VerbandFortbildungAusbildungFamilienhebammeElterninformationPresseLinks

PRESSE

Der Hebammenverband Nordrhein-Westfalen ist für alle Medienvertreter Ansprechpartner im Bereich Geburtshilfe und Hebammentätigkeit. Hier finden Sie Kontaktadressen, Pressemitteilungen, Bilder und einen Pressespiegel.

Pressespiegel - Archiv

Nichts ist älter als eine Nachricht von gestern? Was uns gestern beschäftigt hat, muss heute nicht überholt sein - deshalb archivieren wir.

 

Übersicht:

Frühchen brauchen nackte Haut und rote Lippen

Kein Vertrag für Schwangeren-Impfstoff

Gebären: besser ohne Arzt

Schweinegrippe: Was tun, wenn sich Hebammen einer Klinik nicht impfen lassen?

Herbststurm der Hebammen - Presssenachlese 

Niedrige Geburtenrate - besonders bei Akademikerinnen

Männer - Großer Bogen um den Kreißsaal?

Kinderschutzgesetz gescheitert

Willkür bei Spätabtreibungen

Gesundheitsfachberufe an der Universität

Zahlreiche Gendefekte bei frühen Embryonen könnten Fehlgeburten erklären

Kleine Fahne, große Aufmerksamkeit - die Aktionswoche im Spiegel der Presse

Hausgeburt so sicher wie im Spital

Anteil der Kaiserschnitt-Geburten steigt

Abtreibungen auf dem niedrigstem Stand seit 1996

Kosten für künstliche Befruchtung müssen bei Frauen über 40 nicht übernommen werden

Familienministerin für finanzielle Unterstützung bei künstlicher Befruchtung

Familienreport 2009 vorgestellt

Nobel-Stiftung unter Korruptionsverdacht

Frühchen brauchen nackte Haut und rote Lippen

Der Aufbau der Mutter-Kind-Beziehung gestaltet sich bei den Winzlingen oft schwierig

Quelle: Berliner Zeitung 2.12.09

Birgitta vom Lehn

Knapp 60000 Babys kamen in Deutschland im vergangenen Jahr zu früh zur Welt, jedes fünfte davon vor Ablauf der 32. Schwangerschaftswoche. Auf Intensivstationen kämpfen die Winzlinge ums Überleben. Dank moderner Apparatemedizin gelingt es zwar immer häufiger, auch sehr junge Frühchen mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm durchzubringen -allerdings mit der Folge, dass immer mehr Kinder chronische Beeinträchtigungen davon tragen und die Entwicklung der Eltern-Kind-Bindung leidet.

Frühgeburten neue Aufgabe der Sozialpädiatrie

Neben Krebs und Diabetes zählt daher vor allem die Frühgeburt zu den neuen Aufgaben der Sozialpädiatrie -einer Disziplin, die der Münchner Kinderarzt Professor Theodor Hellbrügge in den 60er Jahren an der dortigen Universität begründet hatte mit dem Ziel, körperlich und geistig behinderte Kinder optimal zu fördern.

Hohe Frühchenrate in den Industriestaaten


Die Moderne hat den Kreissaal eingeholt: Mehrlingsschwangerschaften, Alkohol- und Tabakgenuss, Diabetes, Bluthochdruck oder ein sehr junges oder sehr hohes Alter der Mutter machen Experten für die seit einiger Zeit sehr hohe Frühchenrate in den Industriestaaten verantwortlich. Folglich hängen die Winzlinge an Drähten und Schläuchen, atmen in den Intensivbettchen Desinfektionsgerüche ein und entwickeln nicht selten zur Krankenschwester eine engere Beziehung als zur eigenen Mutter.

Bindung zentral für ein glückliches Leben

"Wir haben es hier mit zwei Hochrisikogruppen zu tun: den Kindern und ihren Eltern", erklärte Sabine Nantke, Ärztliche Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums des Vivantes Klinikums in Berlin-Friedrichshain. 30 Prozent der Frühchen-Mütter entwickeln depressive Verstimmungen, auch die Väter seien oft "sehr betroffen".

Es sei daher wichtig, so Sabine Nantke, von Anfang an auch Psychologen und Psychiater im frühgeburtlichen Team zu haben, die sich speziell um die Eltern und deren Nöte kümmerten. Denn eine gute Bindungs- und Beziehungsfähigkeit sei "das wichtigste Kriterium, glücklich zu sein im Leben". Auch für die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten, "fürs optimale Lernen", sei die Beziehungsfähigkeit des Kindes notwendig.

Schock der Eltern stört Umgang mit dem Kind

Wie schwierig es aber gerade für die Eltern von Frühgeborenen ist, sich ihrem Kind feinfühlig zu nähern, führte Nantke anhand einer videogestützten Mikroanalyse vor: Viele Mütter, so war in den Einspielungen zu sehen, reagierten wenig feinfühlig. Manche scheuten geradezu den Kontakt mit dem Kind, wirkten distanziert und ängstlich.

Der Schock der Frühgeburt, die Sorge ums Überleben des intensiv behandelten Baby-Patienten sitzt tief und verhindert den intuitiven Umgang, erklärte Nantke. Frustrierend sei es zudem für die Eltern, wenn sie ihr Kind liebevoll streicheln und küssen wollen, die Babys sich aber nur zappelnd wegdrehen und schreien. Auch seien die Bedürfnisse der Babys oft sehr verschieden: Manche Frühchen wollen permanent geschaukelt, andere nur still gehalten werden.

Beziehungsaufbau durch Hautkontakt

"Für die Eltern ist es schwierig, Kontakt aufzubauen, denn die Kinder zeigen nur selten einen zufriedenen Wachzustand." Nantke empfiehlt reichlich Haut -"unter einer Stunde zählt nicht" -und intensiven Blickkontakt, den man am besten durch eine ausgeprägte Mimik mit geschminkten Lippen, Wangen und Augen unterstreicht: Die Babys könnten die Gesichtszüge dann besser fokussieren. Auch sollten Krankenschwestern die Babys möglichst nicht in Abwesenheit der Eltern wickeln und waschen, sondern gemeinsam mit ihnen, da sich so eine natürliche Möglichkeit der Beziehungsanbahnung biete.

Dokumentationsbogen für Ärzte, Hebammen und Therapeuten


Damit Bindungs- und Beziehungsstörungen von Frühchen aber auch außerhalb der Klinik nicht aus den Augen verloren gehen, hat die Berliner Ärztin einen Dokumentationsbogen für das erste Lebensjahr entwickelt, den neben Kinderärzten auch Hebammen, Pädagogen und Therapeuten nutzen können. Er ist ab Mitte Dezember auf der Website www.IntraActPlus.de abrufbar.

"Es ist wichtig, dass nicht nur Kinderärzte, sondern auch Therapeuten und Hebammen auf mögliche Beziehungsstörungen achten, sie sehen die Kinder ja meist häufiger", betonte Nantke.

