21.05.2021: Sondernewsletter - Corona Update

Bild: Thirdman auf Pexels

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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe werdende Hebammen,

wir möchten Sie wieder über einige Neuerungen und Veränderungen in der derzeitigen Corona-Situation auf dem Laufenden halten und Sie mit aktuellen Informationen und Arbeitshilfen für Ihre Berufspraxis versorgen. Wir bedanken uns herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit und wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und alles Gute!

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund, Ihr DHV-Krisenstab

 
Präventive Testung

Nach der Veröffentlichung des letzten Corona-Sondernewsletters haben uns viele Anfragen erreicht.

Aus diesem Grunde möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die vom DHV zur Verfügung gestellten Informationen Möglichkeiten zusammenfassen, die Sie als freiberufliche Hebamme haben, um sich selbst testen zu lassen – oder um die Testung an sich selbst durchzuführen.
Die Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf die Eigentestung und nicht auf die Testung von Dritten, wie bspw. Frauen, Partner*innen etc.

Unter www.hebammenverband.de/corona/arbeitshilfen/ finden Sie dazu ausführliche Informationen.

Wichtige Infos für Hebammenpraxen und Anbieter*innen von Präsenzkursen

Die BGW hat Anfang Mai neue Arbeitsschutzstandards veröffentlicht, die wichtige Informationen zum Schutz für freiberufliche Hebammen und ihre Mitarbeiter*innen enthalten. Eine der Neuerungen im Arbeitsschutzstandard gibt vor, dass "eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person" nicht unterschritten werden darf.

Ob und wie Ausnahmen der "10-qm-Regel pro Person", bspw. bei Präsenzkursen, möglich sind und welche Konsequenzen bei der Nichteinhaltung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Hebammen entstehen, finden Sie im Informationsblatt:

BGW-Arbeitsschutzstandard für Hebammen.


Die Zweitimpfung ist kein Freifahrtschein für Präsenzkurse!

Es ist davon auszugehen, dass mittlerweile allen Hebammen ein Impfangebot gemacht worden ist und viele Kolleg*innen in Kürze ihre Zweitimpfung erhalten werden oder sie bereits erhalten haben. Für sie gelten dann die erleichternden Regeln der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung
 
Nach wie vor müssen aber vollständig geimpfte Personen und damit auch Hebammen alle Regeln des Infektionsschutzes einhalten (AHA-L-Regeln). Die Bundesländer können weitere Ausnahmen für vollständig geimpfte, genesene und getestete Personen vorsehen, wo sie selbst noch Regelungskompetenzen für Gebote und Verbote haben. Daher sollte die Hebamme sich über die aktuellste Corona-Schutzverordnung und alle anderen rechtlichen Regelungen in ihrem Bundesland informieren und im Zweifel bei ihrer vor Ort zuständigen Behörde nachfragen, ob sie als vollständig Geimpfte auch in ihrer beruflichen Tätigkeit Lockerungen anwenden darf.

Neben der Corona-Schutzverordnung bleibt die Arbeitsschutzverordnung ebenfalls bestehen.
Unter Hebammen wird bereits diskutiert, ob die Einschränkungen für Präsenzkurse für vollständig geimpfte Hebammen (oder auch Kursteilnehmer*innen) entfallen könnten. Davor möchten wir dringend warnen! Einerseits können solche Einschränkungen nur durch die zuständige Behörde und auf dem rechtlichen Boden der Corona-Schutzverordnungen von Bund und Land aufgehoben werden, andererseits ist das Risiko, dass auch vollständig geimpfte Personen das Corona-Virus in sich tragen und weitergeben können, nicht vollständig auszuschließen. In seinem neuesten Bulletin hat das RKI Studien u.a zu der Frage gesichtet, inwieweit vollständig geimpfte Personen das Virus weitergeben können. (Epidemiologisches Bulletin 19/2021, S. 13 ff.)

Das Ergebnis: Die vollständige Impfung scheint sowohl die Viruslast als auch das Risiko, die Infektion weiterzugeben, zu verringern, also nicht zu 100 Prozent auszuschließen.

Daher ist zu beachten, dass weiterhin für Hebammen, auch als vollständig Geimpfte, sämtliche Regeln des Infektionsschutzes gelten, um die Verbreitung des Virus zu vermeiden.

Neues zur Corona-Schutzimpfung von schwangeren Frauen

Die Ständige Impfkommissionhat die COVID-19-Impfehmpfehlung aktualisiert und kommt teilweise den Forderungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften nach. Das Impfen schwangerer Frauen ist nun nicht mehr gänzlich ausgeschlossen. Bei Vorliegen einer Vorerkrankung und damit einem verbundenen hohen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs oder einem erhöhten Expositionsrisiko kann nach ärztlicher Aufklärung und Beratung sowie einer Nutzen-und-Risiko-Abwägung schwangeren Frauen eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem zweiten Trimenon angeboten werden (Epidemiologisches Bulletin 19|2021 S.26)

Einsatz auf fachfremden Stationen

Immer wieder werden Hebammen in Kliniken auf fachfremden Stationen eingesetzt. In Corona-Zeiten hat sich dies verschärft, viele Kolleg*innen sind aktualle mit dieser Situation konfrontiert. Wir haben für Sie eine Hilfestellung zusammengestellt, wie Sie sich gegen unrechte Einsätze wehren können oder im Zweifelsfall Ihre Rechte in den jeweiligen Situationen kennen. Zu dem Dokument gelangen Sie hier

Leitfaden Dgitale Kurse und Interaktive Online-Kurse

Das Angebot von digitalen Kursen hat in der Pandemie einen großen Aufwind erfahren. In zwei Leitfäden, zu "Interaktiven Online-Kursen" und zu "Digitalen Kursen", haben wir alles Wissenswerte sowie viele praktische Tipps für Sie zusammengestellt.

