20.06.2022: neue Bestimmungen zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht

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Es gibt neue Bestimmungen bezüglich der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Das BMG hat die FAQs zum Infektionsschutzgesetz angepasst, dort steht jetzt unter 19.:

Bis zum 30. September 2022 reicht der Nachweis von zwei Einzelimpfungen aus, ab dem 1. Oktober müssen insgesamt drei Einzelimpfungen erfolgt sein, dabei muss die letzte Impfung mindestens drei Monate nach der zweiten Einzelimpfung erfolgt sein.

Hier finden Sie die komplette Datei

17.06.2022: Sondervereinbarungen verlängert!

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Trotz der Schwierigkeiten in den derzeitigen Vertragsverhandlungen haben sich die beteiligten Berufsverbände der Hebammen und der GKV-Spitzenverband darauf geeinigt, die Übergangsvereinbarung in der derzeitigen Form zunächst um weitere drei Monate (bis 30.9.2022) zu verlängern. Die Absichtserklärung ist mündlich erfolgt, das Unterschriftenverfahren in Gang gesetzt. Das bedeutet, dass die Verlängerung in den nächsten Tagen offiziell bestätigt wird.

So schreibt es der DHV in seinem heute veröffentlichten Newsletter. Weiter heisst es: Auch wenn die Übergangsvereinbarung nun in bekannter Form verlängert wurde, hat der GKV-SV bereits angekündigt, digitale Beratungen und Kurse mithilfe gängiger Anbieter in naher Zukunft nicht mehr akzeptieren zu können. Hintergrund hierfür sind gesetzliche Vorgaben zur Datensicherheit.

Umso erfreulicher ist es daher, dass ein auf die Bedürfnisse der Hebammen zugeschnittenes und kostengünstiges Tool für Video-Sprechstunden und Onlinekurse nun zertifiziert wurde und über www.ammely.de gebucht werden kann. Nähere Informationen dazu sind hier zu finden.

20.05.2022: Leitlinie zu SARS-CoV-2 in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett weiterentwickelt

Foto: Anna Shvets auf Pexels

Die überarbeitete Leitlinie bezieht sich auf spezifische Aspekte im Umgang mit SarsCoV2 während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Die Empfehlungen beruhen auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

An der Entstehung der Leitlinie sind die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) federführend beteiligt, weitere Fachgesellschaften haben mitgearbeitet.

Sars-CoV-2 in Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett

 

05.05.2022: Arbeitsschutzstandard an neue gesetzliche Vorgaben angepasst

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Der Arbeitsschutzstandard bietet eine Hilfestellung zur Erfüllung von Arbeitsschutzpflichten im Hinblick auf Corona. Im an die aktuellen gesetzlichen Regelungen angepassten Arbeitsschutzstandard geht es insbesondere um

  • Basismaßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz,
  • Aufklärung und Information von Beschäftigten zu Impfungen sowie Unterstützung von Impfaktionen,
  • Wegfall der Regelungen nach § 28b IfSG (3G-Regelung, Homeoffice-Pflicht).

Hier finden Sie den neuen Arbeitsschutzstandard (aktualisiert am 12.04.2022)

Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier

 

28.03.2022 Achtung: auch nicht geimpfte soloselbständige Hebammen müssen sich aktiv melden

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Die entsprechenden Erlasse wurden aktualisiert: Auch soloselbständige Hebammen fallen unter das Meldeverfahren nach § 20a Infektionsschutzgesetz (IfSG). Das bedeutet, dass sich jede selbstständige Hebamme selbst auf einem Online-Portal eintragen muss, wenn sie nicht geimpft ist. Die Entscheidung ist extrem kurzfristig. Stichtag für die Meldung ist der 31.3.2022!

Hier finden Sie das Formular für die Online-Meldung: https://service.wirtschaft.nrw/servicebereich/kammern-nrw/online-meldung-impfpflicht

Hier finden Sie die aktualisierte Fassung des Leitfadens zur "einrichtungsbezogenen Impfpflicht".

 

14.02.2022: Übergangsregelungen verlängert bis zum 30.06.2022

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Nun ist es endlich offiziell: Die Übergangsregelungen zur digitalen Leistungserbringung sind verlängert bis zum 30.6.2022.

Der Wortlaut der Vereinbarung ist im Mitgliederbereich der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) unter "Videobetreuung Hebammen Übergangsvereinbarung" (pdf) nachzulesen

 

08.03.2022: Einrichtungsbezogene Impfpflicht - Wie verhalte ich mich als Hebamme in NRW?