Professionelle Unterstützung hilft

Dass professionelle Unterstützung bei der Bindungsentwicklung gerade für Frühchen-Eltern wichtig ist, beweist eine Studie, die Karl-Heinz-Brisch vorstellte. Der Leiter der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik der LMU München untersuchte in einer Stichprobe 79 Frühchen, die mit einem Geburtsgewicht von maximal 1500 Gramm zur Welt gekommen waren und deren Eltern gleich nach der Geburt psychotherapeutische Unterstützung erhalten hatten. Trotz der "durch die Intensivpflege traumatisierten Kinder" und obwohl auch ein Drittel der Mütter Anzeichen einer Traumatisierung gezeigt hätte, seien im ersten Lebensjahr 60 Prozent der Babys "sicher gebunden" gewesen und damit annähernd so viele wie bei Reifegeborenen. "Das ist eine ganz wichtige Botschaft für Eltern", unterstrich Brisch. Denn es zeige, dass Frühchen nicht zwangsläufig Beziehungsstörungen entwickeln.

Sechs Jahre später hätten allerdings 47,8 Prozent ein "vermeidendes" Bindungsverhalten gezeigt. Brisch führt das darauf zurück, dass einige Eltern in der Zwischenzeit "zwar sehr viel mit ihren Kindern geübt hatten, aber dafür nicht mehr so feinfühlig mit ihnen umgegangen waren". Der Bindungsforscher betrachtet das Ergebnis als Bestätigung dafür, dass viel Sprachtherapie und Krankengymnastik allein nicht ausreichen. "Wenn man Frühgeborene fördern will, gerade auch kognitiv, müssen sie sicher gebunden sein. Bindungssichere Kinder haben eine bessere körperliche und neurologische Entwicklung."

Kein Vertrag für Schwangeren-Impfstoff

Quelle: dpa,  27.11.2009

Der Liefervertrag für einen Schweinegrippe- Impfstoff speziell für Schwangere in Deutschland ist noch nicht unterschrieben. Die Abstimmung mit den Bundesländern sei noch im Gange, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage mit.

«Wir hoffen, dass der Impfstoff im Dezember zur Verfügung steht», sagte der zuständige Abteilungsleiter Heinz Fracke.

Für die Impfung Schwangerer sollen 150 000 Dosen eines Impfstoffs ohne Wirkstoffverstärker bei einem australischen Hersteller bestellt werden. Das sollte ursprünglich bis Ende November geschehen. Thüringen hat derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz.

"Das Ziel Monatsende für die Vertragsunterzeichnung haben wir noch nicht aus den Augen verloren", sagte Fracke. Er betonte, dass der Impfstoff ohne verstärkende Stoffe (Adjuvanzien) ausschließlich für Schwangere zur Verfügung stehe, nicht aber für Kinder oder Allergiker. Das gelte auch für Menschen, die nachweislich unter Allergien gegen die Zusatzstoffe Thiomersal und Formaldehyd leiden. Diese sind im herkömmlichen Impfstoff "Pandemrix" enthalten, von dem die Bundesländer 50 Millionen Dosen bestellt haben.

In einem vom Ministerium im Internet veröffentlichten Aufklärungsmerkblatt heißt es allerdings ausdrücklich, Personen mit bekannter starker Überempfindlichkeit gegen diese Stoffe dürften mit "Pandemrix" nicht gespritzt werden.

Schweinegrippe: Was tun, wenn sich Hebammen einer Klinik nicht impfen lassen?

Quelle: Ärzte Zeitung online, 10.11.2009

NEU-ISENBURG (eb). Wie soll man verfahren, wenn sich Hebammen eines Krankenhauses nicht gegen Schweinegrippe oder Influenza impfen lassen? Kreißsaal schließen? Mundschutz verordnen? Das fragt der Neonatologe Professor Volker Loevenich auf unserer Internetseite.

Der ehemalige Leiter der Abteilung für Neonatologie am Universitäts-Klinikum in Frankfurt am Main möchte zudem wissen: Was ist zu tun, wenn auf der Wöchnerinnen-Station eine Wöchnerin nachweislich Schweinegrippe hatte und die Pflegerinnen alle nicht geimpft sind? Abteilung schließen?

Dr. Jan Leidel von der Ständigen Impfkommission (STIKO) sagt dazu: "Ich habe die Hoffnung auf Einsicht bei den meisten Menschen noch nicht aufgegeben. Vielleicht hilft ja ein aufklärendes, an die Verantwortung des Personals gegenüber den Patientinnen erinnerndes Gespräch in vielen Fällen doch."

Nach Angaben des ehemaligen Leiters des Kölner Gesundheitsamts wird in NRW der Gesundheitsminister auf den Rat einer Expertengruppe hin ein Schreiben an alle Kliniken und andere medizinische Einrichtungen richten, in dem nochmals an eben diese Verantwortung erinnert wird: "Ich halte das insbesondere aus Gründen der Verantwortung nicht nur gegenüber der eigenen Person, sondern gerade auch gegenüber den Patientinnen, Patienten sowie den Pflege- und Hilfebedürftigen in Krankenhäusern und sonstigen stationären Einrichtungen für unvertretbar." Und abschließend schreibt der Minister: "Es kann persönliche Gründe geben, die gegen eine Impfung sprechen. Dann muss medizinisches Personal, das nicht geimpft ist, verpflichtet werden, bei der Ausübung seines Dienstes besondere persönliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen."

"Sicher kontraproduktiv wäre es, medizinische Einrichtungen, gerade in einer derartigen Situation, in der ja viele von ihnen in besonderem Maße benötigt werden, zu schließen", betont das STIKO-Mitglied Leidel.

Gebären: Besser ohne Arzt

Quelle: TAZ Nord 16.11.09

Eine Studie der Fachhochschule Osnabrück zeigt, dass ein von Hebammen geleiteter Kreißsaal eine Alternative zum üblichen Modell ist: Die Kaiserschnittraten sinken und die Zufriedenheit der Frauen steigt.

von Eiken Bruhn

Kreißsäle, zu denen Ärzte keinen Zutritt haben, sind besser für Mutter, Vater und Kind. So würden es die Wissenschaftlerinnen im Verbund Hebammenforschung an der Fachhochschule Osnabrück nie ausdrücken, aber ihre Forschungsergebnisse legen diesen Schluss nahe.

Hoffnung auf 'natürlichere' Geburten

Seit 2004 untersucht das Team unter Leitung der Gesundheitswissenschaftlerin Friederike zu Sayn-Wittgenstein, wie der so genannte hebammengeleitete Kreißsaal Geburten beeinflusst. Zehn davon gibt es mittlerweile an deutschen Kliniken, der erste wurde 2003 in Bremerhaven eröffnet, weitere folgten in Hamburg-Barmbek, Hamburg-Harburg und Osnabrück.Die Fürsprecherinnen hofften, dass wie in Dänemark und anderen Ländern, die das Modell schon eingeführt haben, die Kaiserschnittraten sinken und die Geburten "natürlicher"verlaufen würden als in ärztlich geleiteten Kreißsälen.

