13.01.2021: Entscheidungswege in der Corona-Pandemie

Bild: Landesverband der Hebammen NRW

Welches Gremium oder welches Organ befasst sich mit welchen Entscheidungen zu Maßnahmen während der Corona-Pandemie? Wenn man das weiß, lässt sich manches leichter nachvollziehen, ein weiterer Schritt zu mehr Kompetenz im Umgang mit dem Virus.

Damit Sie sich besser zurechtfinden, hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) ein hilfreiches Schaubild zu den Entscheidungswegen bei Maßnahmen während der Corona-Pandemie auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene erstellt.

Hier finden Sie das Schaubild des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

 

18.12.2020: Hebammen - kompetent zur präventiven Corona-Testung

Bild: Anna Shvets auf Pexels

Bild: Anna Shvets auf Pexels

Die Corona-Test-Verordnung legt fest, dass freiberufliche Hebammen einen Anspruch auf wöchentliche präventive Testung haben. In Hausarztpraxen und Testzentren des öffentlichen Gesundheitsdienstes ist das noch nicht vollständig angekommen. Es kommt vor, dass Kolleginnen die Testung verweigert wird. Damit Sie in einem solchen Fall informiert und in der Lage sind, kompetent zu argumentieren, zeigen wir Ihnen hier die konkreten Textstellen in der Verordnung auf, auf die Sie sich beziehen können, damit die Testung durchgeführt wird. Es müssen unterschiedliche Bestimmungen in der Testverordnung und im Infektionsschutzgesetz herangezogen werden.

Der Anspruch auf präventive Testung ist in § 4 der Testverordnung (TestVO) geregelt.

  • § 4 (1) Wenn es Einrichtungen oder Unternehmen nach Absatz 2 oder der Öffentliche Gesundheitsdienst zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 verlangen, haben asymptomatische Personen (…), die in Einrichtungen nach § 4 (2) arbeiten, einen Anspruch auf eine präventive Testung mittels Antigentest.
  • § 4 (2) Nr. 6 besagt, dass Einrichtungen nach § 23 (3) Satz 1 Nr. 9 Infektionsschutzgesetz zu den testrelevanten Einrichtungen gehören. Das sind „Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe“.


Dass darin auch der Anspruch der freiberuflichen Hebammen auf präventive Testung begründet ist, ist in der Begründung zur Testverordnung zu § 4 (2) nachzulesen. Dort steht: "(…) Freiberufliche Hebammen fallen ebenso unter § 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 9 IfSG. Des Weiteren werden auch die Rettungsdienste in den Kreis der testrelevanten Einrichtungen einbezogen.“

Somit ist klar, dass freiberufliche Hebammen einen Anspruch auf präventive Testung haben.

Nach § 6 (1) Nr. 3 Test-VO Arztpraxen oder Testzentren, die von der Kassenärztlichen Vereinigung oder vom öffentlichen Gesundheitsdienst betrieben werden, zur Leistungserbringung verpflichtet. § 7 (1) der Testverordnung sieht vor, dass der Leistungserbringer seine Leistung über die Kassenärztliche Vereinigung in deren Bezirk der Leistungserbringer seinen Sitz hat, abrechnet. Dafür wird ein entsprechendes Formular von der Kassenärztlichen Vereinigung zur Verfügung gestellt.

Es muss nun verstärkt darauf gedrängt werden, dass Hebammen sich selbst testen können. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) wird jetzt noch einmal Kontakt mit dem BMG, dem Hausärzteverband und dem Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst aufnehmen. Zwischenzeitlich sind Sie gut informiert, wenn Sie in einer Praxis oder einem Testzentrum auf Unwissenheit stoßen. Brandenburg und Saarland haben übrigens inzwischen ministeriell klargestellt, dass Hebammen selbstverständlich den Anspruch auf wöchentliche präventive Testung haben.

Sie finden hier ein Mustertestkonzept, das vorgelegt werden muss, wenn Sie zum Hausarzt oder zum Testzentrum gehen, und das –protokoll

Hier können Sie sich über die relevanten Paragrafen zum Belegen Ihres Anspruchs informieren

Bitte nehmen Sie zur Testung eine Kopie ihrer Berufsurkunde mit.

 

14.12.2020: Lock-Down kommt vor Weihnachten

Griffin Wooldridge auf Pexels

Bild: Griffin Wooldridge auf Pexels

Seit dem ersten Lock-Down im Frühjahr haben wir versucht, Sie mit Materialien zu versorgen, die Ihnen wichtige Informationen liefern und Ihren Arbeitsalltag erleichtern. Deshalb können wir nun für unser "Lock-Down-Paket" auf vieles zurückgreifen und stellen Ihnen hier aktuell wichtige Unterlagen zur Verfügung. Schauen Sie sich zusätzlich auf unserer Corona-Seite um, vielleicht gibt es dort noch etwas spezifisch Wichtiges für Sie.

Die Rahmenbedingungen für Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse haben sich mit dem neuen Lock-Down nicht verändert. Allerdings möchten wir jede Kollegin dringend bitten mit der kommunal zuständigen Behörde Rücksprache zu halten, ob diese andere, bzw. zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen angeordnet hat. Die Empfehlung des Deutschen Hebammenverbandes lautet bereits seit einiger Zeit, Kurse - wenn irgend möglich - online durchzuführen.

Bleiben Sie gesund - und alle, mit denen Sie in Kontakt kommen!

  • Coronaschutzverordnung NRW in der ab 16. Dezember 2020 gültigen Fassung
  • Hier hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) auf seiner Seite einen Vordruck zur Kindernotbetreuung eingestellt
  • wochentliche Testung: In der Verordnung zur Teststrategie zum Nachweis von SARS-CoV-2 regelt der Gesetzgeber umfassend die Übernahme von PCR-Tests und Diagnostik durch Antigen-Tests sowie andere Verfahren für GKV-Versicherte und Nicht-GKV-Versicherten. Dabei handelt es sich um Tests, die bei bestimmten Personengruppen auch ohne Vorliegen von Symptomen vorgenommen werden. Diese Möglichkeit steht Beschäftigten von Krankenhäusern und auch Praxen anderer als ärztlicher humanmedizinischer Berufe offen – und freiberuflichen Hebammen unabhängig davon, ob sie ihre Leistungen in/über eine Praxis oder ohne Praxis anbieten. Wie andere berechtigte Personen können sie sich präventiv einmal wöchentlich testen lassen.
  • Um auf alles vorbereitet zu sein, z.B. Ausgangssperren, empfehlen wir, prophylaktisch eine Kopie der Berufsurkunde anzufertigen und mit sich zu führen.
  • Informationen zur Schutzausrüstung und zur Betreuung von mit Corona infizierten Frauen

Arbeitshilfen: 

 

04.12.2020: Corona-Sondernewsletter des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Bild: Anete Lusina auf Pexels

Bild: Anete Lusina auf Pexels

Der Krisenstab des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) hat einige Neuerungen und Veränderungen in der Coronasituation zusammengestellt und versorgt Sie mit aktuellen Informationen und Arbeitshilfen für Ihre Berufspraxis. Erfahren Sie mehr über Corona-Schnelltests für Hebammen oder finanzielle Hilfen.