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Das Thema "einrichtungsbezogene Impfpflicht" hat viele Fragen aufgeworfen. Der Landesverband stellt Ihnen jetzt einen Leitfaden zur Verfügung, der Schritt für Schritt darüber aufklärt, was Sie als Hebamme tun müssen und Ihre Fragen beantwortet.

Leitfaden Impfpflicht

Nach wie vor erreichen uns viele Fragen rund um das Thema Corona. Bitte haben Sie Verständnis, dass es uns als Berufsverband nicht möglich ist, die Verordnungen des Gesetzgebers auszulegen, geschweige denn die kommunalen Umsetzungen im Blick zu haben.

Daher informieren Sie sich bitte auf der Website des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Dort gibt es viele Informationen zu aktuellen Fragestellungen rund um die Coronaverordnung.

Wenn Sie dort keine Antwort auf Ihre Frage finden, kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige Behörde.

Grundsätzlich gilt:

•    Hebammen gehören zu den nichtärztlichen humanmedizinischen Leistungserbringern
•    Hebammenleistungen sind medizinische Leistungen
•    Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse sind medizinische Leistungen
•    Babyschwimmen, Yoga, Pekip, Bauchtanz usw. sind keine (!) medizinischen Leistungen

Über allem steht das Gebot, den Infektionsschutz aufrecht zu erhalten und die Infektionsschutzregeln konsequent umzusetzen und zu beachten!

Sondervereinbarungen

Die Sondervereinbarungen enden am 31.03.2022. Bisher liegen uns noch keine Informationen darüber vor, wie die Erbringung und Vergütung von digitalen Leistungen ab dem 1.4.2022 gestaltet ist. Die Beirätin für den freiberuflichen Bereich wird sicher informieren, sobald Ergebnisse da sind. Es empfiehlt sich, an den regelmäßigen digitalen Informationsveranstaltungen von Ursula Jahn-Zöhrens teilzunehmen.

Die Anmeldung ist möglich über die Website des DHV

 

21.02.2022: DHV-Veranstaltungen zu Corona-Themen auf E-Learning-Plattform eingestellt

Bild: Tima Miroshnichenko auf Pexels

Gut zu wissen - für alle, die den Termin nicht wahrnehmen konnten: Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat die Veranstaltung zur Impfpflicht für seine Verbandsmitglieder jetzt auf der E-Learning-Plattform im Mitgliederbereich eingestellt. Der Zugang ist nach Angabe der Mitgliedsnummer möglich.

Dort werden Sie in Kürze auch die Aufzeichnung der Online-Veranstaltung vom 21. Februar 2022 finden, in der es um Wissenswertes über die unterschiedlichen Impfstoffe, deren Wirkungsweisen und Wirksamkeiten sowie über die Medikation von COVID-19-Patient*innen geht.

Hier kommen Sie zur Plattform

17.02.2022: Impfung mit Proteinimpfstoff voraussichtlich ab KW 9 möglich

Bild: Gustavo Fring auf Pexels

Für diejenigen, die bislang kein Impfangebot in Anspruch genommen haben, weil sie auf den Proteinimpfstoff warten wollten, kann es nun weitergehen. Voraussichtlich ab der 9. Kalenderwoche wird das Land NRW den Kommunen den Impfstoff Nuvaxovid der Firma Novavax zur Verfügung stellen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat eine Priorisierung der Impftermine vorgegeben. Bevorzugt sollen u.a. die Personengruppen geimpft werden, die unter die einrichtungsbezogene Impfpflicht fallen, also auch Hebammen.

Wenn Sie angestellt arbeiten und sich impfen lassen wollen, benötigen Sie eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers, die Sie zum Impftermin mitbringen müssen.

Wenn Sie freiberuflich tätig sind und sich jetzt impfen lassen wollen, können Sie keine Bescheinigung eines Arbeitgebers vorlegen. Sie können aber das vom Deutschen Hebammenverband (DHV) erarbeitete Formular herunterladen und ausfüllen, einen Screenshot von der Vertragspartnerliste des GKV, auf der Sie erscheinen, erstellen, und sicherheitshalber Ihre zuständige Behörde um eine schriftliche Bestätigung bitten, dass Sie tatsächlich Hebamme sind und im Rahmen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht Anspruch auf die Impfung haben. Zum Impftermin nehmen Sie dann sämtliche Unterlagen und Ihre Berufsurkunde mit.

Bestätigung der freiberuflichen Hebammentätigkeit

14.02.2022: Fragen und Antworten zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Bild: thirdman auf Pexels

Das Bundesministerium für Gesundheit hat nun eine aktualisierte Handreichung mit Fragen und Antworten zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht vorgelegt.