 

12.04.2021: Mehr Durchblick mit Arbeitshilfen und neuesten Informationen

Bild: Anna Shvets auf Pexels

Der Krisenstab des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) hat die Arbeitshilfen zur präventiven  Testung von Hebammen aktualisiert.

Einen Überblick finden Sie im Flussdiagramm mit den Möglichkeiten der präventiven Testung

Neuigkeiten für NRW

Für Hebammen in NRW besteht die Möglichkeit, sich für die Testung der von ihnen betreuten Frauen vom örtlichen Gesundheitsamt beauftragen zu lassen. Das Testen der betreuten Frauen kann in die eigenen Behandlungsangebote integriert werden. Hebammen können und müssen den von ihnen betreuten Frauen einen Nachweis über den Test ausstellen. Alle Testungen sind in Listen zu dokumentieren.

04.06.2021: Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW hat sich beim Bundesgesundheitsministerium erkundigt und daraufhin seine Meinung bestätigt gesehen, dass nur Hebammen mit Praxisräumen die Erlaubnis erhalten können, betreute Frauen zu testen. Aktuell kann es also sein, dass einzelne Gesundheitsämter anfragenden Hebammen die Erlaubnis zum Testen im ambulanten Bereich nicht erteilen. Der Krisenstab des DHV hat sich der Problematik angenommen und wird seinerseits beim Bundesgesundheitsministerium nachfragen. Sobald eine Antwort vorliegt, informieren wir über unsere Verteiler.

Die drei nachfolgenden Dateien (Coronateststrukturverordnung mit zwei Anlagen) sind wichtig, weil sie die örtlichen Gegebenheiten, auf die das Flussdiagramm hinweist, für NRW klarstellen.

Um vom Gesundheitsamt beauftragt zu werden, ist ein Testkonzept erforderlich. Das Muster-Konzept zur präventiven Testung finden Sie hier. 

Es ist eine Orientierungshilfe für freiberuflich tätige Hebammen, die in der Ausübung ihrer Tätigkeit Kontakt mit Schwangeren, Gebärenden, Wöchnerinnen und deren Kindern haben. Sie können es zur Vorlage bei zuständigen Behörden nutzen und in das Qualitätsmanagementsystem der Hebamme übernehmen.

Ihren Anspruch auf präventive Testung (§ 4 „Testung zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2“ der Coronavirus-Testverordnung) können Sie mit diesen Paragrafen belegen.

Die präventive Testung sollte regelmäßig mit Hilfe eines Antigen-Tests erfolgen.

Das Ergebnis ist in einem Testprotokoll zu dokumentieren. Dadurch sollen Teststrategie und deren Ergebnisse nachvollziehbar werden. 

Eine Mustervorlage für das Testprotokoll finden Sie hier.

Zum Nachweis des Testergebnisses können Sie diese Vorlage nutzen.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein einen einfachen Weg zur Abrechnung für Tests durch  Hebammen gefunden.

Weitere Handlungsempfehlungen und Hinweise

Die derzeitige Situation erfordert es, sich täglich mit Vorschriften und Maßnahmen auseinanderzusetzen, die hinsichtlich der Eindämmung des Corona-Virus getroffen werden. Zur Orientierung und für besseren Durchblick stellen wir Ihnen hier hilfreiche Materialien des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) zur Verfügung, etwa zur Hygiene und Schutzkleidung, die fortlaufend aktualisiert werden sollen.

Da die Lage sich jedoch fortlaufend ändert, bitten wir alle Hebammen dringend, sich selbstständig und regelmäßig, vor allem auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts, zu informieren.

Bestätigung über die freiberufliche Hebammentätigkeit

Wenn Sie einen Nachweis über Ihre freiberufliche Hebammentätigkeit benötigen und kein Nachweis vom Gesundheitsamt vorliegt, dann können Sie diesen Vordruck nutzen. Bitte ergänzen Sie den Vordruck durch einen Screenshot von der Hebammenliste des GKV-Spitzenverbandes.

15.04.2021: Sondernewsletter - Corona Update

Bild: Cottonbro auf Pexels

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Sondernewsletter Corona-Update

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe werdende Hebammen,

wir möchten Sie wieder über einige Neuerungen und Veränderungen in der derzeitigen Corona-Situation auf dem Laufenden halten und Sie mit aktuellen Informationen und Arbeitshilfen für Ihre Berufspraxis versorgen. Wir bedanken uns herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit und wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und alles Gute!

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund, Ihr DHV-Krisenstab

 
Testkonzept auf der Corona-Website erneuert

Damit gibt es mehr Möglichkeiten für Hebammen, sich zu testen/testen zu lassen:
1.    Über die kostenlose "Bürger*innentestung", die jeder und jedem ein- bis zweimal die Woche (je nach Bundesland) zusteht. Die Testung erfolgt in Apotheken, Testzentren etc.
2.    Über die so genannten Schnelltests zur Eigenanwendung, die auf eigene Kosten in Apotheken, Drogerien, Supermärkten oder im Internet bezogen werden können.
3.    Über die kostenlose präventive Testung in den Arztpraxen für Angehörige sonstiger humanmedizinischer Heilberufe einmal die Woche.
4.    NEU: Mit selbst beschafften PoC-Antigen-Tests, die über die Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet werden.

Das Testkonzept des DHV wurde dementsprechend angepasst und auf der Corona-Website unter den "Arbeitshilfen" veröffentlicht.