Vergleichsstudie vorgstellt

Dass die hohen Erwartungen erfüllt wurden, konnte Professorin Sayn-Wittgenstein jetzt bestätigen. Am Donnerstag präsentierte sie in Osnabrück vor rund 180 Expertinnen aus sieben europäischen Ländern und den USA erste Ergebnisse einer Vergleichsstudie zwischen beiden Kreißsaal-Modellen. Teilgenommen haben 238 Frauen, die in der Klinik einer norddeutschen Großstadt entbunden hatten.

Hatte dabei ein Arzt das Sagen, endeten 12,3 Prozent der Geburten mit einem Kaiserschnitt. War die Hebamme verantwortlich, waren es nur 5,4 Prozent. Im Bundesdurchschnitt kommt jedes dritte bis vierte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Die dagegen sehr niedrige Rate in der Studie kommt dadurch zustande, dass nur die Daten von Frauen mit einem niedrigen Komplikationsrisiko verwendet werden konnten.

Geburt wird positiver erlebt

Außerdem zeigte sich, dass die Geburt im Hebammenkreißsaal das Stillen erleichtert: Sieben Tage nach der Geburt bekamen 87,8 Prozent der Neugeborenen ausschließlich Muttermilch, im Vergleich zu 67 Prozent in der Vergleichsgruppe. Und: 62,2 Prozent der Frauen sagten, sie hätten die Geburt als positiv erlebt, das konnten im ärztlich geleiteten Kreißsaal nur noch 47,8 Prozent behaupten.

Weniger Komplikationen rechnen sich auch volkswirtschaftlich

Ob sich der Hebammen-Kreißsaal für die Kliniken lohnt, wird in Osnabrück in einer Kosten-Nutzen-Analyse ebenfalls untersucht. Dabei gehe es nicht um eine Gegenüberstellung von Zahlen, sondern von Kosten und Qualität, erklärt Nina Knape, im Forschungsverbund für den ökonomischen Teil verantwortlich. Berücksichtigt werden müsse, dass im Hebammenkreißsaal keine Arztkosten anfallen, dafür aber die für eine Eins-zu-Eins-Betreuung durch eine Hebamme. Und: "Die normale Geburt dauert ihre Zeit", sagt Knape. Die bekommen die Frauen im Hebammenkreißsaal, weil die Geburt nicht durch medizinische Interventionen verkürzt wird.

Für entscheidend hält die Hebamme und Diplom-Kauffrau Knape die Frage, wie sich der Hebammenkreißsaal auf das Wohlbefinden von Müttern und Kindern auswirkt. "Langfristig kann sich das für eine Volkswirtschaft lohnen, weil es nach der Geburt weniger Komplikationen gibt und die Frauen gesünder sind."

Kliniken profitieren

Und profitieren würden offenbar auch die Kliniken, die zunehmend die beiden Alternativen anbieten - ohne dass dafür extra Anreize geschaffen werden müssen. Zum einen blieben ihnen die guten und erfahrenen Hebammen erhalten. Zum anderen könnten sie mit dem Zusatzangebot um die werdenden Mütter werben, die zwar die Sicherheit einer Klinik suchen - nur zwei Prozent gebären nicht dort - gleichzeitig aber bedürfnisorientierter betreut werden wollen als in deutschen Kreißsälen üblich. Dass auch Frauen ein großes Interesse daran haben, dass sich etwas ändert, beweist die Rücklaufquote der Studie: Die ist mit 83,2 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Hebammenforschung


Die Fachhochschule Osnabrück ist Zentrum der deutschen Hebammenforschung und mit den Universitäten Bremen und Osnabrück wichtige Impulsgeberin für die Weiterentwicklung der Geburtshilfe.

 Eine Kernforderung ist die Verbesserung der Hebammen-Ausbildung, das heißt die Anbindung an die Wissenschaft, wie sie auch für ErzieherInnen gefordert wird. Den ersten Schritt hat die Fachhochschule getan: Seit 2008 bietet sie den bundesweit einmaligen "Bachelor of Science in Midwifery" an.

In einer vom Bund geförderten Studie der FH zum Hebammenkreißsaal werden derzeit die Daten von 1.240 Geburten ausgewertet.

 

Schweinegrippe: Was tun, wenn sich Hebammen einer Klinik nicht impfen lassen?

Quelle: Ärzte Zeitung online, 10.11.2009

NEU-ISENBURG (eb). Wie soll man verfahren, wenn sich Hebammen eines Krankenhauses nicht gegen Schweinegrippe oder Influenza impfen lassen? Kreißsaal schließen? Mundschutz verordnen? Das fragt der Neonatologe Professor Volker Loevenich auf unserer Internetseite.

Der ehemalige Leiter der Abteilung für Neonatologie am Universitäts-Klinikum in Frankfurt am Main möchte zudem wissen: Was ist zu tun, wenn auf der Wöchnerinnen-Station eine Wöchnerin nachweislich Schweinegrippe hatte und die Pflegerinnen alle nicht geimpft sind? Abteilung schließen?

Dr. Jan Leidel von der Ständigen Impfkommission (STIKO) sagt dazu: "Ich habe die Hoffnung auf Einsicht bei den meisten Menschen noch nicht aufgegeben. Vielleicht hilft ja ein aufklärendes, an die Verantwortung des Personals gegenüber den Patientinnen erinnerndes Gespräch in vielen Fällen doch."

Nach Angaben des ehemaligen Leiters des Kölner Gesundheitsamts wird in NRW der Gesundheitsminister auf den Rat einer Expertengruppe hin ein Schreiben an alle Kliniken und andere medizinische Einrichtungen richten, in dem nochmals an eben diese Verantwortung erinnert wird: "Ich halte das insbesondere aus Gründen der Verantwortung nicht nur gegenüber der eigenen Person, sondern gerade auch gegenüber den Patientinnen, Patienten sowie den Pflege- und Hilfebedürftigen in Krankenhäusern und sonstigen stationären Einrichtungen für unvertretbar." Und abschließend schreibt der Minister: "Es kann persönliche Gründe geben, die gegen eine Impfung sprechen. Dann muss medizinisches Personal, das nicht geimpft ist, verpflichtet werden, bei der Ausübung seines Dienstes besondere persönliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen."

"Sicher kontraproduktiv wäre es, medizinische Einrichtungen, gerade in einer derartigen Situation, in der ja viele von ihnen in besonderem Maße benötigt werden, zu schließen", betont das STIKO-Mitglied Leidel.

Herbststurm der Hebammen - Pressenachlese

Der bundesweite Aktionstag am 21.09. unter dem Motto 'Herbststurm der Hebammen' ist auf ein breites und vielfältiges Echo gestoßen. Bereits im Vorfeld finden sich Ankündigungen des Protests mit den einschlägigen Fakten zur Situation von Hebammen:

Hamburger Abdendblatt

Südkurier.de

AZ-web.de

Etliche regionale und überregionale Medien erwähnen  in kurzen Notizen und Berichten verschiedene Aktionen:

Westdeutsche Zeitung Newsline

SWR.de

ka-news.de

HR-Online berichtet ausführlich über die Proteste in Hessen und nennt die zentralen Mißstände und Forderungen. Das Westfalen-Blatt bringt eine Reportage über eine selbstständige Hebammen, in dem ausführlich die schwierigen Arbeitsbedingungen und das geringe Honorar zur Sprache kommen.

