Lesen Sie hier Meldungen, die zwar nicht mehr brandaktuell aber immer noch interessant sind.
Masterstudiengang für Hebammenwissenschaft: Zweite Bewerbungsrunde startet
XII Bundeskongress des DHV in Düsseldorf
Informationen des Landesverbandes zur Schweinegrippe
Post für Frau Merkel: Nein zu Kriegsgewalt gegen Frauen!
Herbststurm über Deutschland - ein Rückblick auf den Aktionstag am 21.09.
Landestagung 2009 - Download von Vorträgen und Bildergalerie
Aktuelle Studie zeigt: Geplante Hausgeburten sind so sicher wie Klinikgeburten
Landestagung 2009: "Hebammenarbeit heute: bewährte Praxis im Einklang mit der Wissenschaft?"
Aktionswoche stößt auf breite Resonanz
Unterschriftenaktion des Deutschen Hebammenverbandes
Schulung zum Handbuch „Qualität im Wochenbett“
Der Landesverband ruft zur Aktionswoche auf
Auszeichnung für Kinderzukunftsnetz
Runde Tische gegen Beschneidung von Mädchen
Demonstration in Berling - Hebammen zeigten Präsenz
Der Hebammengeleitete Kreißsaal
Neuregelung zum Abrechnungsvertrag
Zusammen mit fünf Universitäten in Glasgow, Maastricht, Berlin, Lausanne und Ljubljana in Slowenien bietet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) seit dem Wintersemester 2009/2010 den Europäischen Masterstudiengang für Hebammenwissenschaft an - und startet jetzt in die zweite Bewerbungsrunde. Für den zweijährigen Studiengang in Hannover sind zehn Studienplätze vorgesehen.
Ziel ist, die Weiterbildung von Hebammen zu professionalisieren. Der Studiengang bietet Hebammen die Möglichkeit, auf hohem Niveau berufsbezogen zu studieren und einen international anerkannten akademischen Abschluss zu erwerben, um wissenschaftlich oder lehrorientiert in Leitungspositionen oder Forschungsvorhaben arbeiten zu können.
Flexibilität durch Online-Studiengang
Die Kooperation der Partner-Hochschulen eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, das internationale Studienprogramm mit einem breitgefächerten Wahlmodulkatalog in fünf europäischen Ländern wahrzunehmen und dabei an der Heimatuniversität eingeschrieben zu bleiben. Der Online-Studiengang bietet ein hohes Maß an Flexibilität, sodass ein individuelles Studium mit Beruf und/oder Familie verbunden werden kann. Da die Studienleistungen größtenteils webbasiert über Lern-Plattformen erbracht werden, können die Studierenden ihr Studium weitgehend zeit- und ortsunabhängig organisieren.
Zugangvoraussetzung: Ausbildung, Studium und Berufserfahrung
Zugangsberechtigt sind Hebammen mit abgeschlossener Hebammenausbildung sowie einem Bachelor- oder anderem Hochschulabschluss in einer der Hebammenwissenschaft nahe stehenden Disziplin. Weiterhin wird eine mindestens zweijährige Berufserfahrung als Hebamme in Vollzeit oder eine vierjährige in Halbzeit gefordert. Der Masterstudiengang ist gebührenpflichtig.
Nähere Informationen gibt es auf der Informationsveranstaltung:
Mittwoch, 20. Januar 2010
um 18.00 Uhr im
Konferenzraum der Klinik für Frauenheilkunde und
Geburtshilfe, Gebäude K11, Ebene S0, Carl-Neuberg-Straße 1,
30625 Hannover
Für Interessierte am Onlinestudiengang findet am Mittwoch, 20. Januar 2010 um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung statt.
Vom 10.-12. Mai 2010 veranstaltet der Deutsche Hebammenverband e.V. im Congress Center Düsseldorf seinen XII. Bundeskongress. Schwerpunkt des diesjährigen Hebammenkongresses ist das Thema Interdisziplinarität. Die Hebammentätigkeit hat viele Berührungspunkte mit anderen Berufsgruppen. Für eine respektvolle und wirkungsvolle Zusammenarbeit ist es notwendig, auch die Arbeit der Anderen zu kennen. Die partnerschaftliche Einbeziehung werdender Eltern ist ein weiterer wichtiger Aspekt.
