20.07.2021

Hochwasser-Hilfen laufen an

Die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Regionen ist erschreckend. Hebammen benötigen Unterstützung, wenn sie durch das Hochwasser in Not geraten sind, und um die Versorgung von Frauen und Familie möglichst bald wieder durchführen zu können. Gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband (DHV) und der Hebammengemeinschaftshilfe (HGH) konnten die Landesverbände nun verschiedene Hilfen organisieren. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Bild: Roman Odintsov bei Pexels

Um Hebammen zur Seite zu stehen, die durch das Hochwasser in Not geraten sind, brauchen wir ihre Meldung. Wenn Sie betroffen sind oder Kontakt zu betroffenen Kolleg*innen halten, schildern Sie in einer Mail kurz Ihren akuten Hilfsbedarf und geben Sie bitte Ihren vollständigen Namen, Wohnort und eine Kontaktmöglichkeit an.

Senden Sie bitte Ihre Mail direkt an die dafür eingerichtete Mailadresse: hochwasser2021(at)hebammenverband.de 

Spendenkonto ist freigeschaltet

Durch eine Spende tragen Sie dazu bei, die Versorgung von Frauen und Familien in den Hochwassergebieten schnellstmöglich wieder zu gewährleisten. Das Geld soll den betroffenen Kolleg*innen die schnelle Aufnahme ihrer Hebammentätigkeit ermöglichen und so die Hebammenhilfe in den betroffenen Regionen gewährleisten.

Empfänger: Hebammengemeinschaftshilfe
Spendenkonto: DE84 6605 0101 0009 1290 73
Verwendungszweck: Hochwasser 2021

Praktische Unterstützungsmöglichkeit aus dem ganzen Bundesgebiet

Sie sind selbst Hebammen und wollen betroffenen Kolleginnen und  Familien, die derzeit nicht richtig betreut werden können helfen? Hier kann die Akutsuche unserer Vermittlungsplattform
www.ammely.de einen wertvollen Dienst leisten. Indem Sie sich hier mit Ihren zeitlichen Kapazitäten registrieren, unterstützen Sie die Frauen und Familien und vor allem die Kollegin, die durch die Flutkatastrophe so betroffen ist, dass sie gerade nicht als Hebamme arbeiten kann. 

Nothilfe – Hochwasser 2021

Die finanziellen Möglichkeiten der Hebammengemeinschaftshilfe für Rettungsschirme sind begrenzt. Doch kann die HGH Kolleg*innen in akuter Not unterstützen, wenn es darum geht, finanzielle Lücken vorübergehend zu schließen. Hierfür kann die HGH zinslose Darlehn anbieten, zum Beispiel um die anstehende Haftpflichtversicherung zu bezahlen. Das Ziel der HGH ist, die betroffene Hebamme möglichst einfach, zeitnah und flexibel zu unterstützen.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Unterstützung ist eine bestehende Mitgliedschaft im DHV. Ein formloser Antrag, z. B. in Form einer E-Mail, muss folgende Angaben enthalten:

  • Name, Vorname, Mitgliedsnummer, Geburtsdatum
  • Kontaktdaten: Anschrift und Telefonnummer
  • Kurze Erläuterung, wie es zu dieser akuten Notsituation gekommen ist
  • Höhe des gewünschten Darlehens (üblich ist eine Summe bis zu 5000 Euro)

Kontakt der Hebammengemeinschaftshilfe:

E-Mail: hgh(at)hebammenverband.de
Telefon: 0251 784207

In einem Darlehnsvertrag werden der Beginn der Rückzahlungen und die Höhe der monatlichen Raten individuell festgelegt. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, zwischendurch größere Beträge einzuzahlen bzw. eine sofortige Tilgung der Summe zu leisten.

Psychologische Betreuung

Sollten Sie durch die Hochwasser Katastrophe in eine Ausnahmesituation geraten sein, benötigen Sie möglicherweise professionellen Beistand zur Verarbeitung der Geschehnisse. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege bietet daher verschiedene  psychologischen Formen der Betreuung auch für Hebammen in dieser Extremsituation an. Über diesen Link gelangen Sie zu den Bezirksverwaltungsstellen der einzelnen Bundesländer:

Den betroffenen Kolleginnen und allen anderen Menschen, die jetzt um ihre Existenz bangen und vielleicht sogar den Verlust von Verwandten oder Freund*innen zu beklagen haben, gilt unser ganzes Mitgefühl. Allen, die in der Situation Unterstützung leisten, wünschen wir alles Gute und bedanken uns für ihr Engagement.

Hier kommen Sie zur Website des DHV