Zusätzlich zum Testkonzept gibt es weitere Dokumente:


-    einen Überblick über die Testmöglichkeiten
-    begleitende Paragraphen zum Belegen Ihres Anspruchs
-    das Testprotokoll Dokumentieren der Testung finden Sie hier
-    ein Nachweisdokument über das Testergebnis und
-    eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung
 

Verfahrensanleitungen zur Schutzausrüstung aktualisiert

Auf der Corona-Website des DHV haben wir im Bereich der Arbeitshilfen unter "Hygiene und Schutzausrüstung" die Verfahrensanleitungen zur Schutzausrüstung und zum Umgang mit Personen bei Hausbesuchen angepasst.

Diese können weiterhin für das eigene QM-System genutzt werden, ergänzend mit dem Dokument "Wochenbettbesuch während der Covid-19-Pandemie" vom Landesverband der Hebammen Nordrhein-Westfalen e.V.
Hebammen und häusliche Gewalt in der Coronakrise

Wir wissen, dass schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko haben, Opfer von Partnergewalt oder anderer enger Kontakte zu werden. Durch die Pandemie sind soziale Kontakte stark eingeschränkt. Das bedeutet für die Opfer wenig Ausweichmöglichkeiten und für die Täter größeren Schutz vor Entdeckung.
Die Erfahrungen im Frühjahr des vergangenen Jahres haben gezeigt, dass Stress, Konflikte und Gewalthandlungen in Familien bzw. Paarbeziehungen steigen und es für die Betroffenen gleichzeitig schwerer ist, Hilfe zu finden und zu erhalten. Wir informieren Sie hier über die Möglichkeiten, als Hebamme schwangere Frauen und junge Mütter zu unterstützen.


Wegweiser Hebammen helfen Hebammen

Die Pandemie wird uns noch eine Weile begleiten – viele Hebammen sind seit Monaten an ihrer Belastungsgrenze.

Mit dem Wegweiser Hebammen helfen Hebammen möchten wir Sie motivieren, sich stärker zu vernetzen und neue Wege der Zusammenarbeit zu suchen, zu wagen und zu finden.
Richtig lüften

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung informieren, was beim richtigen Lüften zu beachten ist.

 

01.04.2021: Neue Testverordnung - neue Informationen des DHV- Krisenstabs (Teil 1)

Bild: Gerd Altmann auf Pixabay

Sondernewsletter Corona-Update (Teil 1)

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe werdende Hebammen,

wir möchten Sie wieder über einige Neuerungen und Veränderungen in der derzeitigen Corona-Situation auf dem Laufenden halten und Sie mit aktuellen Informationen und Arbeitshilfen für Ihre Berufspraxis versorgen. Wir bedanken uns herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit und wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und alles Gute!

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund, Ihr DHV-Krisenstab

 
Erneute Anpassung der Testverordnung

Die Testverordnung wurde im März noch einmal angepasst. Damit gibt es mehr Möglichkeiten für Hebammen, sich zu testen/testen zu lassen. Wir möchten Ihnen einen möglichst umfassenden Überblick über diese Testmöglichkeiten geben. Gleichzeitig sind aber immer noch einige Fragen ungeklärt, die wir im nächsten Newsletter beantworten und auch noch einmal zusammenhängend auf der Corona-Website veröffentlichen werden.

Hebammen haben vier Möglichkeiten, sich auf Corona testen zu lassen:
1.    Über die kostenlose "Bürger*innentestung", die jeder und jedem ein- bis zweimal die Woche (je nach Bundesland) zusteht. Die Testung erfolgt in Apotheken, Testzentren etc.
2.    Über die so genannten Schnelltests zur Eigenanwendung, die auf eigene Kosten in Apotheken, Drogerien, Supermärkten oder im Internet bezogen werden können.
3.    Über die kostenlose präventive Testung in den Arztpraxen für Angehörige sonstiger humanmedizinischer Heilberufe einmal die Woche.
4.    NEU: Mit selbst beschafften PoC-Antigen-Tests, die über die Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet werden.

Zu diesem neuen Anspruch ein paar weiterführende Infos:
In der aktuellen Fassung der Testverordnung werden die so genannten Praxen sonstiger humanmedizinischen Heilberufe – dazu zählen auch Hebammen, Physiotherapeuten, Logopäden – mit den Arztpraxen in eine gemeinsame Gruppe einsortiert. Damit haben alle diese Berufsgruppen einen Anspruch darauf, bis zu 10 PoC-Antigen-Tests je in der Einrichtung tätiger Person pro Monat in eigener Verantwortung zu beschaffen und zur Selbsttestung zu nutzen. In der Verordnungsbegründung steht noch einmal sehr klar, dass auch freiberufliche Hebammen zu dieser Gruppe gehören. Der Anspruch gilt also auch für sie.

Die Abrechnung für die selbst beschafften Tests erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung (KV), in deren Bezirk die entsprechende Einrichtung/Hebamme ihren Sitz hat. Das gilt auch für (freiberufliche) Hebammen, selbst wenn diese bisher noch keine Art von Abrechnungskontakt zur KV hatten. Dafür muss eine Registrierung bei der KV erfolgen, in deren Bezirk die (freiberufliche) Hebamme ihren Sitz hat.

Das gilt auch trotz der Information auf der Website der KBV, dass die Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe keine Leistungen oder Sachkosten nach der Testverordnung abrechnen können. Dort muss die Information noch überarbeitet werden. Dies werden wir unverzüglich einfordern. Außerdem kümmern wir uns zeitnah um eine Regelung zur Bescheinigung eines negativen, selbst durchgeführten Schnelltests. Bisher ist nicht vorgesehen, dass Hebammen sich diese Bescheinigung selbst ausstellen können.