Niedrige Geburtenrate - besonders bei Akademikerinnen

Quelle: tagesschau.de, 30.07.2009

Erhebung des Statistischen Bundesamtes

Westdeutsche Akademikerinnen am häufigsten ohne Kinder

In Deutschland gibt es immer mehr Frauen, die keine Kinder bekommen. Dies geht vor allem auf die niedrige Geburtenrate bei den Frauen Mitte 40 zurück, erklärte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, bei der Vorstellung des Mikrozensus 2008. Dabei hatten die Statistiker zum ersten Mal 260.000 Frauen zwischen 15 und 75 Jahren nach ihrer Kinderzahl befragt. Der Erhebung zufolge sind unter den Frauen zwischen 40 und 44 Jahren 21 Prozent kinderlos. In einer Vergleichsgruppe von 50- bis 54-Jährigen waren es nur 16 und bei den 60- bis 64-Jährigen zwölf Prozent.

Akademikerinnen in Westdeutschland an der Spitze

Einen deutlichen Unterschied gibt es dabei zwischen Frauen in Ost- und Westdeutschland. Während von den 40- bis 75-jährigen Frauen in den westlichen Bundesländern 16 Prozent keine Kinder haben, sind es im Osten nur acht Prozent. Anders als im Osten bestehe in Westdeutschland zudem ein Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Kinderlosigkeit, sagte Egeler weiter. Je höher der Bildungsstand, desto häufiger sei eine Frau kinderlos. Besonders hoch war der Anteil der Kinderlosen danach unter den westdeutschen Akademikerinnen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren. Er lag bei 28 Prozent. Bei den ostdeutschen Frauen mit akademischem Grad betrug dieser Anteil lediglich 11 Prozent.

Zugewanderte Frauen haben mehr Kinder

Vergleiche man den Anteil der Kinderlosigkeit unter in Deutschland geborenen Frauen mit dem von Zuwanderinnen sei offensichtlich, dass Frauen mit Migrationshintergrund häufiger ein oder mehrere Kinder bekämen, sagte Egeler. Von den 35- bis 44- jährigen haben nur 13 Prozent keine Kinder, bei den in Deutschland geborenen Frauen ist dagegen jede vierte kinderlos.

Einen weiteren Unterschied gibt es zwischen Städten und ländlichen Regionen: Bei den zwischen 1974 bis 1983 geborenen Frauen haben 62 Prozent keine Kinder. In ländlichen Regionen sind es nur 47 Prozent. Und obwohl der Anteil der in einer Ehe oder Lebenspartnerschaft lebenden Mütter über mehrere Jahrgänge hinweg sehr hoch sei, zeige die Umfrage auch, dass der Anteil der ledigen Mütter zunehme. Während 2008 unter den 60- bis 75-Jährigen nur rund ein Viertel der Mütter ledig waren, lag der Anteil der ledigen Mütter bei den 40- bis 49-Jährigen bereits bei einem Drittel.

Der Mikrozensus gilt als die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa. Für diese Studie wurden den Angaben zufolge 2008 alle Frauen im Alter zwischen 15 und 75 Jahren gefragt, ob sie Kinder geboren haben und wenn ja, wie viele. Die Angaben waren freiwillig.

Entweder Kinder oder Beruf?

Aus Sicht von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dokumentieren die Zahlen, dass die Politik in den vergangenen Jahrzehnten zu zögerlich auf sich ändernde Lebensverhältnisse reagiert hat. ''Höhere Bildung und Kinder, das war in Westdeutschland viel zu lange für Frauen unvereinbar'', sagte sie. Es müsse sich ändern, dass sich Frauen entweder gegen den Beruf oder gegen Kinder entscheiden müssen.

Eine Vergleichsstudie des Rostocker Max-Planck-Instituts für Demografische Forschung unter rund 5500 Probanden in Deutschland, Frankreich, Bulgarien und der Russischen Föderation ergab zudem, dass Männer als Familienernährer bei der Entscheidung deutscher Frauen für ein Kind offenbar nicht mehr ausschlaggebend sind. In allen Ländern war für die Frauen die eigene Berufstätigkeit das entscheidende Kriterium beim Kinderwunsch.

Männer - Großer Bogen um den Kreißsaal?

Quelle: repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Baby und Familie", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.150 Personen ab 14 Jahren, darunter 1.041 Männer und 1.109 Frauen.

Umfrage: Einige Männer fürchten, dass sich das gemeinsame Geburtserlebnis negativ auf das spätere Sexualleben auswirken könnte

Dass Männer ihre schwangeren Partnerinnen mit in den Kreißsaal begleiten, ist in Deutschland heutzutage schon fast zu einer Selbstverständlichkeit geworden - die werdenden Väter wollen ihren Frauen beistehen, außerdem will sich kaum einer die Geburt des gemeinsamen Kindes entgehen lassen. Es gibt allerdings immer noch Männer, die doch lieber nicht beim Gebären dabei wären. Bei weit mehr als zehn Prozent der deutschen Männer (13,5 %) hält sich laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von "BABY und Familie" fest die Meinung: "Wenn der Mann bei der Geburt dabei ist, wirkt sich das negativ auf das spätere Sexualleben aus." Auch bei denen, die es wohl aus eigener Erfahrung wissen - Frauen und Männer, die bereits eigene Kinder haben -, stimmt immerhin jeder/jede Achte (12,3 %) der Aussage zu: Das gemeinsame Geburtserlebnis ist nicht unbedingt gut fürs weitere Liebesleben.

Kinderschutzgesetz gescheitert - Gegenseitige Schuldzuweisungen in der Koalition

Quelle: Welt online 01.07.09

Es hatte ein Gesetz zum besseren Schutz der Kinder werden sollen. Ein Gesetz, um Fälle wie die von Kevin und Lea-Sophie künftig zu verhindern. Doch am Montagabend scheiterte der Versuch der großen Koalition, sich auf einen entsprechenden Entwurf zu einigen. Nun schieben sich CDU und SPD gegenseitig die Schuld zu. (...)

Tatsächlich hat der nun gescheiterte Versuch, den Kinderschutz zu verbessern, einen Vorlauf von anderthalb Jahren. Auf dem Kindergipfel im Dezember 2007 einigten sich die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ein Paket von Maßnahmen zum Kinderschutz. (...)

Ein vom Bundesfamilienministerium erarbeiteter Gesetzentwurf zum Kinderschutz sah denn auch vor, die Mitarbeiter des Jugendamts zu verpflichten, gefährdete Kinder selbst in Augenschein zu nehmen. In einem weiteren Punkt sollten Ärzte und andere "Berufsgeheimnisträger" künftig die Befugnis erhalten, bei Verdacht auf eine Gefährdung des Kindeswohls das Jugendamt zu informieren - auch ohne Zustimmung der Eltern. Nach bisheriger Rechtslage dürfen sie dies nur, wenn eine akute, nicht anders abwendbare Gefahr für das Kind erkennbar ist.

