05.05.2015

Hebammen für eine bessere Zukunft: Hebammentag 2015

Gemeinschaftlich setzen Hebammen sich für eine bessere Zukunft ein: "Hebammen für eine bessere Zukunft", lautet das Motto des diesjährigen Internationalen Hebammentags. Der Landesverband der Hebammen NRW hat dieses Motto übertragen in "ZusammenHalt - bessere Arbeitsbedingungen für alle Hebammen

Mit unserer Aktion "ZusammenHalt - bessere Arbeitsbedingungen für alle Hebammen!" setzen wir ein Zeichen für Solidarität.

Die Folgen von Haftpflichterhöhung, Klinikschließungen, mangelnder Qualitätsbesetzung in den Kreißsälen und anderer sich verändernder Rahmenbedingungen ihrer Berufsausübung wirken gleichermaßen auf alle Hebammen.

NRW braucht alle Hebammen: überall!

Unser Ziel ist die gute Versorgung von Müttern, Kindern und Familien. Um das zu erreichen, müssen alle Teilbereiche der Hebammentätigkeit nahtlos ineinander übergreifen. Die Hausgeburtshebamme muss in die Klinik weiterleiten können, die Klinik muss das Neugeborene und seine Mutter in die Hände der Wochenbetthebamme übergeben können.

Das kann nur funktionieren, wenn auch überall in NRW ausreichend Hebammen da sind.

Gegen Hebammenmangel

Schwangere Frauen, Gebärende und ihre Familien brauchen Hebammen. Ganz gleich, ob die Hebamme freiberuflich ist oder angestellt, geburtshilflich in der Klinik, im Geburtshaus oder in der Hausgeburtshilfe arbeitet, ob sie Schwangerenvorsorge, Wochenbettbetreuung, Geburtsvorbereitung, Stillberatung durchführt oder im Kontext der Frühen Hilfen Familien betreut: Sie arbeitet unter schwierigen Rahmenbedingungen.

Wenn sich nicht zeitnah und grundlegend etwas ändert, ist die Folge: Immer mehr Hebammen sind gezwungen, ihren Beruf aufzugeben oder ihr Leistungsangebot zu verringern.

Der Landesverband der Hebammen NRW fordert deshalb Landespolitikerinnen und -politiker in einem Schreiben auf, sich für die optimale Versorgung von Müttern, Kindern und Familien einzusetzen.

Unsere Forderungen an die Politikerinnen und Politiker in NRW

 

Vergütung anheben: Jetzt!

Bestehen Sie darauf, dass die Vergütung der freiberuflichen Hebammen endlich auf das Niveau angehoben wird, das seit 2007 ignoriert wird!


Machen Sie Druck auf den Krankenkassen-Spitzenverband, damit der Vertrag über den vom Gesetzgeber beschlossenen Sicherstellungszuschlag termingerecht zustande kommt!

 

 

Planungssicherheit schaffen!

Schaffen Sie Planungssicherheit über Mitte 2016 hinaus für Hausgeburtshebammen, Geburtshäuser und Beleghebammen, indem Sie sich für einen steuerfinanzierten Haftungsfonds einsetzen

 

 

 

 

Geburtshäuser und Belegkliniken erhalten!

Setzen Sie sich dafür ein, dass in den Kommunen Geburtshäuser und Belegkliniken erhalten bleiben!

Innovative Lösungen finden!

Unterstützen Sie den Aufbau von Hebammenzentren in Städten und mobilen Hebammenpraxen im ländlichen Raum!

 

 

Hebammen endlich angemessen bezahlen!

Sorgen Sie dafür, dass die Privatgebührenordnung NRW endlich automatisch an die Gebührenordnung der gesetzlichen Krankenkassen angepasst wird.

Damit Hebammen zeitnah angemessen bezahlt werden.

 

 

 

Expertinnenstandards implementieren!

Unterstützen Sie die Implementierung des Expertinnenstandards zur Förderung der physiologischen Geburt in den 168 Geburtskliniken in NRW!

 

 

 

 

Riesen-Abteilung für Geburtshilfe? Nein, danke!

Setzen Sie sich ein für den Erhalt kleinerer geburtshilflicher Abteilungen! Stoppen Sie die fortschreitende Zentralisierung der Geburtshilfe in riesigen Abteilungen!

Hebammen-Kreißsäle implementieren!

Setzen Sie sich dafür ein, dass genügend Hebammen in den Kliniken angestellt werden, damit gute geburtshilfliche Qualität gewährleistet ist!

Lesen Sie hier unseren Brief an die Fraktionen