Problematisch war bisher, dass Hebammen nach der Medizinprodukteabgabe-Verordnung keine PoC-Antigen-Schnelltests in den Apotheken oder online kaufen durften. Auch diese Verordnung wurde angepasst und damit Hebammen die Möglichkeit gegeben, diese Tests zu beziehen. Das wird auch noch einmal in einer Auslegungshilfe des BMG (S. 7) bestätigt, in dem dort Hebammen explizit in der Aufzählung von Personen, Unternehmen und Einrichtungen, an die PoC-Antigenschnelltest abgegeben werden dürfen, genannt werden.

Noch einmal zusammengefasst: Um diese Möglichkeit der Testung zu nutzen, müssen Sie sich bei der KV in ihrem Bundesland (Achtung: In NRW gibt es zwei KVen) registrieren.

Angehängt finden Sie die formaljuristische Argumentation zur neuen Testverordnung mit allen relevanten Paragraphen, die im Zweifelsfall Klarheit bringen sollte.

Der Krisenstab wird versuchen, zu kommender Woche die folgenden Informationen nachzuliefern:
•    Grafik zu den einzelnen Möglichkeiten und Wegen der Testung (Website)
•    Überarbeitung des bisherigen Testkonzepts zur Einreichung beim ÖGD (Website)   
•    Wie genau läuft die Registrierung bei einer KV ab?
•    Wie können Hebammen sich ein negatives Testergebnis bescheinigen?

Abschließend muss leider auch noch gesagt werden: Neben der neuen Testverordnung gibt es zur Zeit tagesaktuelle Anpassungen der Länderverordnungen sowie Allgemeinverfügungen usw. in einzelnen Landkreisen/kreisfreien Städten je nach Inzidenzlage, so dass wir Ihnen dringend empfehlen, sich täglich über die Regelungen vor Ort zu informieren. Hilfreich kann hierbei die App "Darf ich das?" sein. Sie informiert über die Regeln und Gesetze und deren Änderungen in den einzelnen Regionen.

Mehr Informationen finden Sie hier

Auswirkungen von Tests auf Ihren Arbeitsalltag

Mit dem bundesweit steigenden Angebot von Antigen-, Schnell- und Antigen-Selbsttests, sowie der Zunahme der Anzahl an Menschen, die gegen COVID-19 geimpft sind, stehen immer mehr Hebammen vor der Frage, ob und wie es ihren Arbeitsalltag mit der Pandemie beeinflusst.

Für persönliche Kontakte bleibt vorerst alles beim Alten: Selbst bei negativen Antigentests gelten weiterhin die AHA-L-Regeln. Dies gilt sowohl für Hausbesuche, als auch für Besuche in einer Hebammenpraxis.  Präsenzkurse sind weiterhin nur dort möglich, wo sie auch behördlich erlaubt sind. Diese dürfen nur unter den vorgegebenen Hygieneauflagen, bzw. dem vorgelegten und mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzept durchgeführt werden.

Bei geimpften Personen (Hebammen selbst oder Mitglieder des Haushalts der Frau) gelten ebenfalls nach wie vor sowohl die AHA-L-Regeln, als auch Arbeitshilfen und Vorgaben wie die Arbeitsschutzstandards der BGW.

Somit bleibt es auch bei der Empfehlung, dass sich außer der Frau und dem Kind nach Möglichkeit keine weitere Personen im selben Zimmer, in dem der Hausbesuch stattfindet, aufhalten sollte. Laut RKI bieten die COVID-19-Impfstoffe nach derzeitigem Kenntnisstand zwar eine gute Wirksamkeit, jedoch keinen 100-prozentigen Schutz, und es kann trotz Impfung zu einer COVID-19-Erkankung kommen.

01.04.2021: Sondernewsletter - neue Informationen des DHV- Krisenstabs (Teil 2)

Anna Shvets auf Pexels

Bild: Anna Shvets auf Pexels

Sondernewsletter Corona-Update (Teil 2)

Corona-Sondervereinbarung verlängert

Die Fortschreibung der befristeten Vereinbarung über Leistungserbringung von freiberuflichen Hebammen mit Kommunikationsmedien und Materialmehraufwand im Zusammenhang mit dem Coronavirus nach dem Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe gemäß § 134a SGB V ist verlängert. Die digitale Leistungserbringung ist weiterhin bis zum 30. Juni 2021 möglich, digitale Kursangebote bis zum 30. September 2021.

Hier erfahren Sie mehr

Aktuelles Formular zur hebammenhilflichen Leistungsgrenze

Im Corona-Sondernewsletter vom 19. Februar 2021 haben wir darüber berichtet, was bei der Übernahme der ambulanten Betreuung von früh oder krank entlassenen Wöchnerinnen und Neugeborenen zu beachten ist. Übernimmt eine Hebamme Leistungen, für die sie nicht ausreichend qualifiziert ist, kann ihr im Schadensfall ein sogenanntes Übernahmeverschulden zur Last gelegt werden. Ausführliche Informationen finden Sie hier

Im Handbuch des QM-Systems des DHVs finden Sie hierzu ein aktuelles Formular, unter Punkt 1.4.

Welche Empfehlungen gibt es für Stillende zur Impfung gegen Sars-CoV-2?

In letzter Zeit ist der AstraZeneca-Impfstoff in die Kritik geraten, da es nach der Impfung vorwiegend bei Frauen einige schwerwiegende Komplikationen gegeben hat. Dadurch ist Verunsicherung entstanden. Grundsätzlich gibt es bislang keine Daten über die Sicherheit von COVID-19-Impfstoffen in der Stillzeit. Man geht jedoch nach wie vor davon aus, dass sie kein Risiko für den gestillten Säugling darstellen. Aus diesem Grund haben die WHO und viele andere nationale und internationale Verbände konstatiert, dass die Impfstoffe (Pfizer/BioNTech, Moderna und AstraZeneca) während des Stillens verabreicht werden können. Die ausführlichen Informationen der WHO erhalten Sie hier

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) und die Nationale Stillkommission (NSK) haben in einer gemeinsamen Erklärung festgestellt, dass mit der Verabreichung von Nicht-Lebendimpfstoffen während der Stillzeit nach bisherigem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko für die Stillende oder den Säugling verbunden ist. Zur Anwendung von mRNA-Impfstoffen in der Stillzeit, z.B. zum Einfluss auf den gestillten Säugling oder die Muttermilchproduktion/-sekretion, liegen jedoch derzeit keine Daten vor.