Erstmalig findet in diesem Jahr ein Vorkongress des DHV statt. Im Rahmen dieses Vorkongresses werden am 8. und 9. Mai Workshops mit kleinen Arbeitsgruppen angenboten. Am 9. Mai 2010 findet zudem in Zusammenarbeit mit der Hebammengemeinschaftshilfe e.V. ganztägig ein Forschungsworkshop statt.
Nutzen sie die Möglichkeit des Frühbucher-Rabatts und besuchen sie den Landesvorstand NRW an unserem Stand.
Hier finden Sie das Programm des XII. Hebammenkongresses.
Beim Landesverband sind zahlreiche Anfragen zum H1N1-Virus eingegangen. Deshalb hat der Landesverband Informationen bei Amtsärzten und Versicherungen eingeholt.
Prinzipiell gilt, dass Hebammen sich als medizinisches Personal und Teil des öffentlichen Gesundheitsdienstes bevorzugt über die Gesundheitsämter impfen lassen können. Die Gesundheitsämter sprechen ausdrückliche eine Empfehlung aus. Allerdings liegt die Verantwortung letztlich bei jeder Einzelnen.
Eine offizielle Maßgabe, wie sich Hebammen verhalten sollen, bei denen es eine Schweinegrippe-Erkrankung im engeren Umfeld gibt, liegt bisher nicht vor. Zumeist gehen Hebammen, die frei von Symptomen sind, auch arbeiten. Es gibt eine Empfehlung des Robert Koch Instituts zum Umgang mit Verdachtsfällen und Kontaktpersonen.
Selbstständige können versuchen, denn hier ist die Rechtslage dem vernehmen nach noch nicht geklärt, über den Landschaftsverband Rheinland (Fachbereich 62 in 50663 Köln) einen Antrag auf Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen nach den §§ 56 und 57 des Infektionsschutzgesetztes zu stellen, um Arbeitsausfälle entschädigt zu bekommen.
Die Frage, ob es Regressansprüche gegenüber nicht-geimpften Hebammen gibt, falls Infektionen in den von Ihnen betreuten Familien auftreten, wird aktuell noch geklärt.
Laden Sie sich die Informationen des Landesverbandes zum H1N1-Virus als pdf-Datei herunter.
September 2009 - Im Rahmen der Kampagne „Im Einsatz für Frauen in Kriegs- und Krisengebieten“ hat die Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale mit lautstarker Unterstützung der Berliner Samba-Band „Ribbon Rhythms of Resistance“ mehr als 7.000 Postkarten an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. medica mondiale fordert damit die Bundeskanzlerin auf, sich gegen Kriegsgewalt an Frauen einzusetzen und insbesondere Maßnahmen gegen die Politik der Demokratischen Republik (DR) Kongo zu ergreifen.
Mit der Kampagne macht medica mondiale auf die unerträgliche Situation tausender Frauen in kriegerischen Konflikten weltweit aufmerksam. Ein besonderes Fokus liegt dabei auf der DR Kongo. Allein im Jahr 2008 wurden dort nach Schätzungen des UN-Menschenrechtsrates rund 100.000 Frauen vergewaltigt – sowohl von Regierungssoldaten als auch von Milizen. Die DR Kongo ist seit Februar 2008 Partnerland der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands und erhielt bislang etwa 20 Millionen Euro.
medicale mondiale fordert daher, dass die Bundesregierung alle Zahlungen im Rahmen ihrer bilateralen Zusammenarbeit an die DR Kongo so lange einfriert, bis sich die kongolesische Regierung eindeutig und unmissverständlich gegen die sexualisierte Gewalt an Frauen vorgeht. Grundsätzlich müsse die Entwicklungszusammenarbeit mit der DR Kongo neu ausgerichtet werden, damit auch Gelder an Organisationen vergeben werden, die sich für das Überleben und den Schutz von vergewaltigten Frauen und Mädchen einsetzen
medica mondiale setzt sich seit mehr als 15 Jahren ein für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten. Dabei versteht sich die Organisation als Anwältin für die Rechte und Interessen von Frauen, die sexualisierte Kriegsgewalt überlebt haben. Neben gynäkologischer Versorgung, psychosozialer und rechtlicher Unterstützung bietet medica mondiale Programme zur Existenzsicherung und leistet politische Menschenrechtsarbeit.
Mehr Informartionen finden Sie auf der Website von medica mondiale.