Corona-Sondernewsletter 04.12.2020

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe werdende Hebammen,

wir möchten Sie wieder über einige Neuerungen und Veränderungen in der Coronasituation auf dem Laufenden halten und Sie mit aktuellen Informationen und Arbeitshilfen für Ihre Berufspraxis versorgen. Wir bedanken uns herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit und wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und alles Gute.

Bleiben Sie gesund, Ihr DHV-Krisenstab

Laufend aktualisierte Informationen finden Sie auch im Corona-Bereich: www.hebammenverband.de/corona


Corona-Schnelltest für Hebammen

von Ursula-Jahn-Zöhrens, Beirätin für den Freiberuflichenbereich

In der Verordnung zur Teststrategie zum Nachweis von SARS-CoV-2 regelt der Gesetzgeber umfassend die Übernahme von PCR-Tests und Diagnostik durch Antigen-Tests sowie andere Verfahren für GKV-Versicherte und Nicht-GKV-Versicherte.

Dabei handelt es sich um Tests, die bei bestimmten Personengruppen auch ohne Vorliegen von Symptomen vorgenommen werden. Diese Möglichkeit steht Beschäftigten von Krankenhäusern und auch Praxen anderer als ärztlicher humanmedizinischer Berufe offen – und freiberuflichen Hebammen unabhängig davon, ob sie ihre Leistungen in/über eine Praxis oder ohne Praxis anbieten.

Dies wurde durch den unermüdlichen Einsatz des Krisenstabs des DHV erreicht. Unsere zahlreichen Briefe an unterschiedliche Ministerien haben schlussendlich dazu geführt, dass in der Begründung zur Corona-Test-Verordnung explizit erwähnt ist, dass freiberufliche Hebammen ebenfalls in die Teststrategie einbezogen sind.

Wie andere berechtigte Personen können sie sich präventiv einmal wöchentlich testen lassen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie im nächsten Corona-Newsletter.

Weiterhin gilt jedoch: Hebammen dürfen die von ihnen betreuten Frauen nicht testen. Dies ist alleine den Einrichtungen der Pflege/Altenpflege vorbehalten. Zugleich führen immer mehr Kliniken Schnelltests bei allen Personen durch, die stationär aufgenommen werden, also auch im Kreißsaal. Hier werden Hebammen eingebunden sein.

Für Hebammen, die Tests durchführen hat der DHV zwei Schulungen angeboten. In den angekündigten weiterführenden Informationen werden wir bei Bedarf dabei auftretende Fragen beantworten.


Forderungen für die klinische Arbeit während der Corona-Pandemie

von Andrea Ramsell, Beirätin für den Angestelltenbereich

Liebe Kolleginnen, aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen und Anforderungen in den Kliniken können wir leider keine umfassenden Forderungen zu den Arbeitsabläufen in den Geburtskliniken während der Corona-Pandemie aufstellen. Wir sehen, wie unterschiedlich zum Beispiel die Besuchsregelungen in den Kliniken gehandhabt werden. Trotz der individuellen Vorgaben muss der Schutz des Personals in den Kreißsälen Priorität haben. Dazu gehört ausdrücklich der Schutz der Hebammen in der klinischen Arbeit, die durch ihre Arbeit tagtäglich im Kontakt mit vielen Menschen sind, sowie selbstverständlich die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen.

Wir haben drei Punkte identifiziert, die für alle Hebammen in den Kliniken relevant sind und die Sie als Forderungen in Ihre Kliniken einbringen können:

Durchführung regelmäßiger COVID-19-Testungen der Hebammen in Kliniken. Im Bedarfsfall, im Verdachtsfall und in zeitlich festgelegten Intervallen zum Schutze des Personals und der Patient*innen. Wenn möglich, Bereitstellung von Schnelltests. Zugang zu ausreichender persönlicher Schutzausrüstung.Verbindliche, verständliche, verschriftlichte und praktisch umsetzbare Hygieneanweisungen bei der Betreuung von Patientinnen mit Verdacht auf oder gesicherter COVID-19 Infektion.Die sachgerechte Desinfektion und Aufbereitung der Kreißsaalräume nach einer Anwesenheit von Patientinnen mit Verdacht auf oder gesicherter COVID-19 Infektion muss zu jeder Zeit durch eingewiesenes Reinigungsfachpersonal gewährleistet sein.

Wir kommunizieren diese Forderungen auch auf politischer Ebene, um Sie bestmöglich in Ihrem   Arbeitsschutz während der Coronazeit zu unterstützen.


Finanzielle Hilfen

von Karoline Fitz, Beratende Hebamme

Bundesregierung und Bundesländer unterstützen Unternehmen und Selbstständige, die aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie von Umsatzeinbußen betroffen sind, mit den sogenannten Überbrückungshilfen, der Novemberhilfe und der bereits angekündigten Dezemberhilfe.

Der DHV stellt die folgende Auflistung zur Verfügung, eine individuelle Beratung ist jedoch leider nicht möglich. Bitte informieren Sie sich auf den offiziellen Seiten der Bundesministerien und prüfen Sie dort, ob Sie antragsberechtigt sind.

Novemberhilfe

www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Novemberhilfe/novemberhilfe.html

Von angeordneten Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen werden durch eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ unterstützt, der sogenannten Novemberhilfe.

Anträge können bis zum 31.01.2021 gestellt werdenWeiteres finden Sie in den FAQs, sie liefern umfassende Informationen zur Antragberechtigung und zu den Anträgen. Dezemberhilfe (angekündigt)

www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/11/20201127-stark-durch-die-Krise-dezemberhilfe-kommt.htm

Überbrückungshilfe II

www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Ueberbrueckungshilfe/ueberbrueckungshilfe.html

Fördermonate sind: September bis Dezember 2020

Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021Weiteres finden Sie in den FAQs, sie liefern umfassende Informationen zur Antragberechtigung und zu den Anträgen. Überbrückungshilfe III

www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-10-29-neue-corona-hilfen.html

Überbrückungshilfe II bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert, heißt dann Überbrückungshilfe IIINeustarthilfe für Soloselbstständige Steuerhilfen

Neben den direkten finanziellen Hilfsmaßnahmen hat der Bundestag das Corona-Steuerhilfegesetz im Mai 2020 verabschiedet. Durch die Maßnahmen bestehen u. a. die Möglichkeiten, aktuell weniger und später Steuern zu zahlen und mögliche Erstattungen früher zu erhalten.

Bis zum 31.12.2020 kann ein Antrag auf Stundungen von Steuerzahlungen beim Finanzamt gestellt werden.Anpassung und Erstattung von Steuervorauszahlungen können ebenfalls beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

Für weitere Informationen und Antragsberechtigungen wenden Sie sich an Ihre Steuerberater*in und informieren Sie sich auf der Website des Bundesfinanzministeriums:

www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html

Hilfen der Bundesländer

In den Bundesländern wurden z.T. zusätzliche Hilfspakete geschnürt. Erkundigen Sie sich direkt in Ihrem Bundesland.


Maßnahmen bei einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion

von Denize Krauspenhaar, Mitarbeiterin für Qualitätsmanagement

Die Anfragen von Kolleginnen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben und unsicher sind, an welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen sie sich jetzt halten sollten, häufen sich.