Erstmals sind hebammenspezifische Fragestellungen mit aufgenommen worden und damit Themen eingeflossen, die während der Online-Veranstaltung mit einer Vertreterin des Bundesgesundheitsministeriums von den Teilnehmerinnen angesprochen wurden.

Handreichung Impfprävention im Bereich einrichtungsbezogener Tätigkeiten

14.02.2022: BGW mit Arbeitshilfen, Infos und Formularen rund um Corona

Bild: Darya Sannikova auf Pexels

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet auf ihrer Website aktuelle Arbeitshilfen, Informationen und Formulare rund um Corona an.

Wir haben einige Links für Sie zusammengestellt:

Covid-19-Impfungen

https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/corona-navigationsebene/coronavirus/covid-19-impfungen-was-jetzt-wichtig-ist-43600

Boostern und die Impfstrategie 2022

https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/service/medien-arbeitshilfen/medien-center/bgw-podcast-herzschlag/boostern-und-die-impfstrategie-2022-64008

Telefonische Krisenberatung: Mit gutem Gefühl zur Corona-Impfung

https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/themen/gesund-im-betrieb/gesunde-psyche/telefonische-krisenberatung-impfen-63954

Covid-19-Erkrankungen: Hilfe von der BGW

https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/service/unfall-berufskrankheit/berufskrankheiten/covid-19-63456

Berufskrankheiten-Anzeige und Kostenübernahme von Testungen bei Covid-19-Verdacht

https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/corona-navigationsebene/coronavirus/berufskrankheiten-anzeige-und-kostenuebernahme-von-testungen-bei-43564

24.01.2022: Corona-Update - Sondernewsletter des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Bild: Polina Tankilevitch auf Pexels

Liebe Kolleg*innen, liebe werdende Hebammen,

seit fast zwei Jahren bestimmt die Corona-Pandemie unsere Arbeitsabläufe. Sehr schnell haben wir Hebammen uns umgestellt, Hygienekonzepte eingeführt und auch Hebammenleistungen digital erbracht. Hinzu kommt die Sorge um die eigene Gesundheit.

Die schnelle Entwicklung der Impfstoffe bedeutete für viele eine Erleichterung und mehr Sicherheit. Eine Mischung aus gesunder Skepsis, kultureller Prägung und nicht gelungener Kommunikation hat dennoch dazu geführt, dass eine ausreichende Impfbereitschaft nicht erreicht wurde. Nun müssen wir feststellen, dass das Thema Impfen zunehmend zu gesellschaftlich aufgeheizten Diskussionen und einem schwindenden Verständnis für die jeweils andere Seite führt.

Dies beeinflusst uns Hebammen nicht nur in unserer Arbeitsorganisation. Zu unseren Prinzipien gehört es, alle Frauen gleich zu behandeln und nicht zu diskriminieren – unabhängig von ihrer Überzeugung und Haltung gegenüber dem Thema Impfen. Und wir arbeiten respektvoll mit unseren Kolleg*innen und
benachbarten Berufsgruppen zusammen. Diese Haltung bestimmt den Wert unserer Arbeit und trägt dazu bei, dass wir die Versorgung mit Hebammenhilfe – im Krankenhaus und im ambulanten Bereich – sicherstellen können.

Die nicht ausreichende Impfquote hat den Gesetzgeber am Ende des vergangenen Jahres dazu bewogen, eine einrichtungsbezogene Impfpflicht einzuführen. Wir hätten dies alle nicht für möglich gehalten.

Das hohe Tempo der sich ablösenden Infektionsschutzverordnungen und die Angst, am Ende in ihrer Freiheit mehr und mehr beschränkt zu werden, hat bei einigen unserer Kolleg*innen mitunter auch Skepsis hervorgebracht. Sie wenden sich besorgt an uns.

Zum einen, weil sie gehört haben, dass der einrichtungsbezogenen Impfpflicht kein ordentliches Gesetzgebungsverfahren zugrunde gelegen haben soll. Diese Befürchtung möchten wir gerne ausräumen. Es sind alle vorgeschriebenen Schritte eingehalten worden. Der Fraktionszwang wurde aufgehoben und alle Abgeordneten folgten alleinverantwortlich ihrer Gewissensentscheidung. Die
erforderlichen Mehrheiten wurden bei jeder Abstimmung weit übertroffen. Auch der Bundesrat hat dem Gesetz mit großer Mehrheit zugestimmt. Und unser Bundespräsident hat das Gesetz unterschrieben.