Lesen Sie hier den ungekürzten Artikel.

 

Willkür bei Spätabtreibungen

Quelle: Spiegel online 23.06.2009

Anke Rohde, 55,  Professorin für Gynäkologische Psychosomatik an der Universitätsfrauenklinik Bonn kritisiert die willkürliche Handhabung von Spätabtreibungen. Grundsätzlich regelt ein bundesweites Gesetz, dass die Abtreibung nach der 13. Schwangerschaftswoche bis kurz vor der Geburt bei einer medizinischen Indikation möglich ist. Ob eine medizinische Indikation gegeben ist, liegt im Ermessen des Arztes. Dabei - so Rohde - spielten religiöse und weltanschauliche Ansichten ebenso wie regionale Gegebenheiten eine entscheidende Rolle: 

"Es gibt keine einheitlichen Kriterien. (...) Das Fatale daran ist: Es wird völlig willkürlich, ob eine Frau den gesetzlichen Spielraum nutzen kann oder nicht."

Sie fordert daher eine neutral und inidviduelle Beratung am besten in spezialisierten Zentren, die die Indikation stellen und die Abbrüche durchführen:

"Die Politik müsste dafür sorgen, dass im Sinne der Gleichbehandlung Frauen in allen Regionen Zugang zu diesen Eingriffen haben. Zum Beispiel, indem nur wenige hochqualifizierte Zentren diese spezielle Diagnostik durchführen dürfen, die dann auch offiziell zuständig sind für die Indikationen und die Abbrüche. Das setzt voraus, dass diese Zentren neutral geführt werden. Die Kollegen dort dürfen als Maßstab nur die körperliche und seelische Gesundheit der Frau sehen, so wie es das Gesetz verlangt, und nicht eine Weltanschauung."

Hier können Sie das ungekürzte Interview lesen.

Gesundheitsfachberufe an der Universität

Gesetzesänderungen machen Studium in Modellversuchen möglich

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit www.bmg.bund.de

Der Bundestag hat heute die Änderung der Berufsgesetze der Hebammen,
Logopäden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten beschlossen. Mit den
Änderungen werden Modellklauseln eingeführt, die es den Ländern erlauben für diese vier genannten Ausbildungsberufe, eine universitäre Ausbildung probeweise einzuführen.

Dazu sagt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für
Gesundheit Rolf Schwanitz: „Wir haben die Initiative der Länder
aufgegriffen und den Gesetzentwurf erweitert. Es ist so gelungen, die
Modellklauseln zu präzisieren und darin festzulegen, in welchem Umfang
von der bisherigen Ausbildung abgewichen werden darf. Mit dem
vorliegenden Gesetz wird eine sinnvolle Erprobung akademischer
Ausbildungsstrukturen in den therapeutischen Gesundheitsberufen und dem
Hebammenberuf möglich.“

Die Initiative zu dieser Gesetzesänderung ist von den Ländern
ausgegangen. Der ursprüngliche Gesetzentwurf ist durch Anregungen von
Fachleuten des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundestages
modifiziert worden. Damit kann nun eine akademische Weiterentwicklung
der Berufe der Hebammen, Logopäden, Physiotherapeuten und
Ergotherapeuten erprobt werden. Wichtig ist, dass die praktische
Ausbildung erhalten bleibt. Der begleitende Unterricht jedoch kann in
seinen theoretischen und praktischen Teilen neu gestaltet werden, um die Akademisierung zu erproben.

Die Modellvorhaben sind zeitlich begrenzt und es ist außerdem eine
Evaluation vorgesehen, für die das Bundesministerium für Gesundheit die
Richtlinien vorgibt. Das gewährleistet, dass mit den Gesetzesänderungen
eine sachgerechte Erprobung akademischer Ausbildungsstrukturen in den
therapeutischen Gesundheitsberufen und dem Hebammenberuf möglich wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Zahlreiche Gendefekte bei frühen Embryonen könnten Fehlgeburten erklären

Quelle: FAZ.net 14.06.2009

Ein niederländisches Forscherteam vom Universitätshospital in Leiden konnte mithilfe neuartiger Genchips nachweisen, dass Embryonen in einem sehr frühen Entwicklungsstadium (Vier- oder Achtzellstadium) häufig Chromosomenanomalien zeigen. Bei fast der Hälfte aller untersuchten Embryonen stellten sie Fehler im Erbmaterial fest.

Da die Fehler nicht bei unbefruchteten oder befruchteten Eizellen auftraten, scheinen sie erst in der Zellteilung aufzutreten. Die vielen Chromosomenanomalien könnten ein Erklärunsgansatz für spontane Fehlgeburten sein. Nur etwa ein Drittel aller Befruchtungen im Mutterleib führt zu einer Lebendgeburt.

Lesen Sie hier den Artikel im FAZ.net

Kleine Fahne, große Aufmerksamkeit - die Aktionswoche im Spiegel der Presse

Die bundesweite Aktionswoche unter dem Motto "Hebammen unterwegs für Frauen und Familien" war Anlass für eine Vielzahl von Berichten und Reportagen über Hebammen und deren Arbeit. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Arbeitsbedingungen - "viel Arbeit, wenig Lohn" - und ihre Konsequenzen für Hebammen und werdende Eltern.

Hier finden Sie ausgewählte Artikel:

Aachener Zeitung - az-web, 04.05.2009

domradio.de, 05.05.2009

Kölner Stadt-Anzeiger - ksta.de, 05.05.2009

RP-online, 05.05.2009

Der Westen (WAZ-Mediengruppe), 08.05.2009

Hausgeburt so sicher wie im Spital

Quelle: pressetext.austria, 17.04.2009

Studie: Gleiche Sicherheit bei ausbleibenden Komplikationen

Für schwangere Frauen, bei denen ein geringes Risiko für Komplikationen bei der Geburt zu erwarten ist, ist eine geplante Hausgeburt ebenso sicher wie die Entbindung im Krankenhaus unter Aufsicht einer Geburtshelferin.

Für schwangere Frauen, bei denen ein geringes Risiko für Komplikationen bei der Geburt zu erwarten ist, ist eine geplante Hausgeburt ebenso sicher wie die Entbindung im Krankenhaus unter Aufsicht einer Geburtshelferin. Zu diesem Schluss kommt eine groß angelegte holländische Untersuchung, die 530.000 Geburten zuhause und im Spital im Zeitraum von sieben Jahren verglich. Durchgeführt wurde die im British Journal of Obstetrics and Gynaecology veröffentlichte Studie vom TNO Institute for Applied Scientific Research. Sowohl bei Spitals- als auch bei Hausgeburten lag die Sterblichkeit innerhalb der ersten 24 Stunden ab Geburt bei 0,05 Prozent. Bloß sieben von je 10.000 Neugeborenen mussten in eine Klinik gebracht werden.