Unabhängig davon, ob eine SARS-CoV-2-Infektion vorlag und unabhängig davon, ob Antikörper nachgewiesen wurden, gelten weiterhin die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes. Eine Sonderregelung für Personen mit einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion gibt es nicht. Sie halten sich im privaten wie auch im professionellen Bereich an die Hygiene- und Schutzmaßnahmen.


„SARS-CoV-2: Studie sieht erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Schwangeren und Neugeborenen“…

…schreibt das Ärzteblatt und bezieht sich in dem Artikel auf eine Studie des US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Denn im Vergleich zu gleichaltrigen, nicht schwangeren Frauen sei es bei Schwangeren häufiger zu schweren Verläufen und Todesfällen gekommen, obwohl Infektionen mit SARS-CoV-2 bei den meisten Schwangeren asymptomatisch verliefen.

Lesen Sie den Artikel in voller Länge: www.aerzteblatt.de/nachrichten/117999/SARS-CoV-2-Studie-sieht-erhoehtes-Erkrankungsrisiko-bei-Schwangeren-und Neugeborenen

01.12.2020: Arbeitshilfe Kontakttagebuch

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat eine neue Arbeitshilfe erstellt. Mit dem sehr übersichtlich gehaltenen Kontakttagebuch des DHV lässt sich nachvollziehen, mit wem, wo und wie lange Kontakte bestanden haben.

Die Datei lässt sich auf dem eigenen Rechner installieren, so dass jede Hebamme die Kontakte dort eintragen kann. Das erleichtert ggf. die Rückverfolgung deutlich.

Die Daten sind einen  Monat aufzubewahren und danach datenschutzgerecht zu entsorgen.

Hier lässt sich das Kontakttagebuch herunterladen

Mehr zum Thema "Umgang mit Covid-19-Betroffenen und Kontaktpersonen" finden Sie auf den Seiten des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

27.11.2020: "Brisant"-Beitrag im Ersten: Betreuung Schwangerer in Corona-Zeiten

Während der Covid-19-Pandemie schwanger zu sein, stellt werdende Mütter vor besondere Herausforderungen. Der Fernsehbeitrag aus Dortmund unterstreicht das: Wenn etwa die Geburt im Kreißsaal genauso wie der Besuch bei der Hebamme ohne Begleitperson erfolgen muss, müssen Ängste allein durchgestanden werden, schöne Erlebnisse werden nicht gemeinsam geteilt.

Gut, wenn Hebammen an der Seite der Frauen sind. Deshalb muss es Hebammen ermöglicht werden, etwa nach dem Kontakt mit einer positiv getesteten Frau unverzüglich einen Corona-Test durchführen zu können, anstatt sich in Quarantäne begeben zu müssen, so Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) im "Brisant"-Beitrag. Dadurch würden Ausfälle vermieden, die zusätzlich zum herrschenden Hebammenmangel nicht zu verkraften sind.

Sehen Sie hier den Filmbeitrag (Brisant, Das Erste)

19.11.2020: Faktencheck zu Corona-Mythen

Nach wie vor hat für uns in NRW der § 1 Abs. 2 der Coronaschutzverordnung oberste Priorität, nämlich: "Jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person ist verpflichtet, sich so zu verhalten, dass sie sich und aderen keinen vermeidbaren Infektionsgefahren aussetzt."

Doch immer wieder wird die Berichterstattung über Corona durchgezielte Falschmeldungen und Verschwörungs-Mythen verzerrt. Informationen und Quellen sollten gut geprüft werden, bevor Meldungen etwa über soziale Medien geteilt werden.

Welche Fehlinformationen kursieren, und wie sie zu erkennen sind, finden Sie unter den nachfolgenden Links, die der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) entnommen wurden.

Bundesregierung: Mythen und Falschmeldungen und wie sie zu erkennen sind

Bundesregierung: "Was tun, wenn Familie oder Freunde an Verschwörungsmythen glauben?"

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Correctiv unterzieht Meldungen durch investigative Recherchen einem Faktencheck

16.11.2020: Masken-Kompass hilft bei der Wahl der richtigen Maske

Welche Maskentypen es gibt, und welche die richtige für die entsprechende Situation ist, hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) auf ihrer Website zusammengestellt. Dort erfahren Sie, was die Masken konkret können, und welche Normen gelten. Mit dem "Fake-Check" können Sie sich Ihre Kaufentscheidung erleichtern oder feststellen, ob Sie einer bestimmten Maske im Hinblick auf ihre Schutzwirkung trauen können.

Hier kommen Sie zum Masken-Kompass

06.11.2020: Corona - Betreuung infizierter Frauen

Die Angst davor, sich zu infizieren, hat auch unter Hebammen zugenommen. Immer öfter werden  Betreuungen infizierter Frauen abgelehnt, obwohl ausreichend Schutzkleidung vorhanden ist. Gerade Kolleginnen, die selbst zur Risikogruppe gehören oder im Haushalt mit einer Person leben, die zur Risikogruppe gehört, haben berechtigterweise Angst, sich anzustecken.

Schutzausrüstung ist notwendig

Sie und alle anderen Hebammen möchten wir als Landesverband ermutigen, die Betreuung trotzdem nicht abzulehnen – selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass ausreichende und funktionierende Schutzausrüstung vorhanden ist.

Informationen zum Selbstschutz

Auch möchten wir in Erinnerung rufen, dass bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr verschiedene Informationen und Arbeitshilfen zum Selbstschutz bei der Betreuung von infizierten Frauen erarbeitet wurden und seitdem sowohl auf der Website des DHV als auch auf unserer eigenen Coronaseite abrufbar sind. 

Wir möchten Sie ermutigen, auch Frauen mit Covid-19-Erkrankung oder positivem Test die so wichtige Hebammenbetreuung nicht zu versagen. Sollten Sie sich trotz alledem dazu nicht entscheiden können, möchten wir Ihnen in Übereinstimmung mit der Ethik der Hebammen ans Herz legen, zumindest die Grundversorgung von Mutter und Kind sicherzustellen (z.B. Vertretungshebamme, Verweis auf Klinik, Frauenärztin, Kinderärztin).

Hier haben wir für Sie ausführliche Informationsquellen zum Thema Schutzausrüstung und Betreuung Covid-19 infizierter Frauen zusammengestellt.

02.11.2020: digitale Leistungserbringung vorerst bis 31. März 2021

Als Konsequenz der wieder steigenden Infektionszahlen, tritt die Nutzung digitaler Medien wieder in den Vordergrund. Die Sondervereinbarung für die digitale Leistungserbringung wird daher verlängert und läuft mindestens bis zum 31. März 2021.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) setzt sich in weiteren Verhandlungen für die Fortführung digitaler Leistungserbringungen über den gesamten Zeitraum der Pandemie ein.

Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

30.10.2020: Neue CoronaSchVO! Hebammen sind erstmals ausdrücklich erwähnt

Als Angehörige eines Gesundheitsfachberufes stehen wir ganz besonders in der Verantwortung, alles zu tun, um angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen die Infektionsketten zu unterbrechen und auf alle Kontakte in Präsenz zu verzichten, die nicht unbedingt zur Versorgung von Mutter und Kind erforderlich sind.