Die gemeinsame Erklärung der drei Fachgesellschaften erhalten Sie hier

Die Entscheidung, ob ein Impfstoff bei Schwangeren angewendet wird, sollte in enger Absprache mit einer medizinischen Fachkraft und unter Berücksichtigung des Nutzens und der Risiken getroffen werden. Der potenzielle Nutzen der Impfung überwiegt bei Stillenden mit erhöhtem COVID-19-Risiko die theoretischen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Impfung deutlich.

Hinweis auf die SafeVac App des Paul-Ehrlich-Instituts

Bei der Impfung mit einem der Impfstoffe gegen das Coronavirus kann es zu Nebenwirkungen kommen. Um die Verträglichkeit der Impfstoffe zeitnah und auf breiter Datenbasis zu erfassen, hat das Paul-Ehrlich-Institut eine App entwickelt, mit der Geimpfte digital Auskunft darüber geben können, wie sie den Impfstoff vertragen haben. Je mehr Geimpfte teilnehmen und Informationen übermitteln, desto aussagekräftiger sind die entsprechenden Daten. Eine Registrierung muss innerhalb von 48 Stunden nach der ersten oder zweiten Impfung erfolgen. Weitere Informationen finden Sie hier

Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten auch 2021 deutlich erhöht

Die Regelung soll die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt erleichtern. Die Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten steigt 2021 von 44.590 Euro auf 46.060 Euro. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zur Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Ab 2022 gilt voraussichtlich wieder die ursprüngliche Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.

Für 2020 war die ursprüngliche Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro bereits auf 44.590 Euro erhöht worden. Der Gesetzgeber reagierte damit auf den durch die Covid-19-Pandemie gestiegenen Bedarf an medizinischem Personal und die durch Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen ausgelösten Personalengpässe in anderen Wirtschaftsbereichen. Mit der Regelung soll die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt erleichtert werden.

Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenze gilt für Neu- und Bestandsrentner. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund

23.03.2021: Corona-Sondervereinbarung wird verlängert

Die befristete Vereinbarung über Leistungserbringung von freiberuflichen Hebammen mit Kommunikationsmedien und Materialmehraufwand in Zusammenhang mit dem Coronavirus wurde erneut verlängert.

Die Fortschreibung der Vereinbarung nach dem Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe gemäß § 134a SGB V tritt ab 1. April 2021 in Kraft. Die digitale Leistungserbringung ist weiterhin bis zum 30. Juni 2021 möglich, digitale Kursangebote bis zum 30. September 2021.

Neu im Bereich der Pandemie-Materialpauschalen: "Hebammen können den befristeten Pandemie-Zuschlag bei nachgewiesener SARS-CoV-2 Infektion oder begründetem Verdachtsfall in Schwangerschaft (3888) und Wochenbett (3889) ein zweites Mal abrechnen. Dies trifft zu, wenn der Bedarf eines zweiten unmittelbar persönlichen Kontakts an einem anderen Tag besteht."

Im kommenden Newsletter des Deutschen Hebammenverbands (DHV) werden genauere Informationen zu lesen sein. Der Newsletter wird hier auf unserer Corona-Seite veröffentlicht werden. Schauen Sie unbedingt in den nächsten Tagen einmal nach!

Hier kommen Sie zur Seite des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Hier sind die aktuellen Informationen des Landes NRW zu finden: www.land.nrw/corona und www.mags.nrw/coronavirus

12.03.2021: APP SafeVac erfasst Verträglichkeit von Covid 19-Impfstoffen

Bild: Gustavo Fring auf Pexels

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Mithilfe der APP SafeVac 2.0 können Geimpfte digital Auskunft darüber geben, wie sie die Impfung vertragen haben. So können weitere Erkenntnisse über die Covid 19-Impfstoffe gewonnen werden.

Da aktuell nun die freiberuflichen Hebammen in NRW geimpft werden, wäre es hilfreich, wenn sich möglichst viele an dieser Erfassung beteiligen würden. Je mehr Geimpfte teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Daten.

Die APP wurde vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelt. Es ist zuständig für die Überwachung der Sicherheit von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimittel.

Lesen Sie hier mehr und laden sich die APP herunter

24.02.2021: Richtig lüften mit dem Lüftungsrechner der BNG

Seit es das Corona-Virus gibt, lernen wir vieles dazu. Auch das Lüften beschränkt sich nicht mehr aufs bloße Fensteröffnen, vielmehr ist von Quer- und Stoßlüften die Rede. Wie lange und in welchen Abständen gelüftet werden muss, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren, wissen wir oft gar nicht.

Jetzt gibt es Abhilfe. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe bietet auf ihrer Website einen Lüftungsrechner an, mit dem die Lüftungsintervalle berechnet werden können, zugeschnitten auf die Größe des Raumes und die Zahl der Personen. Auch zur Lüftungsdauer finden Sie Informationen.

Zudem gibt es einen Lüftungsplan, in den Sie Ihre Ergebnisse eintragen können, um ihn auszudrucken und ggf. aufzuhängen.

So wissen alle, die den Raum nutzen, Bescheid, wann die nächste Lüftung fällig ist.

