08.09.2020: Planungssicherheit für digitale Hebammenleistungen bis zum Ende des Jahres!

Hebammenverbände und Krankenkassen-Spitzenverband haben sich darauf geeinigt, dass die Leistungen, die momentan über die sogenannten Sondervereinbarungen von den Kassen übernommen werden, bis Ende des Jahres weiter gelten. Damit wird die Ankündigung zurückgenommen, die Abrechnung sei möglich, bis die Bundesregierung die Pandemie für beendet erklärt.

Danach wird es dann einen Zeitraum geben, in dem Online-Kurse zu Ende geführt werden können. Die Frage, ob auch nach Ende der Pandemie Online-Leistungen abrechenbar sein werden, wird Gegenstand der weiteren Verhandlungen sein.

Wichtig zu wissen:

Kurse können weiter geplant und durchgeführt werden und digitale Hausbesuche sind weiterhin abrechenbar

  • Der Wortlaut der neuen Vereinbarungen steht noch nicht zur Verfügung, weil das Dokument erst durch einen neu gegründeten Lenkungsausschuss beim Krankenkassen-Spitzenverband geprüft wird. Das dauert mindestens 8 Tage.
  • Sichergestellt ist, dass es einen nahtlosen Übergang vom Ende der Sondervereinbarungen am 30. 9. zum Beginn der neu abrechenbaren „Pandemie-Gebührenziffern“ ab 1.10. gibt. Digitale Leistungen können also weiter erbracht und abgerechnet werden.
  • Es wird neue Gebührenziffern geben, weshalb die Software sowohl bei den Krankenkassen als auch bei den Abrechnungsdienstleistern umgestellt werden muss. Daher wird es wieder eine Zeit lang nicht möglich sein, die digitalen Leistungen abzurechnen. Voraussichtlich wird die Umstellungsphase von Anfang Oktober bis Mitte November 2020 dauern
  • Einige kleinere Veränderungen und Verbesserungen sind aktuell noch in der Verhandlung, darüber wird der DHV informieren, sobald sie feststehen.

01.09.2020: aktuelle Änderungen in der neuen CoronaSchVO

Die Coronaverordnungen werden bis zum 15. September 2020 verlängert. 

lokale Corona-Bremse

Das Gesundheitsministerium NRW informiert auf seiner Website über die Aufnahme von Regelungen für eine lokale Corona-Bremse im Zuge der Aktualisierung der Coronaschutzverordnung.

Danach gilt künftig folgende Regelung: Wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt über 35 steigt, müssen die betroffenen Kommunen, das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) und die zuständige Bezirksregierung umgehend weitere passgenaue Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens abstimmen und umsetzen. Hierdurch soll frühzeitig auf das lokale Infektionsgeschehen reagiert werden. Eine weitere Stufe wird bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 erreicht. Dann müssen unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums weitere Maßnahmen abgestimmt und umgesetzt werden.

Hier finden Sie die Empfehlungen des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) für den Umgang mit regionalen Infektionsausbrüchen

Bußgelder für Nichteinhalten von Vorgaben

Insgesamt sieht die angepasste Verordnung unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens keine wesentlichen neuen Öffnungen vor. Die bestehenden Vorgaben sind weiter einzuhalten.

Deshalb wird das mit den anderen Ländern und dem Bund vereinbarte Mindestbußgeld von 50 Euro bei Verstößen gegen die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung eingeführt. In Nordrhein-Westfalen bleibt es zudem dabei, dass ein solcher Verstoß im ÖPNV mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet wird.

Lesen Sie hier die neue Coronaschutzverordnung in der ab 01.09.2020 gültigen Fassung

23.07.2020: Empfehlungen des DHV zum Umgang mit regionalen Infektionsausbrüchen

Das Infektionsgeschehen im Kreis Gütersloh hat gezeigt, dass jederzeit lokale Infektionsherde aufflammen können. Solche Hotspots sind unvorhersehbar, daher ist es gut, vorbereitet zu sein. Konkret bedeutet das die Rückkehr zu verschärften Regelungen, die auch Hebammen betreffen. Die Arbeitshilfe ist eine Gedankenstütze, worauf Sie im Krisenfall achten müssen.