Das sagt auch § 1 (2) der ab dem 2. 11. 2020 geltenden Coronaschutzverordnung NRW: „Jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person ist verpflichtet, sich so zu verhalten, dass sie sich und andere keinen vermeidbaren Infektionsgefahren aussetzt.“

Erfreulicherweise hat das Land NRW erstmals unsere Anregung aufgenommen, Hebammen namentlich in der Coronaschutzverordnung zu erwähnen!

Hier finden Sie die neue CoronaSchVO vom 30.10.2020
 
Persönlicher Kontakt

In § 12 (2) CoronaSchVO wird klargestellt, dass neben Physio- und Ergotherapeuten und Logopäden u.a. auch Hebammen von dem Verbot der Berufsausübung ausgenommen sind.

Somit gilt nun auch für uns:

  • Strikte Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln
  • Möglichst kontaktarme Erbringung der „Dienstleistung"
  • mindestens FFP2 Maske tragen, wenn die betreute Person keine Alltagsmaske trägt und der  Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (in unserem Bereich würde das z.B. die Hilfe beim Stillen oder die Ohrakupunktur betreffen)

Kurse

Zur Durchführung von Kursen in der Hebammenpraxis gibt es keine neuen Ausführungen in der Coronaschutzverordnung.

Allerdings regelt § 16 CoronaSchVO, dass die örtlichen Ordnungsbehörden befugt sind, weitergehende Schutzmaßnahmen anzuordnen. Das bedeutet, dass letztendlich immer die zuständige Behörde vor Ort entscheidet.

Sie sollten sich also unbedingt und in jedem Fall bei Ihrem Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Krisenstab oder wer auch immer bei Ihnen zuständig ist, erkundigen, ob Sie unter den aktuellen Bedingungen weiter Kurse anbieten dürfen.

Verhaltensregeln


Ganz grundsätzlich sollten Sie sich an die Empfehlungen halten, die im Frühjahr während des Lockdowns schon ausgesprochen und inzwischen ergänzt wurden:

  •     Persönliche Kontakte so kurz wie möglich halten
  •     Alles, was per Telefon oder Video durchzuführen ist, auch mithilfe dieses Mediums durchführen
  •     Hygieneregeln beachten
  •     Rückverfolgbarkeit gewährleisten
  •     Hygienekonzept für Kurse der zuständigen Behörde vorlegen


Der DHV hat sein Papier zum Verhalten in Hotspot-Regionen aktualisiert. Hier sind die Empfehlungen enthalten, die mittlerweile auf ganz NRW zu übertragen sind.

Zuletzt noch ein Wort in eigener Sache:

Als Berufsverband haben wir keinerlei gesetzgeberische Kompetenzen. Wir bemühen uns nach Kräften, so viele klare Aussagen wie nur möglich von den zuständigen Stellen in den Ministerien zu erhalten. Wann immer wir Informationen haben, leiten wir sie umgehend an Sie als unsere Mitglieder weiter.

Bleiben Sie gesund!

26.10.2020: Neue, korrigierte Angaben des Gesundheitsministeriums zur Raumgröße bei Kursen

Im Artikel vom 23.10.2020 haben wir Ihnen hier auf unserer "Corona-Seite" die Einschätzung unseres Gesundheitsministeriums zu Kursen in der Hebammenpraxis weitervermittelt.

Besonders die Aussage, dass nun pro Person 7 qm im Kursraum gerechnet werden müssten, hat zu zahlreichen Rückfragen der Hebammen und großer Verunsicherung geführt.

Daraufhin haben wir noch einmal nachgefragt und die folgenden Informationen erhalten:

„Im Gegensatz zu Fitnesskursen o.ä. mit der Vorgabe der 7 qm Fläche pro Person“ gibt es  „bei den Geburtsvorbereitungskursen und Rückbildungskursen o.ä. feste Anmeldezahlen. Daher ist die Teilnehmerzahl in den Kursen von der Kursleitung so zu bemessen, dass das Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Die AHAL-Grundregeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen sowie regelmäßiges Lüften) sind selbstverständlich weiterhin einzuhalten.

Abschließend möchten wir erneut ...... darauf hinweisen, dass unabhängig von der Inzidenzlage und ob das Abstandsgebot von 1,5 m eingehalten werden kann, die Rückverfolgbarkeit für alle Kurse in der Hebammenpraxis zu gewährleisten ist.“

23.10.2020: Steigende Infektionszahlen: So dürfen Kurse jetzt stattfinden

Trotz steigender Infektionszahlen und zahlreicher Hotspot-Geschehen dürfen Hebammen  - im Gegensatz zur Situation am Beginn der Corona-Pandemie – weiterhin Präsenzkurse durchführen. In der aktuellen Coronaschutzverordnung NRW gibt es kein generelles Kursverbot.

Die Bedingungen, unter denen Kurse in NRW stattfinden dürfen (Zahl der Teilnehmerinnen nach Art des Kurses u.a.) hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) dem Landesverband der Hebammen NRW per E-Mail mitgeteilt.

Hier die Zusammenfassung:

  • Die Durchführung von Geburtsvorbereitung und Rückbildungskursen ist dem § 9 Absatz 2 Coronaschutzverordnung zugeordnet und orientiert sich damit an den Vorgaben, die für Fitnessstudios und Schwimmbäder gelten. (s. Hygiene- und Infektionsschutzstandards)
  • Kann das Abstandsgebot nicht eingehalten werden, gilt Maskenpflicht für alle (Kursleitung, Teilnehmer*innen, Begleitpersonen).
  • Rückverfolgbarkeit ist unabhängig vom örtlichen Infektionsgeschehen sicherzustellen.
  • Pro Kursteilnehmerin darf nicht mehr als eine Begleitperson anwesend sein, es muss die Lebenspartner*in oder jemand aus derselben häuslichen Gemeinschaft sein.
  • Die Raumgröße bestimmt die Zahl der Kursteilnehmer*innen (inkl. mögliche Begleitpersonen). Pro Person müssen mindestens 7 qm Fläche zur Verfügung stehen.
  • Kursräume sollen alle 20 min stoß- bzw. quergelüftet werden.
  • Mobile Raumfilteranlagen ersetzen den Luftaustausch durch effektives Lüften nicht.
  • Symptome einer akuten Atemwegsinfektion sollten vor Kursbeginn erfragt werden und Menschen mit solchen Symptomen sollten von der Teilnahme ausgeschlossen werden.

Bitte beachten Sie:

Die Sichtweise des MAGS ersetzt nicht die möglichen verschärften Regeln der Allgemeinverfügungen in den Kommunen, gerade da, wo die Infektionszahlen ansteigen!

Bitte erkundigen Sie sich also trotzdem vor Ort bei Ihrer zuständigen Behörde, welche Regeln aktuell zu beachten sind!

Anlage Hygiene- und Infektionsschutzstandards zur CoronaSchVO NRW

14.10.2020: neue Corona-SchutzVO früher als vorgesehen

Die Zahl der mit Corona infizierten Menschen steigt, immer mehr Städte werden zu Risikogebieten erklärt. Das Land NRW reagiert mit neuen Maßnahmen in einer aktualisierten Corona-Schutzverordnung.