Hier kommen Sie zum Lüftungsrechner der Berufsgenossenschaft "BNG"

16.02.2021: Schaubühne - "Corona und der Backlash für Frauen"

Was für Auswirkungen haben die Corona-Beschränkungen im Lockdown auf Frauen? Welche Retraditionalisierungsdynamiken sind zu beobachten? Wie ungleich waren und sind die psychischen oder sozialen Belastungen für Frauen? Drei von vielen anderen Fragen, die die Schriftstellerin Carolin Emcke im Gespräch mit Christina Clemm (Rechtsanwältin) und Teresa Bücker (Journalistin und Autorin) erörtert.

Wir weisen als Hebammenverberband ausdrücklich darauf hin, denn Hebammen sind meistenteils Frauen. Doch darum darf es eigentlich nicht gehen, schließlich ist "Hebamme" ein Beruf für Menschen jeden Geschlechts.

Aber: Hebammen betreuen Frauen und Familien und sind in ihrer täglichen Arbeit ständig mit den Auswirkungen der Pandemie unmittelbar konfrontiert. Daher lohnt sich auch das Nachdenken über die Thematik dieser Veranstaltung der Schaubühne.

Hier können Sie die Veranstaltung ansehen (Dieser Link führt zu Youtube)

 

01.02.2021: Der DHV-Krisenstab informiert - Masken, Impfen, Testen

Teil 1 des Sondernewsletters des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) vom 29.01.2021:

Nutzung von Masken

Für alle Hebammen empfiehlt sich die Nutzung von FFP2-Masken grundsätzlich. Zum einen schützt sie damit sich selbst, zum anderen aber auch die Frauen und Familien, mit denen sie täglich im persönlichen Kontakt zusammentrifft.

Auf der Seite der Stiftung Warentest finden sich hilfreiche Hinweise zu Qualität und Pflege der Masken.

Stellungnahme zur Einhaltung von Hygienemaßnahmen

Auch wir Hebammen haben Kolleg*innen, die Corona leugnen und die sich weigern, sich an die Corona-Hygienemaßnahmen zu halten. Die diesbezüglichen Anrufe von besorgten werdenden und jungen Müttern/Eltern häufen sich in der letzten Zeit – sowohl bei den beratenden Hebammen im DHV als auch in den Landesverbänden. Wir weisen darauf hin, dass die Umsetzung der rechtlichen Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht der persönlichen Entscheidung obliegt.

Bitte beachten Sie dazu die ausführliche Stellungnahme des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)

Corona-Testverordnung

Nach wie vor beschäftigen uns die Corona-Testverordnung und die Corona-Impfverordnung. Wir sind in beiden Fällen mit der aktuellen Situation nicht zufrieden.

Laut Corona-Testverordnung haben auch freiberufliche und angestellte Hebammen – in Gesundheitseinrichtungen (nicht Jugendhilfeeinrichtungen) –  einen gesicherten Anspruch auf wöchentliche, präventive Testung mittels Antigentest. Sie haben darüber bereits umfängliche Informationen mit der Argumentationskette und einem Testkonzept vom DHV erhalten. Da sehr viele Arztpraxen und Testzentren nicht darüber informiert sind, haben wir sowohl den Hausärzteverband als auch die Amtsärzte kontaktiert und sie darüber informiert.

Vom Bundesministerium für Gesundheit haben wir die Auskunft erhalten, dass die Corona-Testverordnung kontinuierlich angepasst würde. Für uns Hebammen bleibt die Situation aktuell jedoch unverändert. Nach wie vor ist in den meisten Bundesländern die Selbsttestung für Hebammen nicht vorgesehen. Das Gleiche gilt für die Testung Dritter, also auch für die Testung von betreuten Frauen und Kolleg*innen.

Corona-Impfverordnung

Obwohl geburtshilflich tätige Hebammen eindeutig Personen mit höchster Priorität für den Anspruch auf die Schutzimpfung sind, sind sie in der Corona-Impfverordnung weder genannt noch einer anspruchsberechtigten Personengruppe zuzuordnen. Wir möchten aber, dass Hebammen die Wahlmöglichkeit, sich impfen zu lassen ebenso offen steht, wie anderen, beruflichen Gefährdungen ausgesetzten Personengruppen. Deswegen haben wir sowohl Kontakt zur STIKO als auch zum BMG aufgenommen.

Da sich diese Situation aus unserer Sicht nicht schnell lösen wird, haben wir für in der klinischen Geburtshilfe tätige Hebammen ein Empfehlungsschreiben erstellt, das sich an die Klinikleitungen wendet. Aus diesem Schreiben geht hervor, warum und dass geburtshilflich tätige Hebammen auf Wunsch gegen SARS-CoV 2 geimpft werden sollen.

 

01.02.2021: Corona-Newsletter des DHV - Schwerpunkt Ausbildung

Teil 2 des Sondernewsletters des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) vom 29.01.2021:

Schwerpunkt: Der außerklinische Einsatz in Gefahr

von Yvonne Bovermann, Beirätin für den Bildungsbereich

Wie bereits bei der ersten Infektionswelle gibt es auch seit dem Anstieg der Fallzahlen im Herbst wieder eine große Unsicherheit bezüglich der Einsätze der werdenden Hebammen. Besonders die Einsätze im außerklinischen Bereich sind offenbar gefährdet.

Anlässlich der Gründung der Jungorganisation der Jungen und Werdenden Hebammen (JuWeHen) im DHV am 24. Januar bekamen wir erschreckende Berichte. Externatseinsätze werden kurzfristig abgesagt. Die eigenständige Suche nach Einsatzplätzen führt oft nicht zum Erfolg. Zusätzlich wird teilweise auch fachpraktischer Unterricht, sogenanntes Skillstraining, an den Schulen und Hochschulen ebenfalls eingeschränkt. Viele Hebammen in Ausbildung und Studium stehen unter Druck, selbst Einsatzorte zu finden, und sind höchst besorgt, ob sie in ihrer Ausbildung das Nötige lernen werden, um nach dem Examen ihre Berufstätigkeit vollumfänglich aufnehmen zu können.