15.07.2020: Neue Coronaschutzverordnung mit neuen Lockerungen für (Hebammen-)Kurse

Mit der Coronaschutzverordnung vom 15. Juli 2020 ist die Begrenzung von insgesamt zehn Personen beim nicht kontaktfreien Sport, in den Hebammenkurse in geschlossenen Räumen seitens des Gesundheitsministeriums NRW eingeordnet sind, aufgehoben.

Das bedeutet, dass wieder zehn Teilnehmerinnen plus Kursleitung (bei Kursen, die nach Hebammen-Vergütungsvereinbarung abgerechnet werden), bzw. zehn Paare plus Kursleitung zulässig sind.

Theoretisch dürften sogar inklusive Kursleitung 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Kurs in einem geschlossenen Raum besuchen. Dabei sollten immer die Regelungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz beachtet werden.

Dazu führt das Gesundheitsministerium aus:

"(...), dass nach unserer Einschätzung für die Durchführung von Kursen, z.B.  zur Geburtsvorbereitung oder Rückbildung in einer Hebammenpraxis die unter § 9 Abs. 1 Coronaschutzverordnung allgemeinen und grundsätzlichen Regelungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz Beachtung finden sollten.

Es ist zu empfehlen, dass beim Zutritt zur Hebammenpraxis, den Kursräumen und ggf. zu den Umkleideräumen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird, und während der Durchführung der Kurse auf eine gute Durchlüftung der Räumlichkeiten geachtet wird.

Nicht verpflichtend, aber in bestimmten Situationen ebenfalls empfehlenswert ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (textile Barriere), um die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Dazu gehören auch Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten oder der Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. 

Für die Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis verpflichtend einzuhalten, sind die unter § 9 Abs. 2 CoronaSchVO genannten Regelungen: Diese Kurse werden in der Regen nicht-kontaktfrei ausgeübt. In der ab dem 15.07.2020 gültigen Fassung der CoronaSchVO sind die Kurse ohne Mindestabstand während der Sportausübung nun mit bis zu 30 Personen zulässig, wobei die Rückverfolgbarkeit nach § 2a Abs. 1 CoronaSchVO sichergestellt sein muss.

Die einfache Rückverfolgbarkeit ist sichergestellt, wenn die freiberufliche Hebamme alle anwesenden Kursteilnehmerinnen mit deren Einverständnis mit Name, Adresse und Telefonnummer, sowie - sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt - Zeitraum des Aufenthalts schriftlich erfasst und diese Daten für vier Wochen aufbewahrt. Der gesonderten Erfassung von Adresse und Telefonnummer bedarf es nicht, wenn diese Daten für den Verantwortlichen bereits verfügbar sind."

 

Hier können Sie die aktuelle Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) sowie die Anlage "Hygiene- und Infektionsschutzstandards" einsehen

 

14.07.: NRW hat das Freiwilligenregister an den Start gebracht

Und mehr: Entscheiden Sie sich für eine der Möglichkeiten, erfahren Sie, auf welchem Gebiet Sie sich noch fit machen müssen. Hierbei hilft Ihnen die E-Learning-Plattform  "Olga" des DHV weiter und eröffnet Ihnen die Möglichkeit, sogar Fortbildungspunkte sammeln.

Lesen Sie hier die Entscheidungshilfen des Deutschen Hebammenverbands (DHV)

Hier kommen Sie zum Freiwilligenregister NRW

 

06.07.: aktuelle Umsetzungsempfehlungen zu den Sondervereinbarungen jetzt online

Die Sondervereinbarungen enden mit dem 30. September. (Achtung: Am 08.09.2020 sind die Sondervereinbarungen verlängert worden. Sie enden am 31.12.2020, s. Beitrag auf dieser Seite vom 08.09.2020)

In den aktuellen Umsetzungsempfehlungen zu den Corona-Vereinbarungen zur Hebammenversorgung wird jetzt klargestellt, dass die Fortführung von Online-Kursen über das Ende der Sondervereinbarungen hinaus gestattet und abrechenbar ist.

Das bedeutet:

  • Kurse, die komplett oder als Mischform online vor dem 30. 9. begonnen wurden, dürfen über das Ende der Sondervereinbarungen hinaus zu Ende online durchgeführt und auch abgerechnet werden.
  • Bei Mischkursen müssen die Teilnehmer*innen vor Ort und die Teilnehmer*innen online addiert werden, nach wie vor werden von den Kassen nur Kurse finanziert, die die Gesamtteilnehmer*innenzahl von 10 nicht überschreiten.