Lesen Sie hier die gültige Corona-Schutzverordnung

Anlage Hygiene- und Infektionsschutzstandards zur CoronaSchVO NRW

Hier finden Sie die Empfehlungen des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) für den Umgang mit regionalen Infektionsausbrüchen

12.10.2020: Fenster auf! Häufig und richtig Lüften in Corona-Zeiten

Regelmäßiges Lüften, etwa während der Babymassagekurse, klingt in der kälteren Jahreszeit sehr unbehaglich und ist mit der Angst vor Erkältung verbunden. Doch in Corona-Zeiten kann es helfen, ein Übertragungsrisiko durch an Aerosolen anhaftenden Krankheitserregern deutlich zu reduzieren.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) stellt klar, dass eine ausreichende Frischluftzufuhr gerade jetzt erforderlich ist und bietet wichtige Tipps und Informationen dazu an. 

Bei mobilen Raumentlüftern ist jedoch Vorsicht geboten. Tatsächlich führen diese keine Frischluft zu, sondern wälzen die Raumluft um, filtern möglicherweise Viren heraus, schleudern aber gleichzeitig die Aerosole durch den Raum. Hierzu gibt es von der BGW klare Worte. Wie schließen uns an und empfehlen weiterhin konsequentes Lüften.

Bleiben Sie gesund!

08.10.2020: Wortlaut der neuen Vereinbarungen liegt vor

Hebammenverbände und Krankenkassen-Spitzenverband hatten sich im September geeinigt, dass die Leistungen, die momentan über die sogenannten Sondervereinbarungen von den Kassen übernommen werden, bis Ende des Jahres weiter gelten.

Nun liegt auch der genaue Wortlaut der Vereinbarungen vor:

Befristete Verlängerungsvereinbarung_Leistungserbringung

Gemeinsame Umsetzungsempfehlungen

siehe auch unseren Beitrag vom 08.09.2020: "Planungssicherheit für digitale Hebammenleistungen bis zum Ende des Jahres!"

30.09.2020: aktuelle Änderungen in der neuen CoronaSchVO

Die Coronaverordnungen werden bis zum 31. Oktober 2020 verlängert. 

Veränderungen und Ergänzungen gibt es unter anderem für Weihnachtsmärkte sowie für private Feiern.

Bund und Länder haben zudem beschlossen, die Angabe unrichtiger Kontaktdaten auf Listen, die der Rückverfolgung dienen – also etwa in Restaurants – mit einem Bußgeld zu bestrafen. In Nordrhein-Westfalen wird dazu für Gäste, die solche Falschangaben machen, ein Regelbußgeld von 250 Euro festgelegt.

Immer mehr Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen überschreiten aktuell die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Auch bundesweit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter - und zudem schneller, vgl. WDR 1 vom 08.10.2020.

Hier finden Sie die Empfehlungen des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) für den Umgang mit regionalen Infektionsausbrüchen

Lesen Sie hier die neue Coronaschutzverordnung in der ab 30.09.2020 gültigen Fassung

08.09.2020: Planungssicherheit für digitale Hebammenleistungen bis zum Ende des Jahres!

Hebammenverbände und Krankenkassen-Spitzenverband haben sich darauf geeinigt, dass die Leistungen, die momentan über die sogenannten Sondervereinbarungen von den Kassen übernommen werden, bis Ende des Jahres weiter gelten. Damit wird die Ankündigung zurückgenommen, die Abrechnung sei möglich, bis die Bundesregierung die Pandemie für beendet erklärt.

Danach wird es dann einen Zeitraum geben, in dem Online-Kurse zu Ende geführt werden können. Die Frage, ob auch nach Ende der Pandemie Online-Leistungen abrechenbar sein werden, wird Gegenstand der weiteren Verhandlungen sein.

Wichtig zu wissen:

Kurse können weiter geplant und durchgeführt werden und digitale Hausbesuche sind weiterhin abrechenbar.

  • Der Wortlaut der neuen Vereinbarungen steht noch nicht zur Verfügung, weil das Dokument erst durch einen neu gegründeten Lenkungsausschuss beim Krankenkassen-Spitzenverband geprüft wird. Das dauert mindestens 8 Tage.
  • Sichergestellt ist, dass es einen nahtlosen Übergang vom Ende der Sondervereinbarungen am 30. 9. zum Beginn der neu abrechenbaren „Pandemie-Gebührenziffern“ ab 1.10. gibt. Digitale Leistungen können also weiter erbracht und abgerechnet werden.
  • Es wird neue Gebührenziffern geben, weshalb die Software sowohl bei den Krankenkassen als auch bei den Abrechnungsdienstleistern umgestellt werden muss. Daher wird es wieder eine Zeit lang nicht möglich sein, die digitalen Leistungen abzurechnen. Voraussichtlich wird die Umstellungsphase von Anfang Oktober bis Mitte November 2020 dauern
  • Einige kleinere Veränderungen und Verbesserungen sind aktuell noch in der Verhandlung, darüber wird der DHV informieren, sobald sie feststehen.

01.09.2020: aktuelle Änderungen in der neuen CoronaSchVO

 

Die Coronaverordnungen werden bis zum 15. September 2020 verlängert. 

lokale Corona-Bremse

Das Gesundheitsministerium NRW informiert auf seiner Website über die Aufnahme von Regelungen für eine lokale Corona-Bremse im Zuge der Aktualisierung der Coronaschutzverordnung.

Danach gilt künftig folgende Regelung: Wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt über 35 steigt, müssen die betroffenen Kommunen, das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) und die zuständige Bezirksregierung umgehend weitere passgenaue Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens abstimmen und umsetzen. Hierdurch soll frühzeitig auf das lokale Infektionsgeschehen reagiert werden. Eine weitere Stufe wird bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 erreicht. Dann müssen unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums weitere Maßnahmen abgestimmt und umgesetzt werden.

Hier finden Sie die Empfehlungen des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) für den Umgang mit regionalen Infektionsausbrüchen

Bußgelder für Nichteinhalten von Vorgaben

Insgesamt sieht die angepasste Verordnung unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens keine wesentlichen neuen Öffnungen vor. Die bestehenden Vorgaben sind weiter einzuhalten.

Deshalb wird das mit den anderen Ländern und dem Bund vereinbarte Mindestbußgeld von 50 Euro bei Verstößen gegen die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung eingeführt. In Nordrhein-Westfalen bleibt es zudem dabei, dass ein solcher Verstoß im ÖPNV mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet wird.

Lesen Sie hier die neue Coronaschutzverordnung in der ab 01.09.2020 gültigen Fassung

23.07.2020: Empfehlungen des DHV zum Umgang mit regionalen Infektionsausbrüchen

Das Infektionsgeschehen im Kreis Gütersloh hat gezeigt, dass jederzeit lokale Infektionsherde aufflammen können. Solche Hotspots sind unvorhersehbar, daher ist es gut, vorbereitet zu sein. Konkret bedeutet das die Rückkehr zu verschärften Regelungen, die auch Hebammen betreffen. Die Arbeitshilfe ist eine Gedankenstütze, worauf Sie im Krisenfall achten müssen.