September 2009 - Zum Aktionstag am 21.09. unter dem Motto 'Herbststurm der Hebammen' fanden bundesweit zahlreiche Protestaktionen statt. Neben Kundgebungen und Demonstrationen, die eine möglichst breite Öffentlichkeit auf die existenzgefährdende Situation von Hebammen aufmerksam machen sollten, wurden gezielt PressevertreterInnen und PolitikerInnen angesprochen.
In Düsseldorf nahm Barbara Steffens (B90/Die Grünen) stellvertretend einen Protestbrief des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen entgegen. Der Brief macht auf die alarmierende Situation in geburtshilflichen Abteilungen aufmerksam, die zu einer ständigen Überlastung der Hebammen führt. Eine zuwendungsorientierte intensive Betreuung von Schwangeren, Wöchnerinnen und Neugeborenen ist so nicht mehr möglich.
Zugleich wurde ein massiver Stellenabbau betreiben: In den vergangenen 11 Jahren wurden bundesweit 234 Fachabteilungen Frauenheilkunde und Geburtshilfe geschlossen. Der Rückgang der Vollzeitstellen für Hebammen betrug im gleichen Zeitraum 10,6%, wohingegen die Anzahl der Vollzeitstellen für Ärzte um die gleiche Prozentzahl zunahm.
Im gleichen Zeitraum ist die Kaiserschnittrate überproportional gestiegen. Dies lässt sich mit Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Die Sectiorate stieg von 18,5% im Jahr 1997 auf 29,3% im Jahr 2007. Der Erlös einer Spontangeburt betrug im Jahr 2006 1.495 Euro im Vergleich zu 2.532 Euro bei einer primären Sectio.
Hier können Sie sich den Brief als pdf-Datei herunterladen.
Um den Protest auch auf die Straße zu tragen, fanden zahlreiche Kundegebungen und Demonstrationen statt. Hier nur einige Beispiele: In Wuppertal zogen rund 40 Hebammen laut trommelnd und pfeifend zum Rathaus. In Köln versammelten sich ebenfalls etwa 40 Hebammen. Sie konnten vorm Rathaus Angehörige des Büros von OB Schramma für eine Unterschrift gewinnen. Danach zogen sie weiter vor den Dom, wo sie in kurzer Zeite weitere 200 Unterschriften sammeln konnten. In Baden-Würrtemberg wurden die Kräfte in einer großen zentralen Aktion in Karlsruhe gebündelt, bei der ca. 150 Hebammen protestierten.
Eine Aufarbeitung des Presseechos finden Sie im Pressespiegel.
Der Deutsche Hebammenverband fordert:
Weiter Informationen finden Sie auf der Webseite des Deutschen Hebammenverbandes zum Hebammen-Protest.
Mit rund 900 Teilnehmerinnen stellte die diesjährige Landestagung in Bonn-Bad Godesberg einen Besucherrekord auf. Zum Thema "Hebammenarbeit heute: Bewährte Praxis im Einklang mit der Wissenschaft?" wurden den Teilnehmerinnen - in altbewährter Form - am Nachmittag Fachvorträge geboten.
Um auch bei den Lernformen neue Wege zu gehen, fanden am Vormittag zahlreiche Workshops parallel statt, für die sich die Teilnehmerinnen vor Ort entscheiden konnten. So konnte das Programm noch vielfältiger gestaltet werden.
Für alle, die die Landestagung nicht besuchen konnten, oder die einzelne Vorträge noch einmal nachlesen möchten, stellen wir hier Downloads zur Verfügung.
Ulrike Hauffe (Landesbeauftragte für Frauen des Landes Bremen):
Wir wünschen eine spannende Lektüre und freuen uns auf die nächste Landestagung.
September 2009 - Hausgeburten gelten wegen des vermeintlich größeren Gesundheitsrisikos für Mutter und Kind als umstritten. Deshalb entscheidet sichnur ein geringer Anteil aller Schwangeren dafür, zu Hause zu entbinden. Eine kanadische Studie konnte nun zeigen, dass diese Bedenken unberechtigt sind: Hausgeburten sind unter bestimmten Voraussetzungen hinsichtlich ihrer Sicherheit vergleichbar mit Klinikgeburten. Es ließ sich keine höhere Kindersterblichkeit nachweisen.