Zum anderen äußern diese Kolleg*innen die Sorge wegen einer nicht ausreichenden Erprobung der verfügbaren Impfstoffe. Das Risiko von Spätfolgen wird von allen führenden Immunolog*innen als sehr gering erklärt. Über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen können sehr gute Aussagen getroffen werden, denn der mRNA-Impfstoff ist in der Zwischenzeit millionenfach untersucht und milliardenfach angewendet worden. Eine ähnlich vergleichbare, belastbare Datenlage gibt es für keinen anderen Wirkstoff – auch nicht für Impfungen gegen andere Krankheiten (WHO).

Uns erreichen zurzeit vermehrt Fragen zur arbeitsrechtlichen Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht – sowohl das Angestelltenverhältnis als auch die Freiberuflichkeit betreffend. Diese Fragen haben wir gesammelt und in Form von FAQs für Sie beantwortet.

Liebe Kolleg*innen, die individuelle Impfentscheidung machen wir alle uns nicht leicht. Wir nehmen Ihre Sorgen sehr ernst und möchten sehr gerne Ihre Fragen beantworten. Dafür bieten wir kurzfristig zwei Informationsveranstaltungen rund um das Thema Corona, Impfen und Arbeitsrecht an.

Die erste findet am 31. Januar 2022 mit Dr. Justyna Chmielewska, Mitarbeiterin des Bundesgesundheitsministeriums, und unserem Rechtsanwalt Armin Hirschmüller
statt. Für einen weiteren Termin werden wir eine*n Immunolog*in/Virolog*in/Epidemiolog*in einladen. Der Termin wird noch bekanntgegeben. Beide Veranstaltungen werden aufgezeichnet und in unsere E-Learning-Plattform OlGA für Sie eingestellt.

Für den Termin am 31. Januar 2022 bitten wir um Anmeldung

Für uns ist eines klar: Der aktuell möglicherweise auftretende Versorgungsengpass ist nicht der Verantwortung einzelner Hebammen zuzuschreiben. Es gibt viele Gründe, warum zu viele Hebammen seit langem ihrem Beruf den Rücken zukehren. Diese haben sich in Corona-Zeiten noch mal deutlich verschärft. Seit vielen Jahren warnen wir davor und seit ebenso vielen Jahren werden diese Warnungen nicht beachtet. Wir wehren uns dagegen jetzt die Verantwortung für Versorgungsengpässe den Kolleg*innen, die eine Impfung für sich ablehnen, zuzuschreiben.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund!

Ihr Krisenstab
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Einfluss der Omikron-Variante auf die Arbeit von Hebammen

In den nächsten Wochen wird die Omikron-Variante voraussichtlich unsere Arbeit sehr stark beeinflussen. Die Verläufe scheinen sich deutlich milder zu entwickeln und die Hospitalisierungsrate niedriger zu sein als bei den vorangegangenen Varianten. Die Ansteckung ist jedoch deutlich erhöht, auch für geimpfte Personen, sodass wir davon ausgehen müssen, dass auch Kolleg*innen vermehrt in Quarantäne sein werden. Die Quarantäne-Vorschriften wurden an die leichteren Verläufe angepasst.

Diese sind hier anschaulich zusammengefasst.

Aufgrund der derzeitigen Infektionslage und der neuen Gesetzgebung ist nicht auszuschließen, dass es zu Personalengpässen kommt. Daher sollte im Vorfeld schon an einen Notfallplan gedacht werden. Das Dienst-Beleghebammensystem bildet hier eine Besonderheit, da die freiberuflich tätigen Hebammen einen Vertrag mit der Klinik geschlossen haben, in dem sie sich verpflichten, mit ihrer Tätigkeit die Dienste abzudecken, um so die Versorgung der Frauen sicherzustellen.

Mit diesem Papier möchten wir gerne den Hebammen einige Hinweise geben, um einen Notfallplan auszuarbeiten. Trotzdem sollten Sie sich zusätzlich ggf. rechtlich beraten lassen.

Bereits zu Beginn der Pandemie haben wir einen Wegweiser "Hebammen helfen Hebammen", wie Kolleg*innen Kolleg*innen unterstützen können, entwickelt. Diesen möchten wir hiermit in Erinnerung rufen – und Sie auf das neue Papier für Dienstbeleghebammen aufmerksam machen.

Außerdem ist die Organisation "Wir wollen helfen" weiterhin aktiv. Wenn Sie sich also vorstellen können, Kolleg*innen im Krankenhaus zu unterstützen und spontan einzuspringen, dann können Sie sich unter diesem Link registrieren lassen.

