt die Hebamme Margarita Klein aus Hamburg: "Kinder probieren von sich aus nur ein bisschen". Wichtig sei allerdings, genau zu gucken, wo der Nachwuchs seine Umwelt per Mund erkundet. Denn sonst könne es schnell passieren, dass er nicht nur Sand, sondern auch Hundedreck probiert, ergänzt die Expertin vom Deutschen Hebammenverband.
Lesen Sie mehr in der Märkischen Allgemeinen und unter bild.de.
Der 1. Juli rückt näher – der Protest und der Appell an Politik und Öffentlichkeit intensivieren sich.
Im frontal21-Interview fordert die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, Martina Klenk, eine steuerfinanzierte Fondslösung.
Hören Sie das Interview in voller Länge:
Auch die Deutsche Welle befasst sich in einer Reportage mit der Situation der Hebammen:
Zu hören ist ein Beitrag in englischer Sprache
Deutsche Welle (Beitrag in englisch)
Gut, dass der Protest auch internationale Aufmerksamkeit erreicht!
Ein Hoffnungsschimmer? Die schwarz-gelbe Koalition plant die staatliche Unterstützung der Hebammen. Ulrike Flach, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, gab gegenüber der Frankfurter Rundschau an, dass sowohl das Gesundheits- als auch das Justizministerium gebeten habe, nach Lösungen zu suchen. Die Wahlfreiheit der Frauen bei der Geburt müsse erhalten bleiben.
Quelle:
18.05.2010:
19.05.2010:
Diese Meldung nehmen Rheinische Post und das Domradio auf:
Die taz vermeldet, dass bereits über 90.000 Stimmen für die Online-Petition gesammelt wurden, schildert den Hintergrund und verweist auf das geplante Gespräch zwischen Hebammenverband und Gesundheitsminister Philipp Rösler Ende Mai in Berlin.
Quelle:
19. 05.2010
Das Risiko von Wochenbettdepressionen bei Frauen ist bekannt. Nicht nur die Online-Ausgabe der Süddeutsche Zeitung befasst sich mit den Ergebnissen einer amerikanischen Studie, wonach bis zu zehn Prozent der Männer nach der Geburt ihrer Kinder von einer Depression betroffen sind. Als Grundlage dienten die Daten von 28.000 jungen Vätern. In den ersten drei bis sechs Monaten nach der Geburt seien die Väter besonders gefährdet. Das Fazit sei, sich bei der Verhinderung einer Depression auf die gesamte Familie zu konzentrieren. Die Depression eines Familienmitglieds wirke sich schädlich auf die Entwicklung des Säuglings aus. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachblatt Journal of the American Medical Association vom 19. Mai 2010 veröffentlicht.
Quelle:
19.5.2010
Spiegel online geht noch etwas weiter in die Tiefe: Nach Ansicht der Wissenschaftler bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen einer mütterlichen und der väterlichen Depression. Aufgabe sei es, diese Wechselwirkung bei zukünftigen Forschungen genauer zu beleuchten.
Quelle:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass Milch bei Babys ab einem Alter von 6 Monaten nicht mehr für ihr optimales Wachstum ausreicht. Wie die Umstellung auf Brei, Löffel oder feste Nahrung gut gelingt, berichtet Alice Semmler, die Stillbeauftragte des Hebammenverbandes NRW in der Online-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers.
Quelle:
18.05.2010
2009 kamen in Deutschland ersten Schätzungen zufolge weniger Kinder zu Welt als je zuvor. Die Zahl der Geburten sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf etwa 651.000. Diese Marke liegt unter der des bisherigen Tiefstandes aus dem Jahr 2006. Damit seien 2009 rund 190.000 weniger Kinder geboren worden als Menschen starben.