Teilweise bieten Hausgeburten, die von einer Hebamme begleitet werden, sogar Vorteile gegenüber Klinikgeburten: es sind deutlich weniger geburtshilfliche Maßnahmen als bei Entbindungen im Krankenhaus notwendig. Außerdem kommt es bei der Entbindung in den eigenen vier Wänden weniger häufig zu Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen. Auch Verletzungen wie Risse komenen seltener vor als bei der Geburt in der Klinik.
Lesen Sie hier mehr zu dieser Studie.
September 2009 - Kreative Aktionen sind gefragt, um zu veranschaulichen, welche gesellschaftlich wichtige Arbeit Hebammen leisten und wie mit Ihnen von Seiten der Politik umgegangen wird. Vieles liegt im Argen:
Dagegen müssen wir protestieren, um etwas zu verändern. Trotzdem ist es nicht unser Ziel, öffentlich zu jammern. Vielmehr müssen wir den Menschen zeigen, was ihnen fehlen würde, wenn es uns nicht gäbe: Begleitung, Betreuung, Unterstützung, Sicherheit, Vertrauen, Liebe, Zeit und vieles mehr, was sie sonst während Schwangerschaft, Geburt und in der Nachsorge missen müssten!
Laden Sie hier Aktionsvorschläge und Argumentationshilfen herunter.
Lesen Sie auch den Leitfaden für Pressegespräche.
Weiter Informationen finden Sie in der Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes vom 20. August.
Juni 2009 - Die zweite Vorsitzende des Landesverbandes, Renate Egelkraut, äußert sich im Interview mit dem Kölner Stadt Anzeiger zum Zusammenhang von Ernährung, Gewicht der Mutter und Geburtsgewicht des Kindes. Mütter sollten sich nicht unter Druck setzen lassen, denn - so das Fazit - : "Die Bandbreite der Normalität ist groß."
Laden Sie sich das Interview als pdf-Datei herunter.
Mai 2009 - Die diesjährige Landestagung des Landesverbandes NRW fragt nach dem Verhältnis von altbewährter Praxis und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Herausforderung des Neuen ist aber nicht nur das Thema, sondern zeigt sich auch konkret in neuen Lernformen. Wir beschreiten neue Wege, indem wir eine Vielzahl paralleler offener Workshops anbieten, die von Ihrer Teilnahme leben. Wir hoffen, dass dadurch rege Diskussionen und interessante Begegnungen möglich werden.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Laden Sie sich hier die Broschuere der Landestagung als pdf-Datei herunter.
Mai 2009 - In der Aktionswoche vom 04.05.- 08.05. zeigten Hebammen bundesweit Flagge, indem sie auf ihrem Weg zur Arbeit an ihrem Auto, Motorrad, Roller oder Fahrrad ein kleines blaues Fähnchen mit der Aufschrift "Hebamme unterwegs" bei sich trugen. So konnte für eine breite Öffentlichkeit der tägliche Einsatz von Hebammen für Frauen und Familien sichtbar gemacht werden. Zugleich wurde in Informationsveranstaltungen auf die schwierigen politischen Rahmenbedingungen aufmerksam gemacht, die die Existenz freiberuflicher Hebammen bedrohen und qualitätsvolle Arbeit in den Kliniken erschweren. In der Presse stieß die Aktionswoche auf große Resonanz, dabei standen insbesondere die veränderten Arbeitsbedingungen im Blickpunkt der Berichte und Reportagen. Lesen Sie ausgewählte Artikel anlässlich der Aktionswoche in unserem Pressespiegel.
April 2009 - Der Deutsche Hebammenverband ruft zur Unterschriftenaktion auf, um die Arbeits- und Einkommensbedingungen von Hebammen zu verbessern. Die Lage ist sowohl für freiberufliche Hebammen als auch in den Krankenhäusern nach wie vor unzureichend.
Viele freiberuflich arbeitende Hebammen sehen sich zum Aufgeben gezwungen, weil die Gebühren jahrelang nicht angehoben worden sind. Dadurch gerät die wohnortnahe Versorgung der Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in Gefahr. Auch im Krankenhaus hat sich die Situation für Hebammen nicht verbessert: Immer noch müssen Hebammen mehrere Schwangere im Kreißsaal gleichzeitig betreuen.