15.07.2020: Neue Coronaschutzverordnung mit neuen Lockerungen für (Hebammen-)Kurse

Mit der Coronaschutzverordnung vom 15. Juli 2020 ist die Begrenzung von insgesamt zehn Personen beim nicht kontaktfreien Sport, in den Hebammenkurse in geschlossenen Räumen seitens des Gesundheitsministeriums NRW eingeordnet sind, aufgehoben.

Das bedeutet, dass wieder zehn Teilnehmerinnen plus Kursleitung (bei Kursen, die nach Hebammen-Vergütungsvereinbarung abgerechnet werden), bzw. zehn Paare plus Kursleitung zulässig sind.

Theoretisch dürften sogar inklusive Kursleitung 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Kurs in einem geschlossenen Raum besuchen. Dabei sollten immer die Regelungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz beachtet werden.

Dazu führt das Gesundheitsministerium aus:

"(...), dass nach unserer Einschätzung für die Durchführung von Kursen, z.B.  zur Geburtsvorbereitung oder Rückbildung in einer Hebammenpraxis die unter § 9 Abs. 1 Coronaschutzverordnung allgemeinen und grundsätzlichen Regelungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz Beachtung finden sollten.

Es ist zu empfehlen, dass beim Zutritt zur Hebammenpraxis, den Kursräumen und ggf. zu den Umkleideräumen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird, und während der Durchführung der Kurse auf eine gute Durchlüftung der Räumlichkeiten geachtet wird.

Nicht verpflichtend, aber in bestimmten Situationen ebenfalls empfehlenswert ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (textile Barriere), um die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Dazu gehören auch Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten oder der Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. 

Für die Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis verpflichtend einzuhalten, sind die unter § 9 Abs. 2 CoronaSchVO genannten Regelungen: Diese Kurse werden in der Regen nicht-kontaktfrei ausgeübt. In der ab dem 15.07.2020 gültigen Fassung der CoronaSchVO sind die Kurse ohne Mindestabstand während der Sportausübung nun mit bis zu 30 Personen zulässig, wobei die Rückverfolgbarkeit nach § 2a Abs. 1 CoronaSchVO sichergestellt sein muss.

Die einfache Rückverfolgbarkeit ist sichergestellt, wenn die freiberufliche Hebamme alle anwesenden Kursteilnehmerinnen mit deren Einverständnis mit Name, Adresse und Telefonnummer, sowie - sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt - Zeitraum des Aufenthalts schriftlich erfasst und diese Daten für vier Wochen aufbewahrt. Der gesonderten Erfassung von Adresse und Telefonnummer bedarf es nicht, wenn diese Daten für den Verantwortlichen bereits verfügbar sind."

 

Hier können Sie die aktuelle Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) sowie die Anlage "Hygiene- und Infektionsschutzstandards" einsehen

 

14.07.: NRW hat das Freiwilligenregister an den Start gebracht

Und mehr: Entscheiden Sie sich für eine der Möglichkeiten, erfahren Sie, auf welchem Gebiet Sie sich noch fit machen müssen. Hierbei hilft Ihnen die E-Learning-Plattform  "Olga" des DHV weiter und eröffnet Ihnen die Möglichkeit, sogar Fortbildungspunkte sammeln.

Lesen Sie hier die Entscheidungshilfen des Deutschen Hebammenverbands (DHV)

Hier kommen Sie zum Freiwilligenregister NRW

 

06.07.: aktuelle Umsetzungsempfehlungen zu den Sondervereinbarungen jetzt online

Die Sondervereinbarungen enden mit dem 30. September. (Achtung: Am 08.09.2020 sind die Sondervereinbarungen verlängert worden. Sie enden am 31.12.2020, s. Beitrag auf dieser Seite vom 08.09.2020)

In den aktuellen Umsetzungsempfehlungen zu den Corona-Vereinbarungen zur Hebammenversorgung wird jetzt klargestellt, dass die Fortführung von Online-Kursen über das Ende der Sondervereinbarungen hinaus gestattet und abrechenbar ist.

Das bedeutet:

  • Kurse, die komplett oder als Mischform online vor dem 30. 9. begonnen wurden, dürfen über das Ende der Sondervereinbarungen hinaus zu Ende online durchgeführt und auch abgerechnet werden.
  • Bei Mischkursen müssen die Teilnehmer*innen vor Ort und die Teilnehmer*innen online addiert werden, nach wie vor werden von den Kassen nur Kurse finanziert, die die Gesamtteilnehmer*innenzahl von 10 nicht überschreiten.

Weitergehende Informationen sind auf der Website des DHV bei den FAQs eingestellt.

Auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes können Sie die Umsetzungsempfehlungen nachlesen

 

 

02.07.: NRW-Gesundheitsministerium antwortet auf offene Fragen zur Fortbildungspflicht

Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Ministerium für Gesundheit das Ruhen der Fortbildungspflicht durch Verordnung bis zum 31.12.2020 festgelegt. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass Hebammen ihre bis zum Jahresende gebuchte Fortbildungen stornieren sollen. Hebammen haben laut Berufsordnung grundsätzlich die Pflicht, sich fortzubilden. Daran ändert auch Corona nichts. Vielmehr ist die Verordnung so zu verstehen:

Das Einreichen der Nachweise für die 60 Fortbildungsstunden in einem Zyklus wird bis Ende diesen Jahres ausgesetzt, wenn der Zyklus eigentlich Ende Mai 2020 geendet hätte. Er verlängert sich also bis Ende Dezember 2020.

Für die Hebammen, die Ende Mai 2020 in vollem Umfang ihrer Fortbildungsverpflichtung nachgekommen sind, beginnt der neue Fortbildungszeitraum am 01.06.2020.

Für Hebammen, deren Fortbildungszyklus erst nächstes Jahr endet, gilt das Aussetzen nicht. Momentan ist die Einschätzung des Ministeriums, dass die zwei oder drei Monate Verzug, in denen keine Präsenzfortbildungen stattfinden konnten, durch Online-Fortbildungen aufgefangen werden können.

Das Ministerium behält sich vor, jederzeit Veränderungen an dieser Verordnung vorzunehmen, sofern die Lage es erfordert..

Klärung noch nötig

Offen geblieben ist jedoch, wie mit dem Nachweis von Fortbildungen für Hebammen umgegangen wird, die einen anderen Zyklus haben (z.B. erst im Juli). Sobald wir dazu eine Antwort vorliegen haben, finden Sie sie auf unserer Corona-Seite.

Wir empfehlen, für individuellen Fragen auf das jeweilige Gesundheitsamt direkt zuzugehen.