Quelle 17.05.2010
Online-Ausgabe der Welt: www.welt.de
Die Online-Ausgabe Finanzen.net räumt allerdings ein, dass hinsichtlich des endgültigen Jahresergebnisses noch Veränderungen möglich seien, da noch nicht alle Meldung verarbeitet seien. Weitere Auskünfte gibt laut Finanzen.net Martin Conrad, Telefon: (0611) 75-2358, E-Mail: natuerliche-bevoelkerungsbewegung(at)destatis.de
Quelle: 17.5.2010
Die Unterstützung für das Anliegen der Hebammen in Politik – quer durch alle Parteien - und Verbänden ist groß. Sie stehen auf Seiten der Hebammen, wenn es um bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen geht. Exemplarisch verweisen wir auf die Solidaritätserklärung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
ver.di warnt vor der akuten Existenzgefährdung freiberuflich arbeitender Hebammen. „Hohe Verantwortung und enorme Arbeitsbelastung prägen die Beschäftigungssituation der meisten Solo-Selbstständigen. Zu ihnen gehören auch die freiberuflich arbeitenden Hebammen. Daher verdienen sie Respekt und anständige Honorare für ihre gesellschaftlich wichtige Arbeit“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Frank Werneke in der ver.di-Pressemitteilung.
Auch die 30.000 in ver.di organisierten Selbstständigen solidarisieren sich mit den Kolleginnen und unterstützen den Aufruf des Hebammenverbandes, sie durch Unterzeichnung einer Petition zu stärken.
Quelle: 05.05.2010
Wie eine Versicherungserhöhung einen Berufsstand gefährdet, das bleibt ein Pressethema und ist unter den folgenden Links nachzulesen:
Quelle: 13.5.2010
Online-Ausgabe der Neuen Westfälischen
Quelle: 14.5.2010
Und beispielhaft nachzuschauen unter:
Ein toller Erfolg! Das Überschreiten der 'Schallgrenze' von 50.000 MitzeichnerInnen wurde in der Presse vermerkt:
Bundestag befasst sich mit Hebammen-Protesten:
Hebammen haben genug Unterstützer für Petition, das kann die Online-Ausgabe des Focus bereits am 11.5. 2010 melden.
Quelle: 11.5.2010
Über den schnellen Erfolg für die Hebammen-Proteste berichtet auch die Online-Bild und fasst zusammen: Die Klagen der Geburtshelferinnen gegen schlechte Bezahlung und drastisch steigende Haftpflichtprämien finden im Bundestag Gehör.
Quelle: 11.5.2010
Hebammen-Unterstützer klicken im Sekundentakt: Diese Rechnung stellt die Tagesschau auf. Mit 50.000 MitzeichnerInnen in drei Tagen könne nun ein erster Erfolg gefeiert werden. Das Anliegen der Hebammen könne nun im Bundestag vorgetragen werden.
Quelle: 11.5.2010
NRW-Sozialminister Laumann erklärte, dass er großes Verständnis für die Proteste der Hebammen wegen der steigenden Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung habe. Die Landesregierung habe zwar keinen Einfluss auf die Haftpflichtprämien privater Versicherungsunternehmen, die steigenden Prämien müssten aber bei der Vergütung, über die jetzt im Schiedsverfahren von Kassen und Hebammenverbänden auf Bundesebene entschieden wird, berücksichtigt werden. Minister Laumann betonte, dass die Privatgebührenordnung für Nordrhein-Westfalen für selbstzahlende Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen angepasst werden soll. Die Hebammen könnten auf die Hilfe des Landes zählen.
Lesen Sie hier die ganze Mitteilung auf firmenpresse.de
Der Internationale Hebammentag ist vorbei und hat ordentlich mobilisiert: Die E-Petition hat innerhalb weniger Tage bereits über 37.000 UnterstützerInnen gefunden, die Presse befasst sich mit den Protesten und deren Hintergrund.
Hier finden Sie einige Links zu den Artikeln aus der regionalen und überregionalen Presse:
Zu den Kundgebungen vom 05. Mai:
Zur aktuellen Situation:
Quelle: ksta.de vom 5. Mai 2010
Die Online-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers meldet die friedliche Protestaktion der Hebammen in Köln und weist auf die landesweiten Kundgebungen hin. Zitiert wird Gesundheitsminister Karl-Josef Laufmann von der CDU, der großes Verständnis für die Proteste der Hebammen wegen der steigenden Beiträge zur Haftpflichtversicherung habe. Er versichert unter ksta.de, die Forderungen der Hebammen nach angemessener Bezahlung ausdrücklich zu stützen und sich um ordentliche Rahmenbedingungen für diese Berufsgruppe zu kümmern.