Unabhängig vom Geburtsort war Einlieferungs- und Sterblichkeitsrate bei den Frauen höher, die zum ersten Mal entbanden oder die bei der Geburt schon über 35 Jahre alt waren. Frauen, die eine Hausgeburt planten, waren tendenziell über 25 Jahre, hatten oft bereits Geburten hinter sich und besaßen eher einen mittleren oder höheren sozialen Status. ür die Erhebung wurden allerdings nur Frauen berücksichtigt, die zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche entbanden und denen im Vorfeld ein geringes Risiko für Geburtskomplikationen attestiert worden war. Ausgeschlossen waren somit Frauen mit frühzeitig einsetzenden oder eingeleiteten Wehen sowie bei zusätzlichen Risikofaktoren wie frühere Kaiserschnitt-Entbindungen oder Zwillingsgeburten. Zusätzliches Kriterium war auch die Betreuung durch eine Hebamme ab Beginn der Wehen.

Laut Studie hängt eine erfolgreiche Hausgeburt wesentlich von einer ausreichenden Betreuung während der Schwangerschaft ab, sowie von der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Hebammen, eines funktionierenden Transportsystems und einer ebensolchen Nachversorgung. Diese Voraussetzungen würden der Mutter erst in Summe die Wahl des Geburtsortes ermöglichen. Sei mit Schwierigkeiten bei der Entbindung zu rechnen, sollte aus Sicherheitsgründen auf die Hausgeburt verzichtet werden, geben die Studienautoren zu bedenken.

Im Unterschied zu den meisten anderen europäischen Ländern sind in Holland Hausgeburten weit verbreitet. Jedes dritte Kind kommt hier im heimischen Umfeld in Beisein einer Hebamme zur Welt. An der Studie war der Anteil an Hausgeburten mit knapp zwei Drittel allerdings überrepräsentiert, denn bloß ein Drittel der untersuchten Mütter entschied sich für die Entbindung im Krankenhaus unter Aufsicht einer Hebamme.

Die Studie konnte zeigen, dass die vergleichsweise hohe Geburtssterblichkeit in den Niederlanden nicht mit dem hohen Prozentsatz der Hausgeburten des Landes zusammenhängt. "Die Ergebnisse belegen, dass die Hausgeburt bei gut geschulten Hebammen, der richtigen Abschätzung des Risikos sowie bei einem gut ausgebildeten Notfallssystem eine sichere Wahl ist", so die Studienleiterin Simone Buitendijk.

Johannes Pernsteiner

Weitere Informationen unter: www.tno.nl

Anteil der Kaiserschnitt-Geburten steigt

Quelle: net tribune, 07.04.2009

Immer mehr Kinder kommen in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt. Ihr Anteil stieg bis 2007 auf 29,3 Prozent der insgesamt 664.000 Entbindungen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Zehn Jahre zuvor waren erst 18,5 Prozent der Entbindungen per Kaiserschnitt erfolgt.

Am höchsten war der Anteil mit 35,5 Prozent im Saarland, gefolgt von Hessen mit 31,8 und Nordrhein-Westfalen mit 31,6 Prozent. Dagegen sei in Sachsen nur bei jeder fünften Entbindung eine solche Operation durchgeführt worden.

Mechanische Hilfsmittel wie die Saugglocke (Vakuumextraktion) oder die Geburtszange kommen bei Entbindungen in Krankenhäusern derweil immer seltener zum Einsatz. So erfolgte im Jahr 2007 den Angaben zufolge eine Vakuumextraktion noch bei 4,6 Prozent der Geburten, der Anteil der Entbindungen mit Hilfe der Geburtszange lag nur noch bei 0,7 Prozent.

Abtreibungen auf dem niedrigstem Stand seit 1996

Quelle: Frankfurter Rundschau, FR-online.de 09.03.2009

Die Zahl der Abtreibungen hat in Deutschland  den niedrigsten Stand seit der gesetzlichen Neuregelung im Jahr 1996 erreicht. Das Statistische Bundesamt gab an, dass 2008 rund 114 500 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland vorgenommen wurden. Damit lag die Zahl zwei Prozent, das sind 2400 Abbrüche, unter der von 2007. Die Zahl der Abtreibungen ist seit 2004 kontinuierlich gesunken.

Jede 20. Frau, die eine Schwangerschaftsabbruch vornahm, war jünger als 18 Jahre. 73 Prozent der Frauen waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Fast acht Prozent waren 40 Jahre und älter. Für 41 Prozent der Frauen wäre es das erste Kind gewesen.

Lesen Sie hier die Meldung der Frankfurter Rundschau

Kosten für künstliche Befruchtung müssen bei Frauen über 40 nicht übernommen werden

Quelle: Frankfurter Allgemeine, faz.net 03.03.2009

Das Bundessozialgericht (BSG) hat entschieden, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer künstlichen Befruchtung bei Frauen ab einem Alter von 40 Jahren nicht übernehmen müssen. Damit bestätigte es in seinem Grundsatzurteil die gesetzlich festgelegte Altersgrenze. 

Das Gericht wies die Klage einer heute 44-Jährigen zurück, die die Kosten für die Befruchtung von ihrer Kasse erstattet haben wollte. Die Klägerin betonte, dass es sich bei der Altersbeschränkung um eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung handle. Das Gericht folgte dieser Auffassung zwar, sah die Ungleichbehandlung jedoch als sachlich gerechtfertigt an. Zum einen sinke die Erfolgsquote bei künstlichen Befruchtungen mit dem Alter der Frau und zum anderen steige das Risiko von Fehlbildungen des Kindes. Der Gesetzgeber habe daher mit der Altersbeschränkung angemessen gehandelt und das Kindeswohl berücksichtigt.

Zwar gebe es eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes, wonach private Krankenversicherungen eine künstliche Befruchtung ab einer Erfolgsquote von 15 Prozent bezahlen muss, dies sei aber für diesen Fall unerheblich, da die gesetzliche Krankenversicherung ein anderes Leistungsrecht darstelle. Die Klägerin kündigte an, wahrscheinlich vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu wollen.

Lesen Sie hier den Artikel der Faz.

Familienministerin für finanzielle Unterstützung bei künstlicher Befruchtung

Quelle: Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau 17.02.2009

Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) wirbt für eine stärkere finanzielle Unterstützung für kinderlose Paare bei einer künstlichen Befruchtung.

„Wir müssen das Thema neu diskutieren“, sagte die Ministerin. Ungewollte Kinderlosigkeit habe oft körperliche Ursachen und sei daher ein „klassisches gesundheitspolitisches Thema“. Natürlich gebe es auch eine familienpolitische Komponente, wenn für die betroffenen Paare die Sehnsucht nach dem eigenen Kind nicht erfüllt werde. Leyen bezeichnete die Initiative Sachsens als „bemerkenswert“.

Für von der Leyen hat das sächsische Modell Vorbildcharakter: Ab März dieses Jahres bezuschusst der Freistaat Ehepaare, die sich ihren Kinderwunsch mittels künstlicher Befruchtung erfüllen wollen. Das Land zahlt für die zweite und dritte Behandlung jeweils bis zu 900 Euro, für den vierten Versuch gibt es eine Pauschale von bis zu 1800 Euro. Nordrhein-Westfalen und Hessen prüfen ebenfalls Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung.