Gerne können sich die betreffenden Kolleginnen auch direkt mit uns in Verbindung setzen. Ansprechpartnerin ist die Fortbildungsbeauftragte Anna Büscher, erreichbar unter fortbildungsbeauftragte@hebammen-nrw.de

 

 

30.06.: neue Informationen zur Durchführung von Kursen

Für das Durchführen von Kursen in geschlossenen Räumen ohne Einhalten des Mindestabstandes gelten aktuell nach Auskunft des Gesundheitsministeriums folgende Regeln:

  • Es sind (einschließlich Kursleitung) maximal zehn Personen in einem geschlossenen Raum gestattet.
  • Babys zählen nicht als Personen, ein Babymassagekurs kann also mit neun Teilnehmenden plus einer Kursleitung stattfinden.
  • Begleitpersonen bei Paarkursen zählen als Personen. Ein Paarkurs zur Geburtsvorbereitung kann also mit maximal vier Paaren plus Kursleitung stattfinden (wobei hier die Sondervereinbarungen mit den Kassen zum Zuge kommen und weitere Paare online dazu geschaltet werden können).
  • Es gilt Maskenpflicht.

Diese Regeln gelten für sämtliche Kurse, unabhängig davon, ob sie in Hebammenpraxen oder anderen Räumen stattfinden, und unabhängig davon, ob eine Hebamme die Kursleitung ist.

Sollen Kurse in größeren Räumen oder mit höherer Teilnehmer*innenzahl stattfinden, sollte die Kursleitung ihre jeweilige zuständige Behörde ansprechen. Ausnahmeregelungen sind in das Benehmen der Behörden vor Ort gestellt, sicher wird aber ein Hygienekonzept vorgelegt werden müssen.

Dazu empfiehlt sich das Hygienekonzept für Präsenzkurse.

s. auch unten unseren Beitrag vom 24.06.: "Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis"

29.06.: Testungen auf das Coronavirus durch Hebammen?

Immer häufiger taucht die Frage auf, ob die Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 durch Hebammen erbracht werden kann.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat dazu in seiner Stellungnahme alle relevanten Aspekte aus vertrags- und haftungsrechtlicher sowie labormedizinischer Sicht zusammengetragen. 

Im Ergebnis rät er dringend davon ab, dass Hebammen jegliche Formen von Testungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus durchführen.

 

24.06.: Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis

Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums mit Datum vom 22. 06. 2020 sind mit Beginn der Lockerungen Kurse in einer Hebammenpraxis unter bestimmten Bedingungen wieder gestattet.

Das Hygienekonzept des DHV für Präsenzkurse ist weiterhin zwingend einzuhalten.

Ebenso können nach § 16 Coronaschutz-Verordnung NRW jederzeit weitergehende Schutzmaßnahmen durch die örtlichen Ordnungsbehörden angeordnet werden, je nach regionaler Situation vor Ort.

Ganz aktuell betrifft dies die Kolleginnen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf, für den vorerst bis zum 30. 6. der lokale Lockdown gilt!

Konkret schreibt das Gesundheitsministerium folgendes:

Für die Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis verpflichtend einzuhalten sind die unter § 9 Abs. 2 CoronaSchVO genannten Regelungen. Die nicht kontaktfreie Ausübung u.a. des Sportbetriebes im Freizeitsport in geschlossenen Räumen kann ohne Mindestabstand stattfinden, wenn die Personen zu den in § 1 Abs. 2 CoronaSchVO genannten Gruppen gehören. D.h. für die Durchführung von Kursen, dass eine Gruppe von höchstens zehn Personen (vgl. § 1 Abs. 2 Nr. 5 CoronaSchVO) in den Räumlichkeiten der Hebammenpraxis zusammentreffen darf und die Rückverfolgbarkeit nach § 2a Abs. 1 CoronaSchVO sichergestellt sein muss. Die einfache Rückverfolgbarkeit ist sichergestellt, wenn die für den Kurs verantwortliche Hebamme alle anwesenden Kursteilnehmerinnen mit deren Einverständnis mit Name, vollständiger Adresse und Telefonnummer, sowie – sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt – Zeitraum des Aufenthalts schriftlich erfasst und diese Daten für vier Wochen aufbewahrt. Der gesonderten Erfassung von Adresse und Telefonnummer bedarf es nur dann nicht, wenn diese Daten für die oder den Verantwortlichen bereits verfügbar sind.“

30.06.2020: Achtung! Neu!
Die Regelungen der Coronaschutzverordnung werden um zwei Wochen verlängert. Sie gelten also mindestens bis 15. Juli 2020. Der Lockdown für den Kreis Warendorf endet mit Ablauf Dienstag, 30. Juni 2020 um Mitternacht auf. Für den Kreis Gütersloh werden die bestehenden Regelungen und Beschränkungen um eine Woche bis zum 7. Juli 2020 verlängert.

 

16.06.: Klarheit für Praxisanleiterinnen

Mit den nachfolgenden Links bieten wir Ihnen den Zugriff auf die Zusammenstellung von Arbeitshilfen für Hebammen, die in der Corona-Zeit Externatsschüler*innen, Studierende in der praktischen Phase oder Praktikant*innen mitnehmen wollen und dafür klare Vorgaben brauchen.

Hygiene-Empfehlungen für die außerklinische Praxisanleitung während der Coronavirus-Pandemie

Checkliste: Nachvollziehbarkeit der Infektionskette

Checkliste: Hygieneeinweisung und Symptome

Musterhygieneregeln für Externatseinsätze bei freiberuflichen Hebammen

Weitere Arbeitshilfen und Informationen zum Coronavirus

 

10.06.: Ergebnisse der Umfrage zum Verdienstausfall freiberuflicher Hebammen

Im April 2020 hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) eine Umfrage zum Thema „geschätzter Verdienstausfall infolge der Covid 19-Pandemie“ durchgeführt. Beteiligt haben sich etwa 21 Prozent der freiberuflichen Hebammen. Vielen Dank dafür!

Lesen Sie hier mehr zu Methoden, Ergebnissen und Handlungsempfehlungen.

Umfrageergebnisse, allgemein

Ergebnisse Verdienstausfall NRW

03.06.2020: Im Detail: Verlängerung der Sondervereinbarungen

Zu Beginn der Corona-Krise hatten wir entschieden, unseren Mitgliederservice auch für Nichtmitglieder zu öffnen, um allen Hebammen das Arbeiten unter diesen besonderen Umständen zu erleichtern. Dies behalten wir vorerst bei und stellen daher auch die aktuellen Unterlagen zu den Sondervereinbarungen öffentlich einsehbar auf unserer Corona-Website ein.

Wichtig zu wissen

Die Sondervereinbarungen sind befristet bis 30.09.2020. Sollte die Pandemie weiterhin anhalten, werden neue Gebührenpositionen geschaffen werden, so dass formal die jetzigen Sondervereinbarungen nicht noch einmal verlängert, sondern in neue Gebührenpositionen einfließen werden (so die Auskunft von Ursula Jahn-Zöhrens, Beirätin für den freiberuflichen Bereich).

Die gelebte Praxis, dass Kurse mit Teilnehmer*innen vor Ort und gleichzeitig per Video hinzugeschalteten Teilnehmer*innen stattfanden, ist nachträglich in die Sondervereinbarungen aufgenommen worden. In der ersten Fassung wurden diese "Mischkurse" nicht explizit erwähnt, waren aber nach Auskunft des GKV-SV immer mitgedacht.