Der Deutsche Hebammenverband fordert daher für die ca. 18.000 Hebammen in Deutschland:
Bitte unterstützen Sie die Kampagne des Deutschen Hebammenverbandes mit Ihrer Unterschrift! Unterschriftenlisten können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen. Schicken Sie die Unterschriftenliste bitte bis zum 25. Juni 2009 zurück an: DHV, Gartenstr. 26, 76133 Karlsruhe.
Weitere Informationen finden Sie auf der Hompage des Deutschen Hebammenverbandes e.V.
März 2009 - Anfang Februar fand in Dortmund die erste Einführung zum Handbuch „Qualität im Wochenbett“ statt. Der Landesverband der Hebammen NRW e.V. hatte 18 Kreisdelegierte eingeladen, das im Sommer letzten Jahres veröffentlichte Handbuch des Hebammenlandesverband Niedersachsen kennen zu lernen.
Obwohl im Vorfeld auf den NRW - Delegiertentagungen regelmäßig über das Qualitätsprojekt aus Niedersachsen berichtet worden war, gab es doch einige Zweifel, wie aus so einer „dünnen Broschüre“ ein fundierter Qualitätsordner entstehen soll. Gabriele Stenz, Qualitätsbeauftragte des LV Niedersachsen und Autorin des Handbuches, stellte die theoretischen Hintergründe vor und hob den praktischen Nutzen des Handbuches hervor. Typische Begriffe aus der Welt des Qualitätsmanagements wie beispielsweise PDCA-Zyklus wurden erläutert und mit praktischen Anwendungen aus der Hebammenarbeit gefüllt. Nützliches für die Dokumentation von Beratungsgesprächen im Wochenbett, erstellt in Form einer Checkliste vom Qualitätszirkel aus Lüneburg/Niedersachsen wurde mit großem Interesse aufgenommen und bot zugleich Anregungen für die Qualitätszirkelarbeit in den eigenen Kreisen. Vielen Dank an Gabriele Stenz die mit viel Wissen und Engagement das Handbuch vorgestellt hat.
Christiane Borchard, FBB NRW

Februar 2009 - Dieses Jahr wird der Landesverband der Hebammen Nordrhein-Westfalen e.V. nicht nur am 5. Mai eine Aktion starten, sondern eine Woche lang (04.05. - 09.05.2009). Unter dem Motto: "Hebammen unterwegs – für Frauen und Familien" soll die Sichtbarkeit von Hebammen im Straßenbild erhöht werden.
Dafür werden 3.000 Fahnen bzw. Car Flags verteilt. Diese Fahnen sollen Hebammen mit sich tragen, wenn sie zu Frauen, Familien, Kindern und in die Klinik unterwegs sind – egal wie sie sich fortbewegen, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Auto, in der Straßenbahn oder im Bus.
Da in diesem Jahr neue Vertragsverhandlungen mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen anstehen, ist es besonders wichtig das wahrgenommen wird:
Wir sind da.
Wir werden gebraucht
Wir machen unsere Arbeit.
Dafür wollen wir anständig und angemessen bezahlt werden!
Frauen wünschen sich auch bei einer Geburt im Krankenhaus neben medizinischer Sicherheit ein großes Maß an Geborgenheit – vor allem aber eine Hebamme, die Zeit für sie hat. Die findet sich aber nicht immer, denn die personelle Situation in den Kreißsälen ist nach wie vor katastrophal.
"Weil ein guter Lebensanfang so enorm wichtig ist, müssen wir alles tun, um in Zukunft noch größere Versorgungsengpässe zu vermeiden und um die materielle Schieflage auszugleichen. Deshalb zeigen wir im Mai Flagge und signalisieren damit, dass es auf den Anfang ankommt“, so die Präsidentin des Hebammenverbandes Helga Albrecht.
Die Verteilung der Fähnchen läuft über die Landesvorsitzenden und von dort an die Kreisverbände, die die regionale Verbreitung vornehmen werden.
Laden Sie sich hier den Aufruf an die Kreisvorsitzenden als pdf-Datei herunter.
Lesen Sie auch die Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes.
Deutscher Hebammenverband - offen für alle Nationalitäten und Kulturen!
November 2008 - Der „Bund Deutscher Hebammen e.V.“ hat seinen Namen geändert. Nach Beschluss der Delegiertenkonferenz 2007 firmiert der Verband künftig als Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV).
Damit will der Verband zum einen deutlich machen, dass der Verband Hebammen aller Nationalitäten und Kulturen offen steht.