Liebe Hebammen, die freiberuflich tätig sind, in eigener Praxis oder einer hebammengeleiteten Einrichtung, bitte sagen Sie die vereinbarten Externate oder außerklinischen Einsätze nicht ab! Wir haben Ihnen umfassende Materialien erarbeitet, die es Ihnen erleichtern, geeignete Hygienemaßnahmen für Ihre Tätigkeit mit einer WeHe umzusetzen.

Der DHV hat für die Kolleg*innen, die weiterhin werdende Hebammen im Rahmen von Externaten/außerklinischem Praxiseinsatz mitnehmen, eine Elterninformation erstellt. Allgemein ist es wichtig, die Ausbildund in der außerklinischen Hebammentätigkeit mit in seinen Behandlungsvertrag mit den Frauen aufzunehmen. Das Informationsblatt dient als zusätzliche Information für die Eltern, damit sie wahrnehmen, dass der Bereich der Ausbildung auch zur Zeit der Corona-Pandemie unter Auflagen möglich ist.

Die Elterninformation finden Sie hier

Alle weiteren Infoblätter rund um den außerklinischen Praxiseinsatz finden Sie auf der Website des DHV

Werden die empfohlenen Hygienemaßnahmen angewendet, ist das Externat nach unserer Einschätzung möglich und auch sinnvoll. Selbst wenn einige Kontakte ohne die WeHe stattfinden müssen, weil eine besondere Situation besteht oder die Frau die Begleitung ablehnt, profitieren die Schüler*innen und Studierenden immer noch sehr von dem Einblick in Ihre Tätigkeit. Und die Beteiligung von WeHen an Videoberatungen oder Kursen ist ebenfalls höchst lehrreich - vielleicht haben die WeHen sogar noch gute Ideen für die Ausgestaltung dieser Angebote

Es gibt übrige  oder dualen Ausbildungen untersagen. Anders als für den theoretischen Unterricht wurden hier nie Einschränkungen ausgesprochen. Insofern ist die praktische Ausbildung auch in den Gesundheitsberufen ausdrücklich zulässig - und das gilt dann natürlich für alle gesetzlich vorgegebenen Einsätze. 

Wir bitten daher auch Hebammen, die sonst nur selten oder gart keine WeHen bei sich aufnehmen, das Externat jetzt wenn möglich zu unterstützen. Melden Sie sich bei einber Schule oder Hochschule in der Nähe, wenn Sie die Möglichkeit sehen, einen Einsatz bei sich anzubieten.

Wir alle wissen, dass die WeHen von heute nach ihrem Examen höchst willkommen sind, um alle klinisch und außerklinisch tätigen Hebammen zu unterstützen, indem sie in die Berufstätigkeit einsteigen. Konnte der außerklinische Einsatz nichtz vollständig erbracht werden, können die künftigen Kolleg*innen nicht sofort alle Hebammenleistungen vollumfänglich anbieten.

Muss ein verkürztes oder entfallenes Externat nachgeholt werden?

Seit 2013 ist ein außerklinischer Einsatz im alten Hebammengesetz eingefügt. Viele WeHen, aber auch Schulen und Hochschulen, sind nun verunsichert, wenn sie für die Einsätze keine freiberuflichen Hebammen finden lassen und diese daraufgehin gekürzt werden oder ausfallen müssen. Muss die Ausbildung verlängert werden, können die Schüler*innen zur Prüfung zugelassen werden, oder muss der Einsatz als Praktikum nach dem Examen nachgeholt werden?

Hier können wir vollständig Entwarnung geben: Der Einsatz ist zwar im vollen Umfang von 480 Stunden (drei Monaten) notwendig, um beim Einstieg in die Freiberuflichkeit alle Leistungen anbieten zu können (Anhang 3 Qualitätsvereinbarung des Hebammenhilfevertrags nach § 134 a SGB V). Er ist aber in das Hebammengesetz nur als Sollbestimmung eingefügt worden. Das bedeutet, dass er zwar in der Regel stattfinden muss, in Ausnahmesituationen davon aber auch abgewichen werden kann. Zudem ist der Umfang auch nicht mit einer festen Stundenzahl angegeben, er soll "bis zu" 480 Stunden umfassen. Auch ein kürzerer Einsatz ist demnach völlig ausreichend, um dem Gesetz Genüge zu tun. Die Zulassung zur Prüfung ist also auch mit verkürztem oder sogar entfallenem Externat möglich.

Anders ist dies bei den Studiengängen nach dem aktuellen Hebammengesetz. Hier ist der außerklinische Einsatz ein Pflichteinsatz von exakt 480 Stunden. Allerdings haben diese Studiengänge erst begonnen, sodass hoffentlich Einsätze, die ausgefallen sind, nachgeholt werden können.

Konnte ein Externatseinsatz nach altem GEsetz gar nicht oder nur kürzer als 480 Stunden stattfinden, so müssen Hebammen beim Eintritt in die Freiberuflichkeit überlegen, wo ihnen Kenntnisse fehlen. In diesen Bereichen können und müssen sie dann eine der vier Maßnahmen durchführen (nach § 3 Abs. 3, Anlage 3 Qualitätsvereinbarung zum Vertrag nach § 134 a SGB V):

  • Externat/Praktikum/Hospitation oder/und
  • Simulationstraining für Geburten oder/und
  • fachspezifische Fortbildungen oder/und
  • Tätigkeit als zweite Hebammen bei außerklinischen Geburten

Eine Pflichtvorgabe, in welchem Stundenumfang solche Maßnahmen stattfinden müssen, gibt es nicht. Jede Hebamme muss selbst verantworltich entscheiden, was nötig ist, um Defizite in diesen Bereichen auszugleichen. Andere Hebammenleistungen können übrigens schon angeboten werden. Weitere Informationen zum Externat und dem Eintritt in die Freiberuflichkeit finden Sie in dem Dokument "Externatsdauer und Qualitätsmanagement" sowie "Orientierungshilfe und Empfehlungen...", zu finden auf der Website des DHV unter Beruf Hebamme/Studium.