Weitergehende Informationen sind auf der Website des DHV bei den FAQs eingestellt.

Auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes können Sie die Umsetzungsempfehlungen nachlesen

 

 

02.07.: NRW-Gesundheitsministerium antwortet auf offene Fragen zur Fortbildungspflicht

Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Ministerium für Gesundheit das Ruhen der Fortbildungspflicht durch Verordnung bis zum 31.12.2020 festgelegt. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass Hebammen ihre bis zum Jahresende gebuchte Fortbildungen stornieren sollen. Hebammen haben laut Berufsordnung grundsätzlich die Pflicht, sich fortzubilden. Daran ändert auch Corona nichts. Vielmehr ist die Verordnung so zu verstehen:

Das Einreichen der Nachweise für die 60 Fortbildungsstunden in einem Zyklus wird bis Ende diesen Jahres ausgesetzt, wenn der Zyklus eigentlich Ende Mai 2020 geendet hätte. Er verlängert sich also bis Ende Dezember 2020.

Für die Hebammen, die Ende Mai 2020 in vollem Umfang ihrer Fortbildungsverpflichtung nachgekommen sind, beginnt der neue Fortbildungszeitraum am 01.06.2020.

Für Hebammen, deren Fortbildungszyklus erst nächstes Jahr endet, gilt das Aussetzen nicht. Momentan ist die Einschätzung des Ministeriums, dass die zwei oder drei Monate Verzug, in denen keine Präsenzfortbildungen stattfinden konnten, durch Online-Fortbildungen aufgefangen werden können.

Das Ministerium behält sich vor, jederzeit Veränderungen an dieser Verordnung vorzunehmen, sofern die Lage es erfordert..

Klärung noch nötig

Offen geblieben ist jedoch, wie mit dem Nachweis von Fortbildungen für Hebammen umgegangen wird, die einen anderen Zyklus haben (z.B. erst im Juli). Sobald wir dazu eine Antwort vorliegen haben, finden Sie sie auf unserer Corona-Seite.

Wir empfehlen, für individuellen Fragen auf das jeweilige Gesundheitsamt direkt zuzugehen.

Gerne können sich die betreffenden Kolleginnen auch direkt mit uns in Verbindung setzen. Ansprechpartnerin ist die Fortbildungsbeauftragte Anna Büscher, erreichbar unter fortbildungsbeauftragte@hebammen-nrw.de

 

 

30.06.: neue Informationen zur Durchführung von Kursen

Für das Durchführen von Kursen in geschlossenen Räumen ohne Einhalten des Mindestabstandes gelten aktuell nach Auskunft des Gesundheitsministeriums folgende Regeln:

  • Es sind (einschließlich Kursleitung) maximal zehn Personen in einem geschlossenen Raum gestattet.
  • Babys zählen nicht als Personen, ein Babymassagekurs kann also mit neun Teilnehmenden plus einer Kursleitung stattfinden.
  • Begleitpersonen bei Paarkursen zählen als Personen. Ein Paarkurs zur Geburtsvorbereitung kann also mit maximal vier Paaren plus Kursleitung stattfinden (wobei hier die Sondervereinbarungen mit den Kassen zum Zuge kommen und weitere Paare online dazu geschaltet werden können).
  • Es gilt Maskenpflicht.

Diese Regeln gelten für sämtliche Kurse, unabhängig davon, ob sie in Hebammenpraxen oder anderen Räumen stattfinden, und unabhängig davon, ob eine Hebamme die Kursleitung ist.

Sollen Kurse in größeren Räumen oder mit höherer Teilnehmer*innenzahl stattfinden, sollte die Kursleitung ihre jeweilige zuständige Behörde ansprechen. Ausnahmeregelungen sind in das Benehmen der Behörden vor Ort gestellt, sicher wird aber ein Hygienekonzept vorgelegt werden müssen.

Dazu empfiehlt sich das Hygienekonzept für Präsenzkurse.

s. auch unten unseren Beitrag vom 24.06.: "Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis"

29.06.: Testungen auf das Coronavirus durch Hebammen?