Hier finden Sie den ganzen Artikel des Kölner Stadtanzeigers
Die Existenzbedrohung der Hebammen ist quer durch Deutschland ein heißes Eisen in den Medien. Die vielfältigen Berichte liefern eine hervorragende Grundlage, um zur Teilnahme an der E-Petition zu animieren und die Öffentlichkeit für die Protestaktionen zu sensibilisieren.
Angesicht der enormen Vielzahl der Artikel liefern wir Ihnen eine Auswahl der größten überregionalen und regionalen Zeitungen und Radiosendern.
Quelle: stern.de vom 5. Mai 2010
Das ist das Fazit in der Online-Ausgabe der Zeitschrift stern nach einer Analyse der aktuellen Situation. Dass die Hebammen nicht auf hohem Niveau jammern, wird anhand von Zahlen zum Verdienst deutlich herausgestellt, ebenso wie sämtliche Konsequenzen der massiven Bedrohung des Hebammenberufes.
Der Erhöhung der Prämie läge kein Anstieg der Schadensfälle zugrunde, sondern die gigantisch gestiegenen Schadensersatzsummen. Während der Frauenärzte-Verband darauf dränge, dass die Krankenkassen Haftpflichtprämien übernehmen, forderten die Hebammen einen steuerfinanzierten Fonds. Mitte Juni werde ein Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Rösler stattfinden.
Nach dem Hinweis auf die E-Petition der Hebammen beim Deutschen Bundestag schließt der stern lakonisch: Dort solle in Zeiten, in denen Politiker auf höhere Geburtenraten hoffen, eigentlich eine Lösung gefunden werden.
Lesen Sie hier den ganzen Artikel auf stern.de
Quelle: WDR 5.de, 4.5.2010
Die Vorsitzende des Hebammen-Landesverbandes NRW, Angelika Josten, war zu Gast in der Sendung „Neugier genügt“ auf WDR 5. Im Interview erklärt sie die Hintergründe des Protestes: Es gehe darum, auch in Zukunft schwangeren Frauen die Wahl zu lassen, wo und wie sie entbinden möchten. Das sei nur möglich, wenn freie Hebammen von ihrer Arbeit auch leben könnten. Deshalb sei es so wichtig, dass Hebammen jetzt laut werden und für ihr Existenz kämpfen – schließlich handele es sich um einen uralten wunderbaren Beruf, der nicht aussterben dürfe.
Hören Sie hier das ganze Interview und erfahren Sie mehr über Hebammen und den aktuellen Protest.
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 4.5.2010
Das ist das Resümee von Annika Reese im Kölner Stadtanzeiger. Sie ist eine der Hebammen, die bereits die Konsequenz aus der Steigerung der Berufshaftpflicht gezogen haben: Ihre mit ihrer Kollegin betriebene Praxis in Köln-Rodenkirchen wird geschlossen. Kein Wunder: wirtschaftliches Arbeiten ist ausgeschlossen, die Miete für die Praxis nicht aufzubringen.
Auch 17 von 19 Beleghebammen am Porzer Krankenhaus sollen sich bereits aus der Geburtsbegleitung zurück gezogen haben: schlecht für schwangere Frauen und für die Einrichtungen, in denen Frauen bisher ambulant gebären konnten. Die Hoffnungen liegen auf der Protestaktion am 5. Mai, durch die möglichst viele Menschen auf die prekäre Situation der Hebammen aufmerksam gemacht werden sollen, damit auch die E-Petition Aussicht auf Erfolg hat.
Lesen Sie hier den ganzen Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger.
Quelle: Westfalen-Blatt, 4.5.2010
Das Westfalen-Blatt stellt Julia Wüste, freie Hebamme in Bielefeld vor. In Bielefeld haben laut Informationen der Zeitung im vergangenen Jahr die freien Hebammen 407 von insgesamt 4186 Geburten betreut – also annähernd 10 %. Doch diese Leistung droht für sie zum Verlustgeschäft zu werden.
