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Beitrag vom 05.05.2026

Internationaler Hebammentag: Hebammenarbeit ist gelebte Prävention


Am Internationalen Hebammentag rückt die Arbeit von Hebammen in den Fokus. Sie begleiten Familien von Anfang an und leisten dabei weit mehr als Geburtshilfe: Hebammenarbeit ist gelebte Prävention.

Bild: Deutscher Hebammenverband e.V.

Am 5. Mai ist Internationaler Hebammentag. Ein Tag, an dem wir die Arbeit von Hebammen sichtbarer machen und daran erinnern, welche zentrale Rolle sie für unsere Gesellschaft spielen.

Hebammen sind weit mehr als Geburtsbegleiterinnen. Ihre Arbeit wirkt von der Schwangerschaft über die Geburt bis in die erste Lebensphase des Kindes hinein. Sie fördern das Stillen, stärken die Bindung zwischen Eltern und Kind und vermitteln grundlegendes Gesundheitswissen. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Prävention und zur langfristigen Gesundheit der Bevölkerung.

Unter dem diesjährigen Motto des Deutschen Hebammenverbandes „Starker Anfang, starkes Leben. Hebammenarbeit ist gelebte Prävention“ wird deutlich, worum es im Kern geht: Gesundheit beginnt am Anfang des Lebens.

Aktuelle Zahlen zeigen jedoch eine Entwicklung, die uns nachdenklich machen muss: Die Kaiserschnittrate ist in Deutschland auf einem Höchststand. Kaiserschnitte sind eine wichtige medizinische Errungenschaft und in vielen Fällen lebensrettend. Gleichzeitig zeigt die hohe Rate, dass strukturelle Rahmenbedingungen in der Geburtshilfe nicht optimal sind.

Denn gute Geburtshilfe braucht Zeit, Vertrauen und persönliche Betreuung. Studien belegen, dass eine kontinuierliche 1:1-Betreuung durch Hebammen unter der Geburt zu weniger medizinischen Eingriffen und besseren gesundheitlichen Ergebnissen führt. Genau diese Form der Betreuung ist jedoch im Alltag häufig nicht gewährleistet.

Am Internationalen Hebammentag sollte deshalb nicht nur über Zahlen von operativen Eingriffen gesprochen werden, sondern vor allem über das, was Hebammenarbeit ausmacht: die vielen interventionsarmen Geburten, die täglich stattfinden, das Vertrauen, das aufgebaut wird, und die Stärke, die Frauen in dieser besonderen Zeit erfahren.

Hebammenarbeit ist kein Randthema, sondern ein zentraler Bestandteil von Prävention. Wer hier investiert, stärkt Familien von Anfang an und sorgt dafür, dass langfristig weniger gesundheitliche Probleme entstehen.

Deshalb setzen wir uns als Landesverband der Hebammen NRW für bessere Rahmenbedingungen ein: für eine verlässliche Finanzierung der Geburtshilfe, für die Sicherstellung der 1:1-Betreuung und für den Erhalt wohnortnaher Versorgungsstrukturen.

Denn ein starker Anfang bedeutet ein starkes Leben.

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