Immer häufiger taucht die Frage auf, ob die Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 durch Hebammen erbracht werden kann.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat dazu in seiner Stellungnahme alle relevanten Aspekte aus vertrags- und haftungsrechtlicher sowie labormedizinischer Sicht zusammengetragen. 

Im Ergebnis rät er dringend davon ab, dass Hebammen jegliche Formen von Testungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus durchführen.

 

24.06.: Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis

Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums mit Datum vom 22. 06. 2020 sind mit Beginn der Lockerungen Kurse in einer Hebammenpraxis unter bestimmten Bedingungen wieder gestattet.

Das Hygienekonzept des DHV für Präsenzkurse ist weiterhin zwingend einzuhalten.

Ebenso können nach § 16 Coronaschutz-Verordnung NRW jederzeit weitergehende Schutzmaßnahmen durch die örtlichen Ordnungsbehörden angeordnet werden, je nach regionaler Situation vor Ort.

Ganz aktuell betrifft dies die Kolleginnen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf, für den vorerst bis zum 30. 6. der lokale Lockdown gilt!

Konkret schreibt das Gesundheitsministerium folgendes:

Für die Durchführung von Kursen in einer Hebammenpraxis verpflichtend einzuhalten sind die unter § 9 Abs. 2 CoronaSchVO genannten Regelungen. Die nicht kontaktfreie Ausübung u.a. des Sportbetriebes im Freizeitsport in geschlossenen Räumen kann ohne Mindestabstand stattfinden, wenn die Personen zu den in § 1 Abs. 2 CoronaSchVO genannten Gruppen gehören. D.h. für die Durchführung von Kursen, dass eine Gruppe von höchstens zehn Personen (vgl. § 1 Abs. 2 Nr. 5 CoronaSchVO) in den Räumlichkeiten der Hebammenpraxis zusammentreffen darf und die Rückverfolgbarkeit nach § 2a Abs. 1 CoronaSchVO sichergestellt sein muss. Die einfache Rückverfolgbarkeit ist sichergestellt, wenn die für den Kurs verantwortliche Hebamme alle anwesenden Kursteilnehmerinnen mit deren Einverständnis mit Name, vollständiger Adresse und Telefonnummer, sowie – sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt – Zeitraum des Aufenthalts schriftlich erfasst und diese Daten für vier Wochen aufbewahrt. Der gesonderten Erfassung von Adresse und Telefonnummer bedarf es nur dann nicht, wenn diese Daten für die oder den Verantwortlichen bereits verfügbar sind.“

30.06.2020: Achtung! Neu!
Die Regelungen der Coronaschutzverordnung werden um zwei Wochen verlängert. Sie gelten also mindestens bis 15. Juli 2020. Der Lockdown für den Kreis Warendorf endet mit Ablauf Dienstag, 30. Juni 2020 um Mitternacht auf. Für den Kreis Gütersloh werden die bestehenden Regelungen und Beschränkungen um eine Woche bis zum 7. Juli 2020 verlängert.

 

16.06.: Klarheit für Praxisanleiterinnen

Mit den nachfolgenden Links bieten wir Ihnen den Zugriff auf die Zusammenstellung von Arbeitshilfen für Hebammen, die in der Corona-Zeit Externatsschüler*innen, Studierende in der praktischen Phase oder Praktikant*innen mitnehmen wollen und dafür klare Vorgaben brauchen.

Hygiene-Empfehlungen für die außerklinische Praxisanleitung während der Coronavirus-Pandemie

Checkliste: Nachvollziehbarkeit der Infektionskette

Checkliste: Hygieneeinweisung und Symptome

Musterhygieneregeln für Externatseinsätze bei freiberuflichen Hebammen

Weitere Arbeitshilfen und Informationen zum Coronavirus

 

10.06.: Ergebnisse der Umfrage zum Verdienstausfall freiberuflicher Hebammen

Im April 2020 hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) eine Umfrage zum Thema „geschätzter Verdienstausfall infolge der Covid 19-Pandemie“ durchgeführt. Beteiligt haben sich etwa 21 Prozent der freiberuflichen Hebammen. Vielen Dank dafür!

Lesen Sie hier mehr zu Methoden, Ergebnissen und Handlungsempfehlungen.

