30.06.2021

Mit Ihrer Unterstützung: Unsere Forderungen an die potenziellen Abgeordneten des neuen Bundestags

Am 26. September wird der Bundestag gewählt. Der Wahlkampf findet unter Corona-Bedingungen anders statt als sonst. Die Pandemie hat zudem die schon vor ihr bestehenden frauenpolitischen Problemfelder stärker in den Fokus gerückt und gezeigt, dass es die seit Jahren unter prekären Rahmenbedingungen leidenden Frauenberufe sind, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Berufspolitisches Engagement ist jetzt im Vorfeld der Wahl besonders wichtig.

Denn jetzt können wir die zukünftigen Entscheider*innen auf unsere Forderungen aufmerksam machen. Sie lauten:

  • Anerkennung und Sicherung der professionellen Hebammenhilfe und einer frauzentrierten Geburtshilfe als wichtige Gesundheitsleistungen für Gebärende:

    Hebammen halten diese Leistungen auch während des Pandemiegeschehens in einem großen Spektrum professionell, verlässlich und selbstverständlich vor. Die Corona-Pandemie hatte für die Hebammenarbeit, sowohl in der Klinik wie auch in der aufsuchenden Betreuung, einen erheblichen Mehraufwand für die berufliche Tätigkeit zur Folge. Alle Corona-Maßnahmen bedeuten einen größeren Organisationsaufwand sowie eine stärkere zeitliche Belastung. Als Hebammen werden wir in der aufsuchenden Betreuung mit den Herausforderungen von Frauen und Familien in dieser sensiblen Lebensphase konfrontiert. Leider ist festzustellen, dass sich in den Familien während der Corona-Krise alte, bereits überwunden geglaubte Geschlechterrollen erneut manifestieren und die speziellen Bedarfe von Frauen und Familien lange Zeit aus dem Blickfeld politischer Entscheidungen geschoben wurden.
  • Berücksichtigung  und  ausdrückliche  Benennung  der  Hebammen in allen relevanten Verordnungen:

    Bereits zu Beginn der Pandemie wurden Hebammen in der Verteilung der Schutzausrüstung nicht berücksichtigt. Ebenso werden Hebammen in vielen anderen Bereichen nicht ausdrücklich in den relevanten Verordnungen genannt, so z.B. in der Priorisierung der Impfung, die nachträglich in den einzelnen Bundesländern geregelt werden musste
  • Auch finanzielle Berücksichtigung der besonderen beruflichen Belastungen und Aufwendungen in der Coronapandemie:

    Für die Hebammenarbeit bedeuten alle Corona-Maßnahmen einen größeren Organisationsaufwand sowie eine stärkere zeitliche Belastung. Dies spiegelt sich in der Vergütung nicht wider.

  • Mehr Studienplätze für die Primärqualifizierung von Hebammen zur Behebung des Fachkräftemangels

  • Berücksichtigung der besonderen Bedarfe von Frauen und Familien zur Behebung der Corona-Krisenfolgen, z .B. durch einen niedrigschwelligen Zugang zu psychologischer Beratung und Therapiemöglichkeiten

Wir als Landesverband bitten alle Hebammen um Unterstützung:

Scheuen Sie sich nicht, Kandidatinnen und Kandidaten anzusprechen. Nutzen Sie die Hilfen in unserem Mitgliederbereich. Damit sind Sie bestens vorbereitet und haben gute Argumente an der Hand. 

Hier kommen Sie zum Mitgliederbereich

Erfahren Sie mehr auf der Kampagnenseite des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)