Ein zweiter Grund für die Änderung: Besonders in Ballungsgebieten betreuen Hebammen häufig Familien mit Migrationshintergrund. Hier weckte der alte Name unangenehme Assoziationen. Mit der Namensänderung setzen wir daher auch nach außen ein Zeichen für Integration. Wir fühlen uns für alle Familien in Deutschland zuständig und vermitteln damit ein zeitgemäßes Bild der Hebamme.
weitere Informationen www.hebammenverband.de
Oktober 2008 - Der Kinderarzt Wilfried Kratzsch wurde Anfang Oktober in Berlin von Bundeskanzlerin Merkel für das von ihm entwickelte Frühwarnsystem für Risikomütter ausgezeichnet. Die Preisverleihung im Bundeskanzleramt fand im Rahmen des Wettbewerbs „startsocial 2008“ statt. Der Landesverband der Hebammen gratuliert Herrn Kratzsch ganz herzlich hierzu!
Am Gerresheimer Krankenhaus hat Kratzsch vor Jahren ein soziales Frühwarnsystem für Mütter mit erkennbaren Risiken geknüpft. Dieses Frühwarnsystem beruht auf Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Beteiligt sind Frauenärzte/-ärztinnen, Hebammen und Krankenschwestern. Sie achten auf Signale bei Müttern in schwierigen Situationen.
Flächendeckend soll das Frühwarnsystem nun in ganz NRW umgesetzt werden. Die Bundesstiftung „Kinderzukunftsnetz“ startet im November an 20 Kliniken in 13 NRW-Städten.
Zur Homepage der Stiftung "Kinderzukunftsnetz".
September 2008 - In Deutschland leben etwa 30.000 Frauen und Mädchen, die von Genitalbeschneidung betroffen oder bedroht sind. Während der Schwangerschaft und der Geburt kommt es häufig zu gefährlichen Komplikationen für Mutter und Kind. Hier sind besondere Kenntnisse und Erfahrungen des medizinischen Fachpersonals gefragt und eine sensible Betreuung, denn oft ist die eigene Beschneidung ein Tabu-Thema für die Frauen. Vielen Fachkräften fehlt leider das entsprechende Wissen.
Deshalb hat der Verein Aktion Weißes Friedensband im Jahr 2007 den „Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen“ gestartet. Hier werden Kompetenzen zusammengeführt und gemeinsam Maßnahmen geplant, um die Frauen zu unterstützen und Mädchen vor Beschneidung zu schützen. Am „Runden Tisch NRW“ nehmen Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Ministerien, Behörden, Berufsverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Beratungsstellen teil. Auch der Landesverband der Hebammen Nordrhein-Westfalen ist dabei. Vor Ort in den Kommunen möchte Aktion Weißes Friedensband ebenfalls „Runde Tische gegen Beschneidung von Mädchen“ bilden.
Wer Interesse hat, kann sich wenden an:
Aktion Weißes Friedensband e.V.
Himmelgeister Str. 107a, 40225 Düsseldorf
Tel. 0211-9945137, Fax 0211-9945138
www.friedensband.de

September 2008 - 130.000 Menschen protestierten am 25. September in Berlin gegen die Zustände in den Kliniken. Unter Ihnen gut sichtbar, die blauen Schärpen, die Störche und phantasievollen Kostüme der Hebammen. Angestellte und freiberufliche Hebammen, alte und junge, alle Hebammen protestierten gemeinsam für Ihre Anliegen und erregten durch ihre Kostümierung das Interesse der Medien.
Nach offiziellen Polizeiangaben war dies die größte Demonstration in der Geschichte des deutschen Gesundheitswesens. Ca. 300 Hebammen nahmen daran teil. Ihnen sagen wir herzlichen Dank!
August 2008 - Der Hebammengeleitete Kreißsaal im Klinikum Niederberg ist das erste Projekt dieser Art in NRW, dass von Hebammen für Frauen und werdende Eltern entwickelt wurde. Im Hebammengeleiteten Kreißsaal überwachen und leiten ausschließlich Hebammen natürlich verlaufende Geburten in eigener Verantwortung.