Umfrageergebnisse, allgemein

Ergebnisse Verdienstausfall NRW

03.06.2020: Im Detail: Verlängerung der Sondervereinbarungen

Zu Beginn der Corona-Krise hatten wir entschieden, unseren Mitgliederservice auch für Nichtmitglieder zu öffnen, um allen Hebammen das Arbeiten unter diesen besonderen Umständen zu erleichtern. Dies behalten wir vorerst bei und stellen daher auch die aktuellen Unterlagen zu den Sondervereinbarungen öffentlich einsehbar auf unserer Corona-Website ein.

Wichtig zu wissen

Die Sondervereinbarungen sind befristet bis 30.09.2020. Sollte die Pandemie weiterhin anhalten, werden neue Gebührenpositionen geschaffen werden, so dass formal die jetzigen Sondervereinbarungen nicht noch einmal verlängert, sondern in neue Gebührenpositionen einfließen werden (so die Auskunft von Ursula Jahn-Zöhrens, Beirätin für den freiberuflichen Bereich).

Die gelebte Praxis, dass Kurse mit Teilnehmer*innen vor Ort und gleichzeitig per Video hinzugeschalteten Teilnehmer*innen stattfanden, ist nachträglich in die Sondervereinbarungen aufgenommen worden. In der ersten Fassung wurden diese "Mischkurse" nicht explizit erwähnt, waren aber nach Auskunft des GKV-SV immer mitgedacht.

Bis zu welchem Zeitpunkt Online-Kurse begonnen sein müssen, um auch über den Ablauf der Sondervereinbarungen hinaus zu Ende geführt und abgerechnet werden zu können, befindet sich zurzeit in der Klärung. Eine entsprechende Information wird auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) eingestellt werden.

Alle weiteren Besonderheiten sind in den Umsetzungsempfehlungen nachzulesen.

Auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) im Mitgliederbereich sind sämtliche Dokumente ebenfalls eingestellt.

Befristete Vereinbarung Materialmehraufwand

Befristete Verlängerungsvereinbarung - Alternative Möglichkeiten der Leistungserbringung

Umsetzungsempfehlungen Corona-VB zur Hebammenversorgung

02.06.2020: GKV-Spitzenverband: Sondervereinbarungen verlängert

Im März 2020 wurden mit den Krankenkassen Sondervereinbarungen getroffen, um angesichts der Corona-Pandemie die Versorgung mit Hebammenhilfe zu erleichtern. Dazu gehörte die Möglichkeit der "alternativen Leistungserbringung" - etwa das Führen eines Vorgesprächs mittels Online-Kommunikation.

Diese Sondervereinbarungen sind nun bis September verlängert worden.

Morgen wird es ausführliche Informationen mit allen wichtigen Details über die Kreisverteiler geben. Ebenso ausführlich wird alles Wichtige auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) eingestellt werden.

Hier können Sie die Vereinbarung zur Verlängerung nachlesen

02.06.2020: Fortbildungspflicht ruht bis zum Ende des Jahres

Corona greift in viele Bereiche ein und sorgte bislang angesichts vieler ausgefallener Fortbildungsveranstaltungen für Fragen, etwa beim Nachweis von Fortbildungsstunden gemäß §7 HebBO. Nun hat das Ministerium für Gesundheit in NRW per Verordnung unsere Berufsordnung vorläufig ergänzt und klargestellt: Die Fortbildungspflicht ruht bis zum 31.12.2020. 

Ziel dieser Regelung ist es, den Fortbildungszeitraum für die Hebammen zu strecken, die von der Pandemie besonders betroffen sind. Alle Hebammen sollen unverändert, soweit dies möglich ist und ein Fortbildungsangebot vorhanden ist, bis Jahresende und weiter darüber hinaus Fortbildungen besuchen.

Fragen gehen ans Gesundheitsamt

Sämtliche Fragen zur Umsetzung der Verordnung sind an Ihr zuständiges Gesundheitsamt zu richten, insbesondere zu Regelungen in folgenden Fällen:

"Müssen Kolleginnen, die ihre 60 Stunden beisammen haben, dann jetzt erstmal keine Fortbildungen machen?"

"Was ist mit schon gebuchten Fortbildungen, für Ende des Jahres, die sind ja gebucht worden mit Blick auf den neuen Zyklus? Kann man die jetzt stornieren?"

"Geht der neue Zyklus dann für alle am 01.01.21 los ohne Unterschiede? - oder bei Bedarf am 01.07.21?"