Julia Wüste betont, das eigentliche Problem läge in der nicht ausreichenden Bezahlung für die Geburtsbegleitung durch die Krankenkassen. Die geplante Steigerung der Haftpflichtprämien führe dazu, dass jede Hebamme den Netto-Verdienst von 22 Geburten für die Versicherungsprämien aufwenden müsse. Das bedeutet de facto das Ende der freien Hebammen, denn, so Julia Wüste weiter: „Letztes Jahr habe ich 36 Geburten betreut, und das war die absolute Grenze dessen, was schaffbar ist.“
Diese Situation könne im schlimmsten Fall dazu führen, dass Schwangere ihr Kind sogar ohne jegliche Versorgung durch Hebamme oder Arzt allein zu Hause bekommen. Barbara Blomeier, ebenfalls freie Hebamme in Bielefeld, bestätigt: Einige solcher hochriskanter Geburten habe es jüngst schon gegeben.
Lesen Sie mehr zur Situation in Bielefeld im Westfalen-Blatt.
Quelle: Sueddeutsche.de, 3.5.2010
Damit bezeichnet das Online-Portal der Süddeutschen am 3.5.2010 die Gefährdung des Berufsstandes der Hebammen. Mehr als 600 Kinder sind mit Hilfe der Hebamme Cindy Nierfeld bereits auf die Welt gekommen: Komplikationen bei der Geburt, in deren Folge das Neugeborene schwer geschädigt wurde, hat sie in all den Jahren nicht erlebt. Nichtsdestotrotz sind die Versicherungsprämien in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. „Das ist utopisch“, so wird die Präsidentin des deutschen Hebammenverbandes, Martina Klenk, zitiert.
Die Hebammen sollen höhere Versicherungsbeiträge zahlen, obwohl Geburten komplikationsloser verliefen als früher. Dabei treffe die Hebammen keine Schuld. Es sei vielmehr die Schadenshöhe der einzelnen Fälle, die für die Versicherungen problematisch seien, da die Gerichte deutliche höhere Schmerzensgeldsätze gewährten als früher, erläutert ein Versicherungsmakler.
Hier finden Sie den Beitrag der Süddeutschen Zeitung.
Quelle: FAKTuell vom 30.04.2010
prognostiziert die Online-Zeitung FAKTuell angesichts der massiv gestiegenen Haftpflichtsumme und verweist auf die Teilnahme an der E-Petition, damit der Bundestag gezwungen sei, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen.
Zur Schere zwischen Verdienst und Versicherungsprämie für freiberuflich arbeitende Hebammen äußert sich die Vorsitzende des GreenBirth e.V., Irene Behrmann im Interview.
Ein Leser schlägt im Kommentar vor, zur Behebung der Probleme zunächst eine versicherungsmathematische Begründung anzufordern und dann eine eigene Versicherung zu gründen.
Hier finden Sie den Beitrag auf FAKTuell.de.
Quelle: Der Westen, 30.4.2010
Das ist Thema in Der Westen.de. Am Beispiel der Hebamme Ulrike Michels wird die dramatische Situation freiberuflicher Hebammen dargestellt. Ein Fazit: Was eine Hebamme - gesellschaftlich gesehen - alles leiste, werde viel zu wenig honoriert, findet sie.
Quelle: Recklinghäuser Zeitung, 30.04.2010
So berichtet die Recklinghäuser Zeitung und verweist auf die 203-prozentige (!) Steigerung der Haftpflichtversicherung seit 2007. Erneut gibt die Castrop-Rauxelerin Ulrike Michels einen Einblick in die Berufssituation freiberuflicher Hebammen.
Lesen Sie hier mehr in der Recklinghäuser Zeitung
Quelle: Taz Bremen, 29.04.2010
Vollends unrentabel sei die Arbeit von Hebammen durch die Erhöhung der Haftpflichtprämie, stellt die Taz Bremen am 29.04.2010 fest. Extrem existenzbedrohend sei die Situation, äußern sich Bremer Hebammen und errechnen, dass sie vier Monate umsonst arbeiten müssten, um die gestiegene Prämie zahlen zu können. „Wir haben richtig Angst“, wird die Vorsitzende des Bremer Hebammenverbandes zitiert. Sie hofft auf den Erfolg der Online-Petition, um die Politik zum Handeln zu bringen.
Den ganzen Artikel der Taz Bremen finden Sie hier
Quelle: Münstersche Zeitung, 28.04.2010
Die Münstersche Zeitung berichtet, dass eine Delegation münsterscher Hebammen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler auf die dramatische existenzielle Situation aufmerksam gemacht habe.