Schutzausrüstung für Wehen im außerklinischen Einsatz

Die Versorgung von Auszubildenden mit Arbeitskleidung ist vertraglich im Ausbildungsvertrag festgelegt. dazu gehört auch die Schutzkleidung, die für die jeweilige Situation und den jeweiligen Einsatz notwendig ist. Anders als bei der ersten Corona-Welle ist derzeit kein Mangel bei Schutzmasken mehr vorhanden. Es ist daher die Pflicht der Kliniken, ihre Hebammenschüler*innen mit allem, was notwendig ist, um sich und andere zu schützen, auszustatten - auch für den außerklinischen Einsatz, der gesetzlich vorgegeben ist.

Gleiches gilt für Studierende nach dem neuen Gesetz. Hier besteht ein Studienvertrag zwischen einer vPE und der/dem Studierenden, und auch hier ist festgelegt, dass diese immer entpsrechend ihres Einsatzes geschützt und ausgestattet werden müssen. Etwas schwieriger ist die Situation unter Umständen in Modellstudiengängen, in denen keine verbindlichen Studierenden-Verträge bestehen und die Studierenden häufig die Einsatzorte wechseln. Aber auch hier sollten die Hochschulen mit den Kliniken Vereinbarungen treffen, damit die notwendige Schutzausrüstung nicht nur in der Klinik, sondern für alle Einsätze zur Verfügung gestellt wird. Dennoch erreichen uns Informationen, dass WeHen keine Schutzkleidung für den außerklinischen Einsatz bekommen. Freiberufliche Hebammen fragen an, ob sie nun auch noch für die WeHen Schutzausrüstung bereithalten müssen. Dies ist eindeutig zu verneinen! Besonders bei den Externaten nach dem alten Gesetz gibt es keinerlei finanziellen Ausgleich für Kosten, die freinberuflichen Hebammen entstehen. Es ist selbstverständlich, dass der Ausbildungsbetrieb (auch bei den Studiengängen) seine Verantwortung übernimmt und die Ausrüstung stellt. Der Einsatz ist Bestandteil der Ausbildung und muss dementsprechend auch professionell gestaltet werden. Und keinesfalls kann man es den WeHen überlassen, sich selbst Schutzausrüstung zu beschaffen. Bitte akzeptieren Sie es nicht, wenn WeHen unausgerüstet ins Externat kommen. Manchmal ist es sicherlich nur notwendig, vernünftige Absprachen zu treffen. Ansonsten kann der betriebsärztliche Dienst des Krankenhauses eingeschaltet werden, die Schul- oder Hochschulleitung, der Betriebsrat.

Melden Sie sich auch gerne beim DHV, wenn es nicht möglich sein sollte, zu einer befriedigenden Lösung zu kommen.

 

26.01.2021: Wiederverwendbarkeit von FFP2-Masken

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die das Tragen von FFP2-Masken unter bestimmten Voraussetzungen vorschreibt, ist die Frage brandaktuell: Wie trage ich die Maske richtig? Und wie lange darf ich sie tragen, wie kann sie gereinigt werden?

Die FH Münster hat Fragen und Antworten zusammengestellt

 

20.01.2021: Impfstrategie ohne ausdrückliches Impfangebot für Hebammen

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Bild: thirdman auf Pexels

Mit der ausdrücklichen Aufnahme von Hebammen in die Corona-Schutzverordnung nimmt NRW eine Sonderstellung ein. Doch die Impfstrategie erinnert leider an die Wochen und Monate, in denen in den Verordnungen zum Schutz medizinischen Personals Hebammen eben nicht ausdrücklich genannt, sondern allenfalls mitgedachtr wurden.

Deshalb muss die Teststrategie des Landes NRW unverzüglich angepasst werden, damit sichergestellt ist, dass alle Hebammen ein prioritäres Impfangebot erhalten.

In Kliniken in NRW ist die Impfsituation derzeit uneinheitlich. Ein Schreiben des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) an die Klinikleitungen empfiehlt diesen, die geburtshilflich tätigen Hebammen auf deren Wunsch gegen SARS-CoV 2 zu impfen.  Dies gilt selbstverständlich unabhängig davon, ob sie als angestellte Hebamme oder Beleghebamme Geburtshilfe leisten.

Hier können Sie das Schreiben des DHV lesen, aber auch ausdrucken und ggf. Ihrem Arbeitgeber vorlegen

Lesen Sie hier die Forderungen des Landesverbandes zur Impfstrategie

 

13.01.2021: Entscheidungswege in der Corona-Pandemie

Bild: Landesverband der Hebammen NRW

Welches Gremium oder welches Organ befasst sich mit welchen Entscheidungen zu Maßnahmen während der Corona-Pandemie? Wenn man das weiß, lässt sich manches leichter nachvollziehen, ein weiterer Schritt zu mehr Kompetenz im Umgang mit dem Virus.

Damit Sie sich besser zurechtfinden, hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) ein hilfreiches Schaubild zu den Entscheidungswegen bei Maßnahmen während der Corona-Pandemie auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene erstellt.

Hier finden Sie das Schaubild des Deutschen Hebammenverbandes (DHV)