Hier können Sie die Verordnung zur Änderung der Berufsordnung lesen

25.05.2020: Praxisberatung für Corona-Betroffene

29.05.2020: Achtung!

Das Programm der BAFA (welches ursprünglich bis zum 31.12.2020 vorgesehen war) zur Förderung von Beratung im Corona-Kontext wurde geschlossen, da die Mittel ausgeschöpft sind. Allerdings können Sie hier auch die anderen, regulären Förderungsmöglichkeiten für Beratung nachschlagen und - wenn möglich - sich Beratung fördern lassen!

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25.05.2020:Praxisberatung für Corona-Betroffene

Nach einer neuen Richtlinie können Beratungen für Corona-betroffene Unternehmen bzw. Freiberufler/innen mit bis zu 4.000,00 Euro ohne Eigenanteil gefördert werden.

Förderfähig sind konzeptionelle, individuelle Beratungsleistungen.  Die Beratung muss sich auf die durch Corona hervorgerufenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten beziehen, dabei können individuelle Schwerpunkte gesetzt werden.

Die Beantragung muss bis zum 31.12.2020 erfolgen, allerdings dürfte es sinnvoll sein, den "Fördertopf" frühzeitig in Anspruch zu nehmen.

Hier finden Sie weitere Informationen auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Lesen Sie hier das offizielle Merkblatt des BAFA

Hier kommen Sie zum Online-Antrag

18.05.2020: WHOAcademy! neue App der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Gesundheitsberufe

Leider gibt es sie (noch) nicht auf deutsch - aber auch in englischer Sprache ist die mobile App für Gesundheitsberufe sehr empfehlenswert.

Die WHOAcademy, abgekürzt WHOAApp, vermittelt Wissen, das hilft, sich während der Corona-Pandemie im Umgang mit den betreuten Müttern und Kindern selbst zu schützen. Sie stellt dazu verschiedene Leitfäden, Werkzeuge und Workshops zur Verfügung und ist praxisorientiert auf die Bedürfnisse der im Gesundheitsbereich Tätigen ausgelegt, z.B. bietet sie größtmögliche Flexibilität.

Die "Gesundheitsberufe"-App der WHO gibt es für Android- und iOS-Geräte. Der Download ist kostenlos.

Laden Sie die App hier herunter:

Apple App Store

Android - Google Play Store

15.05.2020: Grünes Licht für Präsenzkurse durch Hebammen in NRW!

Das Gesundheitsministerium hat dem Landesvorstand heute folgendes mitgeteilt:

„Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass das MAGS nach fachlicher Prüfung derzeit keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Durchführung von Präsenzkursen durch Hebammen, insbesondere Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik hat.“

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) macht zur Bedingung, dass die Hebamme sich an das Hygienekonzept des DHV hält. Ergänzungen des MAGS zur Untersagung der Teilnahme, Vorschriften für Bewegungsübungen und Lagewechsel und Umgang mit abgelegter Garderobe sind in das Konzept eingearbeitet worden.

Ab sofort ist also ein Antrag bei der zuständigen Behörde nicht mehr erforderlich.

Die Hebamme hat bei der Durchführung von Kursen das Hygienekonzept des DHV einzuhalten.

Allerdings kann auch diese Regelung aufgrund aktueller Entwicklungen jederzeit wieder verändert werden.

14.05.2020: Online-Fortbildungen so anerkennungsfähig wie Präsenzfortbildung

Eine wichtige Botschaft für alle Hebammen: Die Gesundheitsämter wurden vom Gesundheitsministerium darüber informiert, dass Online-Fortbildungen bis zum Ende der Corona-Pandemie genau so anerkennungsfähig sind wie Präsenz-Fortbildungen:

"Aufgrund der Corona-Pandemie gelten besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2. Um diese Anforderungen auch für die Fortbildung der Hebammen und Entbindungspfleger umzusetzen, sollen digitale Lernformen (Webinar, E-Learning, Online-Training u.a.) ebenfalls möglich sein.

Die Fortbildung nach § 7 Absatz 1 der Berufsordnung für Hebammen und Entbindungspfleger kann mit digitalen Lernformen vollständig oder teilweise abgeleistet werden.

Die Fortbildungszertifikate müssen allerdings die Information enthalten, in welchem Umfang analoge oder digitale Lernformen eingesetzt wurden."