Die SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wiegelt allerdings ab: sie war Ende 2003 mitverantwortlich für die Entscheidung, die Kostenübernahme für künstliche Befruchtungen durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu beschränken. Dieser von der damaligen rot-grünen Koalition gemeinsam mit der Union gefasste Beschluss sei "wohlüberlegt" gewesen, ließ Schmidt gestern mitteilen. "Dabei bleibt es." Seitdem die Paare die Hälfte der Kosten selbst übern ehmen müssen, ist die Zahl künstlicher Befruchtungen um etwa 50 Prozent zurückgegangen.

Laden Sie sich hier die Nachrichten als pdf-Datei herunter.

Tagesspiegel

Frankfurter Rundschau

Familienreport 2009 vorgestellt

Quelle: taz.de 16.02.2009

In Deutschland wurden 2008 mehr Kinder geboren, aber immer noch leben vor allem viele Alleinerziehende mit ihren Kindern in Armut.

Familienministerin von der Leyen hat den Familienreport 2009 vorgestellt. Darin ist ein leichter Anstieg der Geburtsraten im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet: Für 2008 schätzt das Statistische Bundesamt rund 690.000 Geburten - 5.000 mehr als im Vorjahr.

Die Ergebnisse seien "kein Grund für Euphorie, aber Grund für Zuversicht", sagte von der Leyen. Der Soziologe Hans Bertram warnte jedoch bei der Vorstellung des Berichts, dass die Zunahme der Geburtenzahl nicht ausreiche, den Bevölkerungsschwund aufzuhalten. 2007 wurden 1,37 Kinder pro Frau geboren - doch nötig seien zwischen 1,6 und 2,1 Kinder.

Die Familienministerin betonte den stärkeren Kinderwunsch bei Vätern. Neun von zehn jungen Männern zwischen 15 und 45 Jahren wünschen sich ein Kind. Allerdings geben Männer in Umfragen an, dass sie den Kinderwunsch  auf die Zeit nach dem Berufseinstieg verschieben. Die Ministerin hob hervor, dass Maßnahmen wie das Elterngeld oder der Ausbau der Kinderbetreuung wesentlich seien, damit der Kinderwunsch erfüllt werden kann.

Als großes Problem bleibt die Armit vieler Eltern und Kinder. "Die Kinderarmut ist beschämend", sagte von der Leyen. Vor allem Alleinerziehende, von denen 90 Prozent Frauen seien, brauchten Hilfe wie eine gute Kinderbetreuung und kinderfreundliche Arbeitsplätze. 40 Prozent von ihnen leben von Hartz IV. Das sind 660.000 Erwachsene mit einer Million Kindern.  

 

Lesen Sie hier den Artikel aus der Taz.

Nobel-Stiftung unter Korruptionsverdacht

Quelle: Der Standard 09.12.2008 und Süddeutsche Zeitung 12.12.2008

Kurz vor der Nobelpreis-Verleihung präsentierte der Schwedische Rundfunk
Enthüllungen, die dem Image des bedeutendsten Preises schaden könnten.

Es war wie jedes Jahr ein glanzvoller Abend in Stockholm. Formvollendet wurden die Nobelpreise am 10. Dezember übergeben. Der König lud zum Bankett, die Herren trugen Frack. Sichtlich bewegt nahm auch Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelbergdie ehrenvollste Auszeichnung an, die es für Wissenschaftler gibt.Doch der Glanz der Nobelpreise hat Kratzer bekommen."Ich will das Fest ja nicht stören", sagt der schwedische Oberstaatsanwalt Christer van der Kwast. Aber seine Spezialeinheit zur Korruptionsbekämpfung erwäge derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechung. Pünktlichzum Festakt hatte das öffentlich-rechtliche Sveriges Radio Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Nobelpreisvergabe bekanntgemacht.Der Kern der Vorwürfe: Bei Nobel fühlt man sich in der Nähe des Pharmariesen Astra Zeneca allzu wohl. Seit einem halben Jahr ist der Konzern Hauptsponsor zweier Unternehmen der Nobel-Stiftung, der Firmen Nobel Media und Nobel Web, die die Medienrechte vermarkten. Darüber hinaus gehörte Bo Angelin, ein Aufsichtsratsmitglied von Astra Zeneca, dem Komitee für den Medizinnobelpreis 2008 an - einer Gruppe von 16, die auswählt, wer den Preis bekommt. Und der Vorsitzende dieses Komitees, Bertil Fredholm, hat bis 2006 als Ratgeber für Astra Zeneca gearbeitet.

Laden Sie sich hier die Pressemeldungen als pdf Datei herunter.

Der Standard

Süddeutsche Zeitung

Überdurchschnittliche Kaiserschnittzahlen in NRW

 

 

Quelle: ddp am 15.08.08 14:38 Uhr und Ruhr Nachrichten 18.08.08

Die FDP-Landtagsfraktion fordert eine wissenschaftliche Untersuchung über die hohe Rate an Kaiserschnitt-Geburten in NRW. Die Landesregierung solle eine solche Studie in Auftrag gegen, sagte der FDP-Gesundheitsexperte Stefan Romberg.

Laut Statistischem Bundesamt liege der Anteil an Kaiserschnittgeburten in NRW bei 36 Prozent, der Bundesdurchschnitt bei 29 Prozent. Einen höheren Anteil als NRW habe nur Rheinland-Pfalz mit 39 Prozent, sagte Romberg.

Ziel: Kaiserschnittquote senken
“Wir müssen wissen, warum bei uns fast doppelt so viele Babys per Kaiserschnitt auf die Welt kommen als beispielsweise in Sachsen„, sagte der FDP-Landtagsabgeordnete. “Denn ein Kaiserschnitt bedeutet sowohl ein erhöhtes Komplikationsrisiko bei der Mutter, als auch ein erhöhtes Erkrankungsrisiko zum Beispiel an Allergien für das Kind“, sagte Romberg. Ziel müsse es sein, mit den Ergebnissen der Untersuchung die Kaiserschnittquote in NRW deutlich zu senken.

Laden Sie sich hier die Pressemeldung als pdf Datei herunter.

 

Hebammen-Kreißsaal

Quelle: Mettmann RP online 20.07.08

EVK macht einen wichtigen Schritt: Hebammen-Kreißsaal im Klinikum Niederberg

 
Velbert/Wülfrath (RP) (...) Das Klinikum Niederberg in Velbert stand neben dem Mettmanner Krankenhaus und dem Hochdahler Hospiz ebenfalls auf dem Besuchsplan von NRW-Minister Karl-Josef Laumann. Auf seiner Rundreise durch die Kliniklandschaft des Kreises Mettmann machte er sich so aus direkter Anschauung ein Bild über die Kapazitäten und Erfolge des Klinikums Niederberg.