Wir haben als Hebammen und auch als Hebammenverband keinen Versorgungsauftrag. Wir möchten Sie dennoch bitten, gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber und/oder Ihren Kolleg*innen zu besprechen, wie der Ausfall von Kolleg*innen durch eine Infektion mit Omikron oder weil sie aufgrund der einrichtungsbezogenen Impfpflicht vorübergehend ausfallen, kompensiert werden kann.

Was muss die einzelne angestellte Hebamme im Kreißsaal leisten, wenn viele Hebammenkolleg*innen durch Corona-Infektionen ausfallen?

Hoher Krankenstand, akute Corona-Infektionen im Team. Dadurch verschärft sich oder entsteht eine Personalnot und an eine vorausschauende Dienstplanung und Besetzung ist meist nicht zu denken. Das ist eine schlimme Situation für die Kolleg*innen, aber: Angestellte Hebammen haben trotzdem keine Verantwortung für die Personalplanung und können auch nicht "durcharbeiten". Das Arbeitszeitgesetz und die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gelten auch in der Pandemie. Personalnot ist kein betrieblicher Notfall – besonders dann nicht, wenn der Zustand chronisch und nicht akut ist.

Wir haben wichtige Informationen zur derzeitigen Arbeitssituation in Kliniken für Sie zusammengestellt.

Alle aktuellen Informationen finden Sie jederzeit auf der neu gestalteten Corona-Seite des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) www.hebammenverband.de/corona

Den Inhalt dieses Sondernewsletters stellt der Corona-Krisenstab des DHV zusammen: Barbara Blomeier (NRW) und Ann-Jule Wowretzko (Berlin) für die Landesverbände, Denize Krauspenhaar (Qualitätsmanagement), Manuela Rauer-Sell (beratende Hebamme), Ursula Jahn-Zöhrens und Andrea Ramsell (Beirätinnen) sowie Ulrike Geppert-Orthofer (Präsidentin Deutscher Hebammenverband e. V.)

20.01.2022: Welcher Antigenschnelltest erkennt Corona zuverlässig?

Bild: Polina Tankilevic auf Pexels

Die Evaluierung einer großen Anzahl von SARS-CoV-2-Antigenschnelltests durch das Paul-Ehrlich-Institut wirkt auf den ersten Blick sehr umfangreich, ist aber hilfreich, um nachzuprüfen, wie es um die Sensitivität des Tests bestellt ist, der beim Selbst- oder beim sogenannten Bürgertest zu Einsatz kommt. Mithilfe der Evaluierung lassen sich Unsicherheiten, die angesichts der aktuellen Diskussion zur Verlässlichkeit der Tests aufkommen, beseitigen.

Es nützt bereits, sich mit Tabelle 1 zu beschäftigen, denn sie fasst die Ergebnisse der Antigenschnelltests zusammen, die als „dem Stand der Technik entsprechend“ bewertet wurden, die Hersteller sind alphabetisch aufgelistet.

Hier können Sie die Ergebnisse nachlesen

Auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) gibt es diese und weitere Arbeitshilfen

17.01.2022: Geboosterte und Testpflicht

Bild: Anna Shvets auf Pexels

Geboosterte Hebammen sind von der Verpflichtung befreit, sich zweimal pro Woche testen zu lassen. Geboosterte Teilnehmerinnen dürfen an Präsenzkursen von Hebammen auch ohne vorangehende Schnelltests teilnehmen.

Beides hat die Stabsstelle "Rechtsfragen und Rechtsetzung Pandemiebewältigung" beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW auf Anfrage einer Kollegin bestätigt.

Der Zugang zu medizinischen Dienstleistungen, zu denen auch Kurse der Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik durch Hebammen zählen, ist zwar grundsätzlich nicht mit einer Testpflicht verbunden, dennoch empfehlen wir weiterhin, sämtliche Maßnahmen des Infektionsschutzes einzuhalten.

Gerade mit Blick auf die hochansteckende Omikronvariante kann es sinnvoll sein, sich auch als geboosterte Hebamme selbst regelmäßig zu testen oder testen zu lassen und dies auch den Kursteilnehmerinnen nahezulegen.

10.01.2022: Arbeitsschutzstandard als Richtschnur

Bild: Griffin Wooldridge auf Pexels

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für therapeutische Praxen gilt weiterhin als Richtschnur zur Umsetzung der Infektions- und Arbeitsschutzmaßnahmen.

Bitte beachten Sie, dass bei künftigen Konferenzen der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder Regelungen beschlossen werden können, die Änderungen in den Arbeitsschutzstandards zur Folge haben. Bitte halten Sie sich deshalb möglichst tagesaktuell informiert.

Hier kommen Sie zum Arbeitsschutzstandard