28.09.2017

Stillen fördern – gemeinsam!

Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) vom 28.09.2017, Berlin: Hebammenverband fordert zur diesjährigen Weltstillwoche öffentliche Einrichtungen zur Förderung des Stillens auf.

Vom 2. bis zum 8. Oktober begeht der Deutsche Hebammenverband unter dem Motto „Stillen fördern – gemeinsam“ die diesjährige Weltstillwoche. In diesem Zeitraum finden in ganz Deutschland zahlreiche Aktionen zur Stillförderung und zur Akzeptanz des Stillens in der Öffentlichkeit statt. Das diesjährige Motto verweist auf die gesamtgesellschaftliche Verantwortung, sich für das Stillen als beste Ernährung für Säuglinge einzusetzen. Denn nach wie vor ist Stillen an vielen Orten unerwünscht und wird mitunter offen diskriminiert.

„Die Forderung, dass in Deutschland mehr für die Gesundheit von Frauen und Familien getan werden muss, beinhaltet insbesondere in den ersten Lebensmonaten eines Kindes die Möglichkeit zu stillen. Und zwar unabhängig davon, ob dies öffentlich oder im privaten Raum geschieht“, sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Stillen die beste Unterstützung für die körperliche und geistige Entwicklung eines heranwachsenden Kindes ist. „Umso unverständlicher sind negative Erlebnisse, von denen Frauen nach dem Stillen in der Öffentlichkeit immer wieder berichten“, meint Aleyd von Gartzen, Beauftragte für Stillen und Ernährung im Deutschen Hebammenverband. Eine vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass Stillen in der Öffentlichkeit umso positiver aufgenommen wird, je mehr über die gesundheitlichen Vorteile bekannt ist. „Das fordert auch Behörden und öffentliche Einrichtungen, das Stillen an diesen Orten zu ermöglichen und zu zeigen: Wir stehen für die Gesundheit von Mutter und Kind, indem wir Stillen fördern – gemeinsam“, so Aleyd von Gartzen.

Die Weltstillwoche gilt als die größte gemeinsame Kampagne aller das Stillen fördernder Organisationen, darunter auch die UNICEF und die WHO. Sie wird seit 1991 jährlich in über 120 Ländern begangen. Laut „World Alliance for Breastfeeding Action“ (WABA), die wie jedes Jahr das Motto herausgegeben hat, richtet sich der diesjährige Aufruf explizit an Personen des öffentlichen Lebens und fordert diese dazu auf, sich für die Förderung des Stillens einzusetzen. Die Initiative setzt sich weltweit für den Schutz, die Förderung und die Unterstützung des Stillens ein. Sie basiert auf der Innocenti-Deklaration und der von der WHO und UNICEF herausgegebenen globalen Strategie zu Säuglings- und Kleinkindernährung. WABA hat Beraterstatus beim Kinderhilfsfonds der Vereinten Nationen (UNICEF) und beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC).

Weitere Informationen zur Weltstillwoche 2017 sowie zu aktuellen Studien

Kontakt und weitere Informationen:
Deutscher Hebammenverband e. V.
Pressestelle
Telefon: 030/3940 677 30
E-Mail: presse(at)hebammenverband.de
..........

Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 19.000 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrerinnen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftlerinnen, Familienhebammen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschülerinnen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäiäscher und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.