Beitrag vom 23.01.2026
Immer mehr stillfreundliche Kommunen in NRW – ein starkes Signal für Familien
Das Interesse an stillfreundlichen Kommunen in Nordrhein-Westfalen wächst kontinuierlich. Allein im vergangenen Jahr konnten 13 Kommunen vom Landesverband der Hebammen NRW als stillfreundlich zertifiziert werden. Bereits zu Beginn dieses Jahres sind mit Duisburg und Porta Westfalica zwei weitere Kommunen hinzugekommen. Diese Entwicklung freut uns sehr und zeigt deutlich: Stillfreundlichkeit wird zunehmend als fester Bestandteil familienfreundlicher Politik auf kommunaler Ebene verstanden.
Stillfreundliche Kommunen übernehmen Verantwortung. Sie schaffen konkrete, niedrigschwellige Angebote für Familien, stärken die öffentliche Akzeptanz des Stillens und setzen ein sichtbares Zeichen für Gesundheitsförderung, Gleichstellung und Teilhabe im Alltag. Dass immer mehr Städte und Gemeinden diesen Weg gehen, ist für uns ein starkes Signal und eine wichtige Bestätigung unserer Arbeit.
Ein aktuelles Beispiel für dieses Engagement ist die Stadt Porta Westfalica, die kürzlich offiziell als stillfreundliche Kommune ausgezeichnet wurde. Die Stillräumlichkeiten befinden sich in der Stadtbücherei und bieten dort einen geschützten, gut zugänglichen Ort für stillende Eltern mitten im öffentlichen Raum.
Im Rahmen der Auszeichnung fand ein fachlicher Austausch zur Geburtshilfe, Stillförderung und zur Bedeutung stillfreundlicher öffentlicher Orte statt. Beteiligt waren neben Michelle Rump, erster Vorsitzenden des Landesverbandes der Hebammen NRW, Bürgermeisterin Anke Grotjohann und Susanne Sieker, Leiterin der Stadtbücherei, auch Birgit Hansmeier (Familienhebamme), Edda Heinrichsmeier-Roth (Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen), Regina Rinne (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Porta Westfalica) und Jens Kütenbrink (Amtsleitung des Jugendamtes). Dieses Zusammenspiel unterschiedlicher kommunaler Akteur*innen zeigt, wie Stillfreundlichkeit erfolgreich vor Ort verankert werden kann.
Neben Porta Westfalica konnten in den vergangenen Monaten unter anderem Gelsenkirchen, Recklinghausen, Düsseldorf, Münster, Schwalmtal, Viersen und Duisburg als stillfreundliche Kommunen ausgezeichnet werden. Jede einzelne Auszeichnung trägt dazu bei, Stillen im öffentlichen Raum selbstverständlicher zu machen und Familien nachhaltig zu unterstützen.
Dass sich immer mehr Kommunen auf den Weg machen, bestärkt uns darin, das Projekt weiter voranzutreiben. Stillfreundliche Kommunen sind ein wichtiger Baustein für eine familienfreundliche Infrastruktur und ein starkes Zeichen dafür, dass die Bedürfnisse von Familien und Kindern auf kommunaler Ebene zunehmend Gehör finden.