Quelle: bildungsklick.de, 3.5.2010
So titelt bildungsklick.de. Das Bundesmodellprojekt „Pro Kind“ in Bremen, Niedersachsen und Sachsen weist laut dpa positive Effekte auf die kognitive Entwicklung der Kinder nach, wenn ihre Mütter bereits während der Schwangerschaft von Hebammen oder Sozialpädagogen betreut werden. Bislang liegen die Daten von 150 Babys und deren Müttern vor.
Quelle: Frankfurter Rundschau, 27.04.2010
Die skandalösen Zustände in nordrhein-westfälischen Gefängnissen, von denen auch Hebammen berichten, sind derzeit weit verbreitetes Thema der Medien. Die Frankfurter Rundschau berichtet detailliert am 27.04.
Schwangere, die in Hand- und Fußfesseln entbinden müssen, bei der Geburt anwesende männliche Justizbeamte und die Praxis, Neugeborene direkt nach der Geburt von ihren Müttern zu trennen, das alles seien unmenschliche Verhältnisse, mit denen man den Grundstein für die nächste Generation von Straftätern lege, so Julia von Seiche, Vorsitzende des Aktionskomitees Kind im Krankenhaus. In NRW gibt es seit 2003 keine Mutter-Kind-Einrichtungen im geschlossenen Vollzug.
"Auch Frauen in Haft wollen gute Mütter sein", zitiert die Frankfurter Rundschau Angelika Josten, Vorsitzende des Verbandes der Hebammen in Nordrhein-Westfalen. Sie frage sich allerdings, so Angelika Josten weiter, wie das funktionieren solle, wenn Frauen schon in der Schwangerschaft wüssten, dass ihnen ihr Kind direkt nach der Geburt weggenommen werde.
Quelle: HNA. 25.04.2010
Auch in Hessen wird die Not der Hebammen verstärkt wahrgenommen. Die HNA berichtet darüber, dass Hebammen zunehmend in andere Berufsfelder wechseln, weil sie von der Geburtshilfe nicht mehr leben können. Die HNA lassen die Kasseler Hebamme Gabriele Kopp zu Wort kommen: Die aktuelle Situation führe dazu, dass es in Zukunft keine Hausgeburten und Geburten mit der eigenen Hebamme im Krankenhaus mehr geben könnte. Auch die Geburtshäuser seien betroffen. Die Landesvorsitzende Andrea Strube betont, angesichts der unsicheren Situation könne man vorerst nur noch bis 15. Dezember Beleggeburten anbieten.
Die geplante Steigerung der Prämien für die Berufshaftpflicht lassen sich laut Bericht der HNA nicht mit den tatsächlichen Leistungen der Versicherer begründen. Dirk Sinnemann von der Nürnberger Versicherungsgruppe berichtet, dass es in den vergangenen sieben Jahren nur einen Versicherungsfall einer freiberuflichen Hebammen bei ihnen gegeben habe. Die Nürnberger Versicherung hat einen Rahmenvertrag mit den Bund Freiberuflicher Hebammen Deutschlands (BfHD) abgeschlossen, der etwa 1000 Mitglieder zählt. Die geringe Schadensrate führt Sinnemann auf die intensive Eins-zu-eins-Betreuung zurück.
Die HNA hebt die Zwangssituation freiberuflicher Hebammen hervor: Da in Deutschland nur zwei Versicherer die Berufshaftpflichtversicherung für Geburtshelfer anböten - die Nürnberger Versicherungsgruppe und der Bayerische Versicherungsverband – sprächen Branchenkenner von kartellartigen Strukturen und kritisieren die hohen Prämien. Die Hebammen seien dem Diktat der Versicherer ausgeliefert.
Bei diesem Artikel ist es möglich, einen Kommentar zu hinterlassen.
Erfahren Sie mehr in der HNA.
Quelle: HNA online, 24.04.2010
In einem weiteren Artikel befasst sich die HNA mit der Situation im Kreisteil Hofgeismar. Der Bericht zeigt: Die Befürchtungen der Hebammenverbände sind begründet. In Hofgeismar würden einige Hebammen künftig keine Betreuung bis zur Geburt mehr anbieten können. Die Versicherungskosten zur Abdeckung von Geburtsrisiken überstiegen den Verdienst.