(...) Und auch dies erfuhr der Minister: Am 8. August soll am Klinikum unter der Schirmherrschaft des Schauspielerpaares Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer der erste „Hebammengeleitete Kreißsaal“ in Nordrhein-Westfalen an den Start gehen. In diesem werden Frauen in ausschließlich von Hebammen betreut. Die Geburtshelferinnen arbeiten völlig selbstständig und eigenverantwortlich.

Laden Sie sich hier den gesamten Artikel als pdf herunter.

NRW plant neue Fachhochschulen

Quelle: WAZ, 19.5.2008

Essen (ots) - Im Kampf gegen den Mangel an Studienplätzen gibt die Landesregierung jetzt den Startschuss für den Ausbau und die Gründung neuer Fachhochschulen in NRW mit 11 000 zusätzlichen Studienplätzen. Davon sollen 5000 Plätze im Ruhrgebiet entstehen. (...) Danach sollen ab 2009 drei neue ingenieur- und naturwissenschaftliche Fachhochschulen mit je 2500 Plätzen errichtet, die erste deutsche staatliche Hochschule für Gesundheitsberufe mit 1000 Plätzen gegründet und fünf bestehende Fachhochschulen mit je 500 Plätzen ausgebaut werden.  (...) Ob darunter auch die neue Hochschule für Gesundheitsberufe fällt, für die sich Castrop-Rauxel interessiert, ist ungewiss. Dort sollen jährlich 300 Hebammen, Pflegekräfte, Logopäden, Rettungsassistenten, Physio- und Ergotherapeuten akademisch ausgebildet werden. (...)

Laden Sie sich hier den gesamten Artikel als pdf-Datei herunter.

Einführung einer zusätzlichen Früherkennungsuntersuchung

 

Quelle: Saarländisches Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales Pressemitteilung vom 16.05.2008

Saarländische Forderung hat endlich Gehör gefunden. Bundesländer müssen nun flächendeckend Einladungswesen und Screening einführen. Saarländische Screeningstelle arbeitet auch für Rheinland-Pfalz.

„Ich begrüße die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, wonach zwischen dem 34. und 36. Lebensmonat eine zusätzliche Früherkennungsuntersuchung U7a eingeführt werden soll. Unsere Forderung hat damit Gehör gefunden und das Engagement der letzten Monate hat sich gelohnt. Mit der U7a werden wir eine Lücke schließen im Vorschulalter." erklärte  Gesundheitsminister Gerhard Vigener. (...)

Laden Sie sich hier den gesamten Artikel als pdf-Datei herunter.

98 Prozent der deutschen Kliniken bieten schmerzfreie Geburt an

13.05.2008

(idw) Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) Große Unterschiede zwischen Stadt und Land, Ost und West 98 Prozent aller deutschen geburtshilflichen Abteilungen bieten derzeit die rückenmarksnahe Regionalanästhesie zur Linderung des Geburtsschmerzes an, 1996 waren es nur 89 Prozent. Das hat eine Umfrage ergeben, die in der aktuellen Ausgabe von "Der Schmerz", dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) ver-öffentlicht ist. Fast jedes fünfte Baby (17,5 Prozent) kommt demnach vaginal unter einer rückenmarksnahen Regionalanästhesie (z.B. als Periduralanalgesie) auf die Welt. In Groß-städten und Ballungsräumen liegt die Rate sogar bei über einem Viertel. Eine Tatsache, die vermutlich auf den Konkurrenzdruck zwischen den Krankenhäusern zurückzuführen ist, ver-muten die Autoren der Studie. Sie werteten Fragebögen aus 397 Kliniken aus, in denen im Befragungszeitraum 297.212 Entbindungen, d.h. 41,3 Prozent aller Geburten in Deutschland, stattgefunden hatten. Je größer die Klinik desto häufiger die rückenmarksnahe Anästhesie. (...)

Laden Sie sich hier den gesamten Artikel als pdf-Datei herunter.

Vier Hebammen für ein einheitliches Frühwarnsystem

Quelle:„Der Westen“ , 13.05.2008 

Kreis Unna. (rgs) Sie sind mehr als "nur" Hebammen, sie sollen ein einheitliches Frühwarnsystem gegen die Gefährdung von Kindern im Kreis Unna sein. 
So die Vorstellung der FDP-Fraktion, die im März vier Halbtagsstellen für Hebammen forderte, die nicht erst aktiv werden, wenn "das Kind schon ins Wasser gefallen ist". Vielmehr gehe es um ein Frühwarnsystem, so FDP-Fraktionschef Sigurd Senkel. Insbesondere während der Säuglingszeit seien Kinder besonders gefährdet, "und dann sind medizinische und unterstützende Hilfe für Mutter und Kind besonders wichtig". Das dafür erforderliche Geld (zunächst für vier Jahre) hatte der Kreistag bereits zur Verfügung gestellt, nunmehr diskutierte der Fachausschuss eine zentrale Vernetzung und eine sinnvolle medizinisch-fachliche Anbindung für die Einrichtung im Fachbereich Gesundheit im Kreishaus. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen und der Arge über die Möglichkeiten der Kofinanzierung weiterer Stellen zu verhandeln. (...)

Laden Sie sich hier den vollständigen Artikel als pdf-Dokument herunter.

Gesundheitslotsen sollen Migranten zum Arztbesuch ermutigen

Quelle: NRW TV, 08.05.2008 Landesdienst

In NRW scheuen offensichtlich viele Migranten einen Arztbesuch. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat Migranten dazu ermuntert, medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen.

«Viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte meiden wegen sprachlicher und kultureller Barrieren einen Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt. Wir müssen aber sicherstellen, dass jeder am Gesundheitssystem teilhaben kann», sagte Laumann am Donnerstag in Düsseldorf. (...)

Das Gesundheitsprojekt «MiMi-NRW» («Mit Migranten für Migranten - Interkulturelle Gesundheit in Nordrhein-Westfalen») solle Zugewanderte in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention schulen. «Sie sind danach wichtige Informationsquellen für ihre Landsleute», sagte der Minister. Die Ansprechpartner würden zum Beispiel zur Eltern-Kind-Gesundheit, Krebsfrüherkennung, Zahnprophylaxe oder Schwangerschaftsvorsorge ausgebildet. (...)

Laden Sie sich hier den gesamten Artikel als pdf-Datei herunter.

Union will Spätabtreibungen erschweren

Quelle: Aerzteblatt.de, Montag, 5. Mai 2008

München – Die Union dringt auf eine Neuregelung der Spätabtreibungen. Ihr Gesetzentwurf verlangt von Ärzten, die die Behinderung eines Ungeborenen diagnostizieren, dass sie betroffene Frauen intensiv beraten, wie die „Süddeutsche Zeitung“ vom Samstag berichtet. Außerdem müssten zwischen dem Befund und dem Schwangerschaftsabbruch mindestens drei Tage vergehen. Falls ein Arzt diese Pflichten missachte, drohe ihm ein Bußgeld von maximal 10.000 Euro. (...)

Laden Sie sich hier den gesamten Artikel als pdf-Datei herunter.