Internationalen Erfahrungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass gesunde Frauen in einem hebammengeleiteten Kreißsaal genauso sicher gebären wie in den üblichen Kreißsälen. Darüber hinaus ist die Anzahl der Kaiserschnitte, Dammschnitte, Zangengeburten, künstlichen Geburtseinleitungen und der Einsatz von Schmerzmitteln geringer.
In Schweden, Norwegen Dänemark, England, Schweiz und Österreichwerden bereits seit über 10 Jahren Geburten von Hebammen eigenverantwortlich geleitet. Die Projekte werden dort wegen ihrer guten Erfahrungen und der großen Zufriedenheit der Familien von den Gesundheitsbehörden unterstützt. In Deutschland gibt es hebammengeleitete Kreißsäle in Bremerhaven, Hamburg und Stuttgart und ab August 2008 auch im Klinikum Niederberg in Velbert.
Weitere Informationen können Sie diesen Texten entnehmen:
Juni 2008 - Die Schiedsstelle hat am 27.6.2008 den Vertrag zur Übernahme der Betriebskosten für ambulante Geburten in von Hebammen geleiteten Einrichtungen (Geburtshäuser, Entbindungsheime, Hebammenpraxen) beschlossen. Er gilt ab sofort für Geburten ab 27.6.2008.
„Wir sind glücklich und erleichtert über diese Regelung“, so Helga Albrecht, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes (BDH e.V.). Durch unsere Beharrlichkeit in den Verhandlungen haben jetzt alle Frauen die Möglichkeit ihr Kind in einem Geburtshaus zu gebären, denn ab sofort entfällt die Unsicherheit bei der Kostenübernahme für eine Geburt im Geburtshaus. Darüber hinaus“, so die Präsidentin weiter, „sichert das Urteil der Schiedsstelle den Geburtshäusern einen festen Platz im bundesdeutschen Gesundheitssystem“.
Die Pauschalen betragen: 550 Euro für jede vollendete Geburt und für verlegte Geburten die mehr als 4 Stunden in der Einrichtung betreut wurden. Erfolgte die Verlegung nach weniger als 4 Stunden Aufenthalt, dann gibt es 25% Abschlag. Einrichtungen, die noch nicht mit der QM-Einführung begonnen haben, erhalten auf beide Pauschalen noch mal 9% Abschlag.
Der Vertrag ist ziemlich umfangreich und es wird sicher einiges dazu an Fragen zur Umsetzung geben. Bitte lesen sie bei Fragen erst im Mitlieder Forum des DHV nach.
Die Pressemitteilung des Bund Deutscher Hebammen finden Sie als pdf-Datei zum Download auf unserer Pressemitteilungsseite.
Juni 2008 - Zum 1. Juni 2008 sind diverse Neuregelungen zum Abrechnungsvertrag in Kraft getreten. Die bisher gültigen „Erläuterungen zum Vertrag…“ und die „Modalitäten zur Unterschrift“ werden durch neue Regelungen ersetzt. In die Verhandlungen eingeflossen sind Hinweise von Hebammen, Krankenkassen und Softwareherstellern.
Lesen Sie hier die wichtigsten Änderungen: Neuregelungen.
Die vollständige Protokollnotiz finden Sie auf der BDH Homepage .
Mai 2008 - Ein landesweiter Protest der Hebammen weist aktuell auf die sich verschlechternde Situation und die stärker werdenden Arbeitsbelastungen von Hebammen hin. „Dass sich die Politik endlich stark macht für die Familiengesundheit von Anfang an und für das Kindeswohl ist richtig. Falsch ist dagegen, wenn das auf Kosten der Gesundheit der Leistungserbringerinnen geschieht“, so die Präsidentin des BDH. „Ohne genügend personelle Ausstattung der Kreißsäle haben wir auf Dauer keine gesunden und leistungsfähigen Hebammen, die die Mütter stärken und die Kinder liebevoll empfangen. Deshalb fordern wir mehr Hebammen in den Kreißsälen."
Um dieser Forderung Gewicht zu verleihen, werden die 16 000 Hebammen des Landes den Spitzenverbänden der Krankenkassen und den Ministerien ordentlich einheizen: So viele Protestkarten wie möglich haben sich auf die Reise begeben, um die Verantwortlichen über die Misere in den Kreißsälen zu informieren.
Lesen Sie hierzu auch die Pressemitteilung des BDH: Pressemitteilung
Mehr zum Thema finden Sie auch auf der BDH Homepage sowie auf
www.hebammen-protest.de