Auch hier kann kommentiert werden. Vielleicht eine gute Möglichkeit zur Meinungsäußerung.
Lesen Sie die Nachricht in der HNA.
Quelle: NDR online, 23.04.2010
In Schleswig-Holstein wird die Existenzbedrohung der Hebammen zum Thema. Der NDR widmet sich auf seiner Website diesem Problem und stellt fest: „Freiberuflichkeit rechnet sich für viele Hebammen kaum noch.“ Schon jetzt würden in manchen Kreisen dringend Hebammen gesucht. Die massive Steigerung der Prämien für die Berufshaftpflicht wird dieses Problem in Zukunft verschärfen. Die Vorsitzende des Landesverbandes, Margret Salzmann, betont, es werde zu noch größeren Engpässen in der Versorgung durch Hebammen kommen.
Laut Informationen des NDR will sich das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben um die Situation der Hebammen im Land kümmern. Es würden Gespräche mit den Beteiligten geführt, sagte ein Sprecher. Diskutiert wird eine Anpassung der Gebührenverordnung, um das Gehalt von Hebammen zu verbessern. Hoffentlich wird nicht nur diskutiert...
Hier geht's zum Artikel unter NDR online.
Quelle: Sueddeutsche Zeitung 21.04.2010
Die Bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) fordert ein Recht auf geheime Geburt für werdende Mütter, die ihre Kinder nicht haben wollen, so berichtet die Online-Ausgabe der Sueddeutsche Zeitung vom 21.04.2010. Mütter sollen ihr Kind im Krankenhaus zur Adoption freigeben können, das Kind solle erst mit 16 Jahren erfahren können, wer die leibliche Mutter ist. Auch Geburten, bei denen die Kinder die Identität der Eltern ein Leben lang nicht erfahren, will Merk ebenfalls ermöglichen, allerdings lediglich in Ausnahmefällen.
Lesen Sie mehr in der Sueddeutschen Zeitung.
Quelle: Rheinische Post 22.04.2010
Kaiserschnitte sind beliebt, stellt die Rheinische Post am 22.4.10 fest. In Deutschland kommt mehr als jedes dritte Kind nicht mehr auf natürliche Weise zur Welt. Im Interview mit Prof. Klaus Vetter, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, werden die Risiken der Kaiserschnittgeburt thematisiert.
Lesen Sie den Bericht der Rheinischen Post.
Die existenzielle Bedrohung des Hebammenberufs – ein Thema, das sich derzeit vielfältig in den Medien findet. Gut so, denn so wird die Öffentlichkeit auf die existenzbedrohende Schieflage zwischen der verantwortungsvollen Hebammentätigkeit und den dramatisch steigenden Haftpflichtprämien bei niedriger Entlohnung aufmerksam gemacht und sensibilisiert. Verschiedene Medien haben in ihren Print- und/oder Onlineausgaben ausführlich berichtet und in Reportagen Hebammen zu Wort kommen lassen:
Hebammen in Existenznot: Haugeburten vor dem Aus?, so überschreiben die Lübecker Nachrichten ihren Beitrag und stellen am Beispiel der Lübecker Geburtshaus-Hebammen und einer fünffachen Mutter dar, dass eine Geburt zuhause oder in einem Geburtshaus bald der Vergangenheit angehören könnte. Abgerundet wird der Beitrag durch Stellungnahmen der Präsidentin Deutschen Hebammenverbandes, Martina Klenk, sowie dessen Pressesprecherin Dr. Edith Wolber. Unter dem Online-Artikel gibt es die Möglichkeit, Leserinnen-Kommentare zu verfassen. Eine gute Gelegenheit, Stellung zu beziehen.
Lesen Sie hier den Artikel in den Lübecker Nachrichten vom 19.04.2010.
In der Osthessen News vom 16.04.2010 wird unter dem Titel Müssen Frauen bald auf Hebammen verzichten? die Stellungnahme des Deutschen Hebammenverbandes veröffentlicht.
