Umgang mit regionalen Infektionsausbrüchen

Der DHV hat Empfehlungen zum Umgang mir regionalen Infektionsausbrüchen herausgegeben: 

Achten Sie auf die tägliche Berichterstattung über die Ausbreitung der Covid-19-Infektionen in
Ihrer Region und benachbarten Landkreisen.

Arbeiten und/oder wohnen Sie in einer betroffenen Region? Dann beachten Sie folgendes:

1. Informieren Sie sich täglich über die regionalen, aktuellen Corona-Schutz-Verordnungen sowie weitere Maßnahmen Ihres Gesundheitsamtes und der örtlichen Behörden, wie bspw. zur Durchführung von Präsenzkursen.

2. Handeln Sie stets gemäß der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung und nach den Vorgaben der
Gesundheitsbehörden.

3. Erfragen Sie schriftlich die Symptome vor jedem persönlichen Kontakt mit zu betreuenden Frauen, Familien und Mitbewohner*innen und legen es Ihrer Dokumentation bei. Sie können hierfür den Online-Symptom-Checker der Thieme Compliance GmbH (ermöglicht am Ende einen Ausdruck) oder das Abfrageformular zum Covid-19-Infektionsrisiko nutzen.

4. Vereinbaren Sie mit den Frauen, dass sie Ihnen die Ergebnisse unaufgefordert vor dem persönlichen Kontakt zukommen lassen.

5. Wenn Sie sich unsicher sind, ob und unter welchen Bedingungen Präsenzkurse stattfinden dürfen: fragen Sie bei Ihrem Gesundheitsamt bzw. der zuständigen Behörde nach.

6. Nutzen Sie, sofern es die Situation erfordert, die Möglichkeiten der Sonderregelungen des Vertrags über die Versorgung mit Hebammenhilfe gemäß § 134a SGB V, um die Ausbreitung des Covid-19 einzudämmen, wie Videotelefonie und Onlinekurse bzw. Mischkurse.

7. Tauschen Sie sich mit Ihren Kolleginnen in Ihrer Region aus. Vielleicht gibt es einen freiwilligen Kreis von Hebammen, der die Betreuung von Covid-19 positiv getesteten Frauen und Familien übernimmt.

8. Gibt es die Möglichkeit sich auf Covid-19 testen zu lassen? Dann nehmen Sie diese bei Symptomen großzügig in Anspruch.

9. Möchten Frauen aus stark betroffenen Landkreisen an Ihren Kursen teilnehmen und es gibt von Seiten der Regierung weder Lockdown noch weitere klare Vorgaben?

  • Veranlassen Sie als Kursanbieterin alles Mögliche, um Risiken auszuschließen.
  • Bieten Sie den Betroffenen eine Alternative an, indem Sie beispielsweise eine Onlinezuschaltungzum Präsenzkurs ermöglichen (das Einverständnis der Kursteilnehmer*innen vorausgesetzt).
  • Empfehlen Sie der Frau, sich testen zu lassen. Der Test darf nach aktuellem Stand nicht älter als 48 Stunden sein, bevor der Kurs stattfindet.

Momentan stellt es eine große Herausforderung dar, sich mit allen Verordnungen zurechtzufinden, sie zu interpretieren und korrekt umzusetzen. Wenn es jedoch dazu beiträgt die Infektionszahlen einzudämmen, hat sich der Aufwand gelohnt.

Hier können Sie die Empfehlungen des DHV als pdf-Datei herunterladen.