Bis zu welchem Zeitpunkt Online-Kurse begonnen sein müssen, um auch über den Ablauf der Sondervereinbarungen hinaus zu Ende geführt und abgerechnet werden zu können, befindet sich zurzeit in der Klärung. Eine entsprechende Information wird auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) eingestellt werden.

Alle weiteren Besonderheiten sind in den Umsetzungsempfehlungen nachzulesen.

Auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) im Mitgliederbereich sind sämtliche Dokumente ebenfalls eingestellt.

Befristete Vereinbarung Materialmehraufwand

Befristete Verlängerungsvereinbarung - Alternative Möglichkeiten der Leistungserbringung

Umsetzungsempfehlungen Corona-VB zur Hebammenversorgung

02.06.2020: GKV-Spitzenverband: Sondervereinbarungen verlängert

Im März 2020 wurden mit den Krankenkassen Sondervereinbarungen getroffen, um angesichts der Corona-Pandemie die Versorgung mit Hebammenhilfe zu erleichtern. Dazu gehörte die Möglichkeit der "alternativen Leistungserbringung" - etwa das Führen eines Vorgesprächs mittels Online-Kommunikation.

Diese Sondervereinbarungen sind nun bis September verlängert worden.

Morgen wird es ausführliche Informationen mit allen wichtigen Details über die Kreisverteiler geben. Ebenso ausführlich wird alles Wichtige auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) eingestellt werden.

Hier können Sie die Vereinbarung zur Verlängerung nachlesen

02.06.2020: Fortbildungspflicht ruht bis zum Ende des Jahres

Corona greift in viele Bereiche ein und sorgte bislang angesichts vieler ausgefallener Fortbildungsveranstaltungen für Fragen, etwa beim Nachweis von Fortbildungsstunden gemäß §7 HebBO. Nun hat das Ministerium für Gesundheit in NRW per Verordnung unsere Berufsordnung vorläufig ergänzt und klargestellt: Die Fortbildungspflicht ruht bis zum 31.12.2020. 

Ziel dieser Regelung ist es, den Fortbildungszeitraum für die Hebammen zu strecken, die von der Pandemie besonders betroffen sind. Alle Hebammen sollen unverändert, soweit dies möglich ist und ein Fortbildungsangebot vorhanden ist, bis Jahresende und weiter darüber hinaus Fortbildungen besuchen.

Fragen gehen ans Gesundheitsamt

Sämtliche Fragen zur Umsetzung der Verordnung sind an Ihr zuständiges Gesundheitsamt zu richten, insbesondere zu Regelungen in folgenden Fällen:

"Müssen Kolleginnen, die ihre 60 Stunden beisammen haben, dann jetzt erstmal keine Fortbildungen machen?"

"Was ist mit schon gebuchten Fortbildungen, für Ende des Jahres, die sind ja gebucht worden mit Blick auf den neuen Zyklus? Kann man die jetzt stornieren?"

"Geht der neue Zyklus dann für alle am 01.01.21 los ohne Unterschiede? - oder bei Bedarf am 01.07.21?"

Hier können Sie die Verordnung zur Änderung der Berufsordnung lesen

25.05.2020: Praxisberatung für Corona-Betroffene

29.05.2020: Achtung!

Das Programm der BAFA (welches ursprünglich bis zum 31.12.2020 vorgesehen war) zur Förderung von Beratung im Corona-Kontext wurde geschlossen, da die Mittel ausgeschöpft sind. Allerdings können Sie hier auch die anderen, regulären Förderungsmöglichkeiten für Beratung nachschlagen und - wenn möglich - sich Beratung fördern lassen!

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25.05.2020:Praxisberatung für Corona-Betroffene

Nach einer neuen Richtlinie können Beratungen für Corona-betroffene Unternehmen bzw. Freiberufler/innen mit bis zu 4.000,00 Euro ohne Eigenanteil gefördert werden.

Förderfähig sind konzeptionelle, individuelle Beratungsleistungen.  Die Beratung muss sich auf die durch Corona hervorgerufenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten beziehen, dabei können individuelle Schwerpunkte gesetzt werden.

Die Beantragung muss bis zum 31.12.2020 erfolgen, allerdings dürfte es sinnvoll sein, den "Fördertopf" frühzeitig in Anspruch zu nehmen.

Hier finden Sie weitere Informationen auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Lesen Sie hier das offizielle Merkblatt des BAFA

Hier kommen Sie zum Online-Antrag

18.05.2020: WHOAcademy! neue App der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Gesundheitsberufe

Leider gibt es sie (noch) nicht auf deutsch - aber auch in englischer Sprache ist die mobile App für Gesundheitsberufe sehr empfehlenswert.

Die WHOAcademy, abgekürzt WHOAApp, vermittelt Wissen, das hilft, sich während der Corona-Pandemie im Umgang mit den betreuten Müttern und Kindern selbst zu schützen. Sie stellt dazu verschiedene Leitfäden, Werkzeuge und Workshops zur Verfügung und ist praxisorientiert auf die Bedürfnisse der im Gesundheitsbereich Tätigen ausgelegt, z.B. bietet sie größtmögliche Flexibilität.

Die "Gesundheitsberufe"-App der WHO gibt es für Android- und iOS-Geräte. Der Download ist kostenlos.

Laden Sie die App hier herunter:

Apple App Store

Android - Google Play Store

15.05.2020: Grünes Licht für Präsenzkurse durch Hebammen in NRW!

Das Gesundheitsministerium hat dem Landesvorstand heute folgendes mitgeteilt:

„Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass das MAGS nach fachlicher Prüfung derzeit keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Durchführung von Präsenzkursen durch Hebammen, insbesondere Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik hat.“

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) macht zur Bedingung, dass die Hebamme sich an das Hygienekonzept des DHV hält. Ergänzungen des MAGS zur Untersagung der Teilnahme, Vorschriften für Bewegungsübungen und Lagewechsel und Umgang mit abgelegter Garderobe sind in das Konzept eingearbeitet worden.

Ab sofort ist also ein Antrag bei der zuständigen Behörde nicht mehr erforderlich.

Die Hebamme hat bei der Durchführung von Kursen das Hygienekonzept des DHV einzuhalten.

Allerdings kann auch diese Regelung aufgrund aktueller Entwicklungen jederzeit wieder verändert werden.

14.05.2020: Online-Fortbildungen so anerkennungsfähig wie Präsenzfortbildung

Eine wichtige Botschaft für alle Hebammen: Die Gesundheitsämter wurden vom Gesundheitsministerium darüber informiert, dass Online-Fortbildungen bis zum Ende der Corona-Pandemie genau so anerkennungsfähig sind wie Präsenz-Fortbildungen:

"Aufgrund der Corona-Pandemie gelten besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2. Um diese Anforderungen auch für die Fortbildung der Hebammen und Entbindungspfleger umzusetzen, sollen digitale Lernformen (Webinar, E-Learning, Online-Training u.a.) ebenfalls möglich sein.

Die Fortbildung nach § 7 Absatz 1 der Berufsordnung für Hebammen und Entbindungspfleger kann mit digitalen Lernformen vollständig oder teilweise abgeleistet werden.

Die Fortbildungszertifikate müssen allerdings die Information enthalten, in welchem Umfang analoge oder digitale Lernformen eingesetzt wurden."