Der Internet-Auftritt www.lesben.org stellt in einem Eintrag vom 17.04.2010 die derzeitige Situation faktisch mit einem Berufsverbot für freiberufliche Hebammen gleich. Dort findet sich auch der Verweis auf eine neue Internet-Seite unter www.hebammenfuerdeutschland.de. „Hebammen für Deutschland“ ist eine neu gegründete Initiative, die für den Erhalt des Berufsstandes Hebamme kämpft.
Haftpflicht-Beiträge für Hebammen steigen rapide. „Da kommt ein Desaster auf uns zu: Viele Frauen werden in Zukunft keine Hilfe mehr von einer Hebamme bekommen können”, prognostiziert Ulla Kayser im Online-Auftritt Derwesten.de am 16.04.2010. Am Beispiel der freiberuflichen Hebamme im Geburtshaus Unna wird die aktuelle Situation umfassend beleuchtet und auf den Protest zum Welthebammentag am 5. Mai hingewiesen. Hier gibt die Kommentarfunktion die Möglichkeit zu Stellungnahmen.
Die Online-Ausgabe der Allgemeinen Zeitung Bad Kreuznach widmet sich in einem Artikel vom 20.04.2010 den veränderten Erfahrungen von Frauen und Hebammen. „Guter Hoffnung – doch voller Angst“, das sei der Gefühlszustand der Schwangeren in einer auf Perfektionismus ausgerichteten Gesellschaft. Die Rolle der Hebamme sei es, die Frauen zu ermutigen, Vertrauen zu sich selbst und den eigenen Gefühlen zu haben. Anlässlich des Internationalen Hebammentages lädt der Kreisverband am 8. Mai zu einem Sondergottesdienst ein. Vielleicht hilft es?!
Quelle: Rheinische Post, 17.04.2010
Die Rheinische Post kreiert ein positives Szenario unter „Schöne Welt: Familien-Hebamme soll auf Hausbesuch kommen“. Dieser Zustand soll jetzt in Leichlingen im Rheinland etabliert werden. Im Jugendhilfeausschuss wurde der Grundsatzbeschluss gefasst, eine Stelle für eine Familien-Hebamme einzurichten. Allerdings klagt der Jugendhilfeausschuss, es gäbe zu wenig Familien-Hebammen: Vielleicht kann Leichlingen vom Gegenteil überzeugt werden?
Lesen Sie hier den Artikel in der Rheinischen Post.
Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung, 16.04.2010
Die Ibbenbürener Volkszeitung für den Kreis Steinfurt berichtet über das neue Angebot der Psychologischen Beratungsstelle: die Familien-Hebamme als wesentliches Standbein der frühen Hilfe für Familien. Im Kreis Steinfurt sind neuerdings drei Familien-Hebammen im Einsatz.
Lesen Sie hier den Artikel in der Ibbenbürener Volkszeitung.
Quelle: B2B 09.04.2010, und open report.de 09.04.2010
Immer mehr Eltern lassen bei der Geburt ihres Kindes dessen Stammzellen einfrieren. Nabelschnurblut als Gesundheitsvorsorge, „es sei ein Geschäft mit der Angst,“ so wird Ellen Grünberg im Businessportal B2B und unter open-report.de zitiert. Auch sei die Entnahme des Nabelschnurblutes nicht ganz so unproblematisch, wie es die Einlagerer von Tiefkühl-Stammzellen darstellten.
Sie finden die Nachricht bei B2B und im Onlineportal open-report.de.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung verwirft Gesetzentwurf
Quelle: Ärzte Zeitung 02.03.2010
Wie die "Ärzte Zeitung" berichtet wird die schwarz-gelbe Bundesregierung die Entwürfe der großen Koalition für ein Präventionsgesetz nicht weiter verfolgen. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Fraktion erklärte der Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesgesundheitsministerium, Daniel Bahr (FDP), Union und FDP verfolgten stattdessen eine "nationale Präventionsstrategie".
Die Bundesregierung setze bei Präventionsprogrammen für Kinder, benachteiligte Jugendliche und Senioren auf die Angebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Der FDP-Gesundheitsexperte kündigt in dem Papier auch eine Langzeitstudie zur Präventionsforschung an, die 2012 beginnen soll.
Die SPD warf der Koalition Tatenlosigkeit beim Thema Prävention vor. Es gebe offensichtlich zu der vollmundig angekündigten Präventionsstrategie noch gar keine Planungen oder Aktivitäten, so der Vorwurf der SPD.
Lesen Sie hier den Artikel in der Ärzte Zeitung
Quelle: Boston Globe 13.01.2010
In China entbindet inzwischen fast die Hälfte aller Schwangeren per Kaiserschnitt. Das ist die höchste Rate weltweit, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Der Anstieg medizinisch unnötiger Schnittentbindungen in Asien und Lateinamerika setze die Gesundheit der Mütter aufs Spiel, hieß es in einem in der Online-Ausgabe des Fachmagazins „Lancet“ veröffentlichten WHO-Bericht. Die Kaiserschnitt-Raten hätten in vielen Ländern weltweit „epidemische Ausmaße“ erreicht.
Der Studie zufolge wurden bei fast 110.000 Geburten in neun asiatischen Ländern 27 Prozent der Schwangeren per Kaiserschnitt entbunden. Zum Teil gehe die Initiative dabei von den Krankenhäusern aus, die mit Schnittentbindungen mehr Geld verdienen könnten als mit natürlichen Geburten. In China sei ein Viertel aller derartigen Entbindungen medizinisch unnötig gewesen.
Lesen Sie hier den ungekürzten Artikel im englischen Original.
11.12.2009
Im letzten Jahr startete an der Fachhochschule Osnabrück der bundesweit erste Bachelorstudiengang Midwifery (Hebammenwesen), ein Meilenstein bei der Akademisierung des Berufsfeldes Hebamme. In diesem Wintersemester ist jetzt die bundesweit erste Professorin für Hebammenwissenschaft an der FH Osnabrück berufen worden: Dr. Claudia Hellmers.
Langjährige Erfahrung im Hebammenwesen
Auf 20 Jahre Erfahrung im Hebammenwesen kann Prof. Dr. Claudia Hellmers heute zurückblicken. Nach ihrem Examen 1989 nahm sie ihre Tätigkeit als Hebamme auf und begann zudem 1997 ein Studium der Pflegepädagogik in Münster, das sie 2001 abschloss. Zur selben Zeit begann sie an einer Hebammenschule zu lehren. Von 2002-2005 forschte sie im Rahmen ihrer Promotion im DFG-Graduiertenkolleg "Integrative Kompetenzen und Wohlbefinden" an der Universität Osnabrück zum Thema Wunschkaiserschnitt.
Vor ihrer Berufung als Professorin arbeitete sie in Forschungsprojekten im Verbund Hebammenforschung und in der Hochschullehre. Mit ihrer neuen Stelle an der Fachhochschule Osnabrück schließt sich für Claudia Hellmers ein Kreis: "Ich habe alle Seiten des deutschen Hebammenwesens kennen und schätzen gelernt. Die tägliche Arbeit der Hebamme genauso wie ihre Ausbildung."
Gestiegene Anforderungen an Hebammen
An der Fachhochschule Osnabrück möchte sie ihre Erfahrungen aus Praxis, Forschung und Lehre nutzen, um die Entwicklung des Hebammenwesens in Deutschland hin zu einer Wissenschaft weiter zu begleiten. Sie weiß aus eigener Erfahrung, welche Anforderungen heute an Hebammen gestellt werden und dass die Ausbildung an den Hebammenschulen heute allein nicht mehr ausreicht, um die angehenden Hebammen auf ihre Arbeit vorzubereiten: "Hebammen benötigen ein erweitertes Kompetenzprofil, um ihrer Verantwortung weiterhin gerecht zu werden.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Friederike zu Sayn Wittgenstein, die Studiengangsbeauftragte des Programms Midwifery und Professorin für Pflege- und Hebammenwissenschaft ist, engagiert sich Prof. Dr. Claudia Hellmers in Zukunft an der Fachhochschule Osnabrück für die Akademisierung und Professionalisierung des Hebammenwesens. "Die Bildungssackgasse muss aufgehoben und die internationale Anschlussfähigkeit endlich erreicht werden". Beide wünschen sich, dass in Zukunft viele Hebammen studieren werden und es bald noch mehr Hebammenprofessorinnen in